HStAD Bestand B 11

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Urkunden der Grafschaft Stolberg-Königstein

Laufzeit

1361 - 1605

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Siehe auch Bestand B 10 (Urkunden der Herrschaft Eppstein), Akten und Amtsbücher der Grafschaft Stolberg (in Ortenberg), Bestand A 3 (Urkunden der Provinz Oberhessen), E 12 Nr. 334-337 (Akten der Grafen v. Stolberg)

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Das Urkundenarchiv der Grafen v. Stolberg ist Teil des Aktenarchivs, das nach wechselvoller dynastischer Geschichte in verschiedene Hände fiel. Für den hier verzeichneten Urkundenbestand, der sich im Original noch im Besitz der Familie im Schloss Ortenberg in Oberhessen befindet, über Fotokopien aber in Darmstadt zugänglich ist, ist der Erwerb eines Drittels der Herrschaft Königstein in der Wetterau 1535 nach dem Aussterben der Grafen v. Eppstein-Königstein maßgebend. Bei der Teilung der Gesamtbesitzungen des Hauses im Jahre 1645 fiel von den wetterauischen Besitzungen das Amt Gedern an die Hauptlinie v. Stolberg-Wernigerode, das Amt Ortenberg an die Linie v. Stolberg-Stolberg. Zwei Generationen später entstanden durch erneute Teilungen die Linien Wernigerode, Gedern, Stolberg und Roßla. Das Urkundenarchiv aller Teillinien wurde weitgehend im heutigen Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt archiviert, während einige die Wetterau betreffende Urkunden der in Schloss Ortenberg wohnenden (1982 ohne männliche Nachkommenschaft erloschenen) Familie der Fürsten v. Stolberg-Stolberg im dort (Ortenberg) aufbewahrten Familienarchiv verblieben waren. Ab 1981 wurden diese Urkunden zusammen mit dem ebenfalls dort aufbewahrten Kopialbuch (sog. Rotes Buch; zitiert als F 25 B Nr. 1, weiterhin in Ortenberg), in dem Urkundenabschriften der Zeit von 1282 bis 1462 mit Nachträgen von 1500 bis 1564 enthalten sind, durch Friedrich Battenberg im Staatsarchiv Darmstadt verzeichnet. Einbezogen in die Verzeichnung wurden auch die im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt aufbewahrten Urkunden des Bestands Stolberg-Wernigerode und Stolberg-Roßla. Hierbei musste allerdings das 1873 durch den Archivar Carl Beyer erstellte und 1958/59 in Darmstadt als maschinenschriftliche Abschrift kurrent gemachte Repertorium zugrundegelegt werden, da die Originale nicht zugänglich waren. In wenigen Fällen konnten Fotokopien benutzt werden. In jedem Fall bedarf es einer Überprüfung der aktuellen Signatur.

Enthält

Die Hauptmasse der Urkunden betrifft das 15. und 16. Jahrhundert (73 bzw. 112 Stück); daneben entstammen einige wenige dem 14., 17. und 18. Jahrhundert. Die älteste Urkunde des Bestands ist ein Gültbrief Luckards v. Eppstein von 1361 betr. Bleichenbach (Nr. 1). Weiter sind hervorzuheben ein Heiratsbrief Eberhards II. v. d. Mark von 1381 in französischer Sprache (Nr. 2), eine Urkunde betr. einen 1473 vor einer Kommission des Kammergerichts Kaiser Friedrichs III. geführten Prozess zwischen Eberhard v. Eppstein-Königstein und Graf Ludwig v. Isenburg-Büdingen (Nr. 5), eine Seelgerätstiftung des Heinrich vom Rhein zugunsten der Minoriten zu Frankfurt am Main von 1517 (Nr. 212), ein Gutachten der Juristenfakultät der Universität Tübingen von 1553 in einem stolbergischen Erbschaftsstreit (Nr. 102), zahlreiche Urkunden betr. Angelegenheiten des Hauprecht von Dinslaken, das Landgericht Ortenberg (darunter Notariatsinstrumente), die Stadt Kelbra am Kyffhäuser und betr. Bergwerksangelegenheiten, insbes. zu Erfenstein (bei Düren).

Findmittel

Online-Datenbank (HADIS)

Gedrucktes Findbuch (chronologische Urkundenregesten, 1.368 Nummern, unter Einbeziehung von Kopialbüchern und der einschlägigen Urkunden des Landesarchivs Magdeburg, mit Vorbemerkung und Indices): Stolberger Urkunden. Regesten zu den Urkundenbeständen und Kopiaren der Fürsten und Grafen zu Stolberg in Ortenberg im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und Staatsarchiv Magdeburg 1191-1840, bearb. von Friedrich Battenberg, Darmstadt 1985 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 21).

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

5, 5 m, 212 Stück

Referent

Lars Adler

Filmkopien

Mikrofiches vorhanden