HHStAW Bestand 774

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Landwirtschaftsamt mit Landwirtschaftsschule Wiesbaden

Laufzeit

1940-1986

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Abt. 509, 537, 542, 773 und 775

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Zugang: 78/2004

Geschichte des Bestandsbildners

Das Landwirtschaftsamt mit Landwirtschaftsschule Wiesbaden war während der NS-Zeit beim Reichsnährstand angesiedelt. Nach Kriegsende gehörte es als Obst- und Gartenbauberatungsstelle Wiesbaden-Untertaunus zur Land- und Forstwirtschaftskammer Hessen-Nassau (Abt. 2023). Mit Gesetz über die Auflösung der Land- und Forstwirtschaftskammern Hessen-Nassau und Kurhessen und die Mitwirkung des Berufsstandes bei der Förderung der Landwirtschaft vom 22. Juli 1969 (GVBl. I, S. 142) erfuhr die landwirtschaftliche Verwaltung in Hessen eine Neuorganisation. Im Aufgabenbereich der bisherigen Land- und Forstwirtschaftskammern Hessen-Nassau und Kurhessen wurde als Mittelbehörde das Hessische Landesamt für Landwirtschaft in Kassel geschaffen, während auf unterer Verwaltungsebene 22 Landwirtschaftsämter mit Landwirtschaftsschulen errichtet wurden. Zum Landwirtschaftsamt mit Landwirtschaftsschule Wiesbaden zählten die Dienstbezirke (Stadt- und Landkreise) Frankfurt, Wiesbaden, Maintaunus, Untertaunus und Rheingau. Zu seinem Aufgabenbereich gehörte auch die Gartenbauberatung. Im Jahr 1977 folgte schließlich auf unterer Verwaltungsebene die Zusammenfassung der Landwirtschaftsämter mit Landwirtschaftsschulen und der Ämter für Landeskultur zu Ämtern für Landwirtschaft und Landentwicklung (Gesetz zur Eingliederung von Sonderverwaltungen vom 11. Juli 1977, GVBl. I, S. 319). Für den Rheingau-Taunus-Kreis und die Stadt Wiesbaden bedeutete dies die Bildung eines Amtes für Landwirtschaft und Landentwicklung, das u.a. die Aufgaben des Landwirtschaftsamtes mit Landwirtschaftsschule Wiesbaden von nun an wahrnahm. Auf der mittleren Verwaltungsebene wurden das Hessische Landesamt für Landwirtschaft, das Landeskulturamt Hessen, die Hessische Landesstelle für Ernährungswirtschaft und die Pflanzenschutzämter Frankfurt am Main und Kassel im Hessischen Landesamt für Ernährung, Landwirtschaft und Landentwicklung mit Dienstsitz in Kassel vereinigt. Seit 1993 (bis 2004) trug das Landesamt schließlich die Bezeichnung 'Hessisches Landesamt für Regionalentwicklung und Landwirtschaft' (Abt. 542).

Enthält

2 m Sachakten, insbesondere zu Förderung der Obst- und Gartenbaubetriebe, Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und landwirtschaftlichem Versuchswesen; 1 Karteikartenkasten aus Holz mit Mitgliederverzeichnis

Findmittel

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

2 lfm.

Bearbeiter

Die Überlieferung des Landwirtschaftsamtes mit Landwirtschaftsschule Wiesbaden enthält Unterlagen aus der Zeit zwischen 1940 und 1986, wobei der Kern des Bestandes Laufzeiten aus dem 3. Viertel des 20. Jahrhunderts abdeckt. Bis zu ihrer Verzeichnung lagerten die Sachakten des Bestandes in 25 Stehordnern. Darunter befanden sich außerdem ein Holzkasten mit einer Mitgliederkartei der Bezirksgartenbaugruppe Wiesbaden sowie eine Pappschachtel mit 19 Negativen, die Lagepläne von Parzellen Wiesbadener Gärtnereibetriebe zeigen. Letztere wurden in die Fotosammlung überführt (Abt. 3008). Da die Lagerung der Akten keine Vorordnung erkennen ließ und kein Aktenplan der Behörde überliefert war, wurden diese während der Erschließung grob nach Ordnertiteln vorgeordnet und anschließend in fortlaufender Nummerierung verzeichnet. Dabei wurden die Signaturen 1 bis 41 vergeben. Dadurch, dass die in der Behörde vergebenen Aktentitel den Inhalt unzureichend bis überhaupt nicht wiedergaben, mussten die Titel neu gebildet werden. Außerdem wurde - aufgrund des Aktenumfanges - die Teilung der Akteneinheiten auf zwei Verzeichnungseinheiten notwendig. Im Rahmen der Verzeichnung wurden die Akten ferner entmetallisiert, in säurefreie Regis-Mappen verpackt und in säurefreie Stülpkartons umgebettet.