HHStAW Bestand 934

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Oberpostdirektion Frankfurt a.M. (ab 1945)

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Zugänge 8/1974, 11/1975, 12/1976 ff..
Das Hauptstaatsarchiv übernahm am 29.11.1995 von der Deutschen Telekom AG, Direktion Frankfurt a.M., Akten der Oberpostdirektion Frankfurt a.M. der ehemaligen Deutschen Bundespost/Telekom als Zugang 82/1995. Der übernommene Bestand wurde bei der OPD Frankfurt als 'Postgeschichtliche Sammlung' geführt und umfasst Splitter der Registraturen aus der Thurn und Taxis'schen und aus der preußischen Postverwaltung, Teile der Lehrbuchsammlung sowie die 'Postgeschichtlichen Aufzeichnungen' aus preußischer und bundesrepublikanischer Zeit.
Die 'Aufzeichnungen' beinhalten vor 1945 vor allem zusammenhängende Darstellungen des Postwesens einzelner Zeitabschnitte und Verkehrsämter. Ab 1958, dem Jahr der Wiederaufnahme der 'Aufzeichnungen', sind diese durchgängig als Jahresberichte verfasst. Die jeweiligen Lücken der Berichte gehen aus der Verzeichnung hervor.
In geringem Ausmaß enthält der Bestand auch die Oberpostdirektionen in Darmstadt und in Kassel betreffende Akten und Aufzeichnungen. Die OPD Darmstadt wurde am 1.10. 1935 (Abt. 934, 273), die OPD Kassel im Jahr 1942 aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden der OPD Frankfurt a.M. übertragen. Außer einigen statistischen Aufstellungen und jeweils einer Chronik sind jedoch nur zwei Aktenstücke aus dem gewöhnlichen Geschäftsgang der OPD Darmstadt in die Sammlung aufgenommen worden.
Die Frage nach den Abgabemodalitäten ließ sich nicht mehr zufrieden stellend beantworten. Die einzelnen Aktenstücke sind vermutlich der Sammlung zugehörig. Der Bestand wurde nunmehr geschlossen übernommen.
Sowohl in der Abteilung 477 (Postverwaltung vor 1945) als auch in der Abteilung 934 sind damit Akten eingearbeitet, deren Laufzeiten über die eigentliche Behördenzuständigkeit hinausgehen.

Geschichte des Bestandsbildners

Die Oberpostdirektion Frankfurt a.M. entstand im Zuge der Übernahme der Thurn-und Taxis'schen Postverwaltung durch Preußen im Jahr 1987 (vgl. Abt. 477). Noch in preußischer Zeit erweiterte sich ihr Bezirk durch Angliederung der aufgelösten Postdirektionen Darmstadt (1934) und Kassel (1943) auf das Gebiet des späteren Bundeslandes Hessen. Nach 1946 nahm die OPD als Mittelbehörde des Postwesens die Zuständigkeit für das Land Hessen wahr. Durch das 'Gesetz zur Neustrukturierung des Post- und Fernmeldewesens und der Deutschen Bundespost' (PostStruktG) vom 8.6.1989 (BGBl. I S. 1026) erfolgte 1990 die Umstrukturierung und Neugliederung in einen Bereich Postdienst Hessen, der zur Deutschen Bundespost Postdienst gehörte, und einen Bereich Telekom Hessen unter der Deutschen Bundespost Telekom. Postbankdienste, die bisher von der Oberpostdirektion ausgeführt wurden, wurden direkt dem Postgiroamt übertragen. Mit der Umwandlung der staatlichen Unternehmen in private Aktiengesellschaften 1995 wurde auch die Oberpostdirektion (jetzt 'Direktion') privatisiert.
(Stand 1997)

Enthält

36,5 lfm Akten
Vor allem Personalakten und -bögen (1904-1983);
Sachakten (1928-1983):
Organisation: Geschäftspläne der OPD, Betriebsstellenverwaltung, Personalwesen (u.a. Beschäftigung von Ausländern); Postgebührenwesen, Paketdienst; Aus- und Fortbildung; Bausachen; Inschriften und Hoheitszeichen; Kriegsgefangenenpost

Literatur

Zur Geschichte:

Hundert Jahre Oberpostdirektion Frankfurt am Main 1867-1967.

Hessische Postgeschichte 12-13, 1967/68.

125 Jahre Oberpostdirektion Frankfurt am Main. Auszugsweiser Nachdruck aus der Festschrift in: Hessische Postgeschichte 37, 1992 (v.a. Baugeschichte).

Zur Postreform:

Gnewuch, Gerd: Von der Deutschen Bundespost POSTDIENST zur Deutschen Post AG. In: 7-26.

Wallentin, Thomas: Von der Deutschen Bundespost Postbank zur Deutschen Postbank AG. Der Weg zur Selbständigkeit. In: Post- und Telekommunikationsgeschichte Jg. 1996, S. 27-36.

Findmittel

Findbuch von Alexander Hoffmann, 2000

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

36,5 lfm