HHStAW Bestand 483

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

NSDAP, Gau Hessen-Nassau und Gau Kurhessen

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte 

Der Bestand enthält das Schriftgut der NSDAP, ihrer Gliederungen (SA, SS, NSKK, HJ usw.) und angeschlossenen Verbände (z.B. DAF) aus den Gauen Hessen-Nassau und Kurhessen. Die in dieser Form seit 1933 bestehenden Gaue umfassten zusammen die preußische Provinz Hessen-Nassau sowie den Volksstaat Hessen ohne die Exklaven Schmalkalden und Bad Wimpfen. Sitz der Gauleitung war Frankfurt a.M. bzw. Kassel. Das hier überlieferte Schriftgut ist 1945 von der US-Militärregierung beschlagnahmt und dann für Zwecke der Entnazifizierung genutzt worden, es enthält daher bisweilen auch Schriftstücke aus der unmittelbaren Nachkriegszeit. Ein kleiner Teil des beschlagnahmten Schriftguts ist in die USA gelangt und zwischen 1967 und 1988 über das Bundesarchiv an das Hessische Hauptstaatsarchiv abgegeben worden. Das von NS-Dienststellen im Volksstaat Hessen erwachsene Schriftgut wird heute im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt (Abt. N 1) aufbewahrt. Auch das Hessische Staatsarchiv Marburg verwahrt in kleinerem Umfang entsprechende Unterlagen aus dem Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks Kassel (Best. 327).

Geschichte des Bestandsbildners 

Der Bestand enthält Schriftgut von mehreren hundert Provenienzen: neben solchen der NSDAP (Gau- und Kreisleitungen, Ortsgruppen) auch der Parteigliederungen und einer Vielzahl weiterer NS-Organisationen, außerdem auch Fremdprovenienzen (z.B. Gestapo). Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich stets nur um Reste, manchmal nur winzige Splitter, der einstigen Registraturen handelt.
In der Hauptsache sind Unterlagen der folgenden Stellen überliefert: NSDAP-Gauleitung Hessen-Nassau, NSDAP-Kreisleitungen Biedenkopf-Dillenburg, Eschwege, Frankenberg/Eder, Groß-Frankfurt, Fritzlar-Homberg, Fulda, Gelnhausen, Hanau, Limburg-Unterlahn, Maintaunus-Obertaunus, Schlüchtern, Untertaunus, Wetzlar, Wiesbaden, Witzenhausen und Wolfhagen, SA-Gruppe Hessen (Frankfurt a.M.), Höherer SS- und Polizeiführer Rhein-Westmark (Wiesbaden), SS-Abschnitt XXX (Kassel) / SS-Pioniersturm 1/3 (Frankfurt a.M.), SS-Sturmbann II/78 (Limburg/L.), Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD Rhein-Westmark (Wiesbaden), SD-Oberabschnitt Fulda-Werra (Frankfurt a.M.), SD-Abschnitt Frankfurt a.M., SD-Abschnitt Kassel, SD-Unterabschnitt Wiesbaden, SD-Außenstelle Wetzlar, DAF-Gauwaltung Hessen-Nassau, DAF-Kreiswaltungen Groß-Frankfurt, Gelnhausen, Wetzlar, Wiesbaden und Ziegenhain, Staatspolizeistellen Frankfurt a.M. und Kassel.

Literatur 

• Dienststellen-Verzeichnis der NSDAP im Gau Hessen-Nassau. Hrsg. im Auftrag des Gauleiters Sprenger, bearb. von Gauorganisationsleiter Mehnert. Frankfurt a.M.: Schwampe, 1934.
• Handbuch für den Gau Kurhessen der NSDAP. Kassel: Rudolph & Meister, 1934.
• Hennig, Eike (Hrsg.): Hessen unterm Hakenkreuz. Studien zur Durchsetzung der NSDAP in Hessen. Frankfurt a.M.: Insel Verlag, 1983 (Die Hessen-Bibliothek im Insel Verlag).
• Organisationshandbuch der NSDAP. Hrsg. vom Reichsorganisationsleiter der NSDAP Robert Ley. München: Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf., 1943.
• Rademacher, Michael: Handbuch der NSDAP-Gaue 1928–1945. Die Amtsträger der NSDAP und ihrer Organisationen auf Gau- und Kreisebene in Deutschland und Österreich sowie in den Reichsgauen Danzig-Westpreußen, Sudetenland und Wartheland. Vechta: Selbstverlag, 2000.
• So kämpften wir! Schilderungen aus der Kampfzeit der NSDAP im Gau Hessen-Nassau. Hrsg. von Adalbert Gimbel, bearb. von Karl Hepp. Frankfurt a.M.: NS.-Verlagsgesellschaft, 1941.

Findmittel 

Findbuch von F. Geisthardt (2 Bände), 1970

Nachtrag zum Findbuch von F. Geisthart, 1973

Teilbestand: Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang 

7050 Akten, 215 lfm

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen 

Der Bestand enthält zahlreiche Akten, die sich ihrem Entstehungszweck oder ihrem wesentlichen Inhalt nach auf eine oder mehrere natürliche Personen beziehen. Aus diesem Grund unterliegt ein Teil des Archivguts aus Abt. 483 einer archivrechtlichen Schutzfrist nach § 13, Abs. 2 HArchivG.

Die mit "Dep." (Deperditum) bezeichnete Verzeichnung fehlt im Bestand und kann nicht vorgelegt werden.