HHStAW Bestand 311

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Rechnungen

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Alle Rechnungsserien sind im 19. Jh. nach dem Pertinenzprinzip aufgenommen worden, ohne Rücksicht darauf, bei welcher Behörde sie erwachsen sind.

Geschichte des Bestandsbildners

Seit 1502 gehörten Burg und Amt Homburg (heute Bad Homburg v. d. Höhe) zur Landgrafschaft Hessen, seit 1622 regierte hier, zunächst noch unter der Oberhoheit von Hessen-Darmstadt, die Nebenlinie Hessen-Homburg. Ihren Kampf um die Landeshoheit schlossen die Homburger Landgrafen auf dem Wiener Kongress 1815/16 mit der Wiederherstellung der Landgrafschaft und der Aufnahme in den Deutschen Bund erfolgreich ab. Als die Homburger Linie 1866 erlosch, fiel die Landgrafschaft Hessen-Homburg an das Großherzogtum Hessen und wurde noch im gleichen Jahr von Preußen annektiert. Das kleine Territorium umfasste am Ende des Alten Reiches die Orte Dillingen (erst 1804 neu gegründet), Dornholzhausen, Espa, Friedrichsdorf, Gonzenheim, Homburg v. d. H., Köppern, Oberstedten, Petterweil (halb) und Seulberg. Durch einen Vertrag mit Nassau vom 26. April 1803 tauschten die Landgrafen den nassauischen Ort Kirdorf gegen das 1785 erworbene Dorf Espa ein. 1815 blieb Petterweil bei Hessen-Darmstadt. Hinzu kam aber 1815 das Oberamt Meisenheim an der Glan.

Enthält

Rechnungen 1559-1867
Die Kellereirechnungen reichen bis zum Jahr 1559, also rund ein halbes Jahrhundert vor Begründung einer selbständigen Nebenlinie Hessen-Homburg zurück. Inhaltlich am wertvollsten sind die Kammerrechnungen (1627-1821) und Renteirechnungen (1822-1867), die über die wesentlichen Einnahmen und Ausgaben des Staatshaushalts Rechenschaft ablegen und damit wenigstens teilweise die durch Kriegsverluste entstandenen Lücken in Abt. 310 ersetzen können. Das gilt vor allem für die Staatsfinanzen, in gewissem Umfang aber auch - namentlich durch die seit Ende des 17. Jhs. überlieferten Belege - für Angelegenheiten der politischen, Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Über die Bedürfnisse der Hofhaltung einschließlich des herrschaftlichen Bauwesens geben seit dem 17. Jh. vereinzelte Hofrechnungen und seit dem Ende des 18. Jhs. Hofkassen- und Schatullrechnungen Auskunft. Zu erwähnen sind u.a. noch Militärrechnungen (ab 1770), Forst-, Jagd- und Fischereirechnungen (ab 1781), die bis in das 16. Jh. zurückreichenden Rechnungen der 'Hohen Mark' (ab 1596) und Gemeinderechnungen von Bad Homburg und Kirdorf (17. bzw. 17.-19. Jh.).

Findmittel

Repertorium von Wolf-Heino Struck, 1968 (masch.)

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

103,75 m

Bearbeiter

Wolf-Heino Struck, 1968

Deskriptoren

Bad Homburg v.d.H.

Kirdorf