HHStAW Bestand 533

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Landgestüt Dillenburg

Laufzeit

1758-1986

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Zugänge 1901 ff. und 36/2011
Vorher Abt. 471, davor Abt. 254.
Der Bestand enthält Schriftgut aus nassauischer, preußischer und der Nachkriegszeit. Mit der Eingliederung anderer Landgestüte kamen Akten des Kurhessischen Landgestüts (1869) und des Hessischen Landgestüts Darmstadt (1945-1957) hinzu. Auch Akten des Domänenrentamts Dillenburg fanden ihren Weg in den Bestand. 1951 wurden einige Gesetzessammlungen und Amtsdruckschriften übernommen (Laufzeit 1805-1942). Die Deckregister aus der Zeit vor 1925 sowie die Duplikate zu den Deckregistern 1925-40 wurden mit Genehmigung des Staatsarchivs vernichtet. Eine größere Abgabe erfolgte 2011, die Schriftgut von 1828-1986 enthielt.

Geschichte des Bestandsbildners

Die Anfänge der staatlichen Pferdezucht in Nassau reichen zurück bis in die Zeit des Grafen Wilhelms des Reichen von Nassau-Dillenburg (1487-1559). 1615 wurde in Liebenscheid auf dem Westerwald das erste Gestüt gegründet. Zum Zentrum entwickelte sich jedoch das Gestüt in Dillenburg, das seit seiner Erbauung zwischen 1772-1782 bis heute - mit Unterbrechung durch die Verlagerung nach Kassel von 1818 bis 1870 - im Marstall in der Wilhelmstraße residierte. Nach dem Deutschen Krieg wurde 1869 die Pferdezucht in der Provinz Hessen-Nassau zentralisiert und das Preußische Landgestüt Dillenburg gegründet. Hierbei wurden die Landgestüte aus Kurhessen (gegründet 1737), Waldeck (gegründet 1811) und Weilburg (gegründet 1811) mit einbezogen. Mit der Gründung des Landes Hessen 1945 entstand das Hessische Landgestüt Darmstadt, das 1957 aufgelöst wurde und im Landgestüt Dillenburg aufging, das nun für ganz Hessen zuständig wurde.
Heute ist das Hessische Landgestüt Dillenburg eine Einrichtung des Landes im Geschäftsbereich des Landwirtschaftsministeriums, die dem Hessischen Landesamt für Regionalentwicklung und Landwirtschaft unterstellt ist. Die Leitung hat seit je her der Landstallmeister inne. Über die Förderung der Pferdezucht durch Bereitstellung von Vatertieren (Landbeschäler) hinaus, unterhält das Landgestüt die Hessische Landes-Reit- und Fahrschule (1930 als Preußische Reit- und Fahrschule gegründet), bildet auf der Grundlage des Berufsausbildungsgesetzes Pferdewirte aus, zieht Junghengste auf - berühmt sind die seit 1927 abgehaltenen Hengstparaden - und führt Stutenleistungsprüfungen durch. Seit den 1960er Jahren fand ein Wandel in der Pferdezucht von als Arbeitspferden genutzten Kaltblütern zu Reit- und Sportpferden statt.

Enthält

13,5 lfm Akten. Haushalts- und Personalangelegenheiten, Bausachen, Pläne und Grundrisse, Ausstattung des Landgestüts; Angelegenheiten der Landesbeschälung: Beschälregister, Korrespondenz mit den verschiedenen Beschälstationen, Ankauf, Austausch, Verkauf, Krankheiten und Tod von Landesbeschälern; Pferdekrankheiten, Kreistierarztsachen; Allgemeine Vorschriften, Dienststellenverwaltung.

Findmittel

Findbuch von Oliver Kleppel, 2011

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

13,5 lfm

Bearbeiter

Oliver Kleppel, 2011