HHStAW Bestand 133

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Herrschaft Idstein

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Das Schloss Idstein, das vom 12. Jh. bis 1721 eine nassauische Hauptresidenz war, wirkte im hohem Maße archivbildend. In Idstein entstand der Kern des Archivs der Grafen von Nassau walramischen Stammes; das Schloss wurde zum Sitz des Hauptarchivs von Nassau-Usingen 1728 (s. Abt. 131). Es wurde zum Zentralarchiv des Herzogtums Nassau 1816 bestimmt. Aus den Beständen der saarbrückischen und idsteinischen Länder und der nassau-saarbrückischen Lande diesseits des Rheins, die Hagelgans bis 1745 verzeichnet hatte, wurde nach 1875 u.a. auch der Bestand betr. die Herrschaft Idstein ausgesondert, geordnet und verzeichnet. Dabei ging man pertinenzmäßig vor, ohne Rücksicht auf die Registraturen, aus denen die Akten stammten.
Die Rechnungen der Abteilungen 131, 132 und 133 hat der Archivangestellte L. Anton 1966/67 geordnet und in einer Kartei verzeichnet. Diese Zettel wurden noch einmal überarbeitet, ohne jedoch in den Gesamtaufbau der Verzeichnung einzugreifen. Der Benutzer sollte die drei Rechnungsgruppen auch als einen Gesamtkomplex - zusammen mit den Rechnungen der übrigen nassau-usingischen Ämter (Abt. 132-137) - betrachten, da untereinander vielfältige Verzahnungen bestehen.
Die Rechnungen der Abteilung 133 betreffen Herrschaft bzw. Amt Idstein, also das territoriale Kernstück der nach der Burg Idstein benannten nassauischen Teillinie. Die Überschneidungen mit der Zentralverwaltung (vgl. Rechnungen Abt. 131) sind hier besonders zahlreich. Ebenso spiegelt sich in diesen Rechnungen stark die wechselnde Selbständigkeit bzw. Zugehörigkeit der Herrschaft Idstein zu anderen nassauischen Linien, so daß z.B. vorübergehend auch linksrheinische Besitzungen (Nassau-Saarbrücken) einbezogen sind. 1728 fiel das gesamte Nassau-Idstein an die Usinger Linie.
Die Urkunden und Akten des Bestandes im HHStAW wurden im Jahr 2013 mit Fördermitteln der DFG retrokonvertiert.
Zu den Kellereirechnungen siehe auch die Idsteiner Kammerrechnungen in Abt. 131, die teilweise zugleich als Kellereirechnungen geführt wurden.

Geschichte des Bestandsbildners

Die Grafen von Laurenburg, die sich später nach ihrer Burg Nassau nannten, kamen nach 1120 in den Besitz der Burg Idstein, die als Mittelpunkt einer Herrschaft aus Vogteirechten über das Kloster Bleidenstadt und das Stift Limburg lag. Nach der nassauischen Teilung 1255 gehörte Idstein mit Weilburg und Wiesbaden dem Grafen Walram, dessen Hauptresidenz Idstein war. Seine Nachkommen bauten die nassauische Landesherrschaft im Taunus aus. Eine Teillinie Nassau-Idstein mit Wiesbaden bestand 1355-1605, eine jüngere Weilburger Herkunft von 1629-1721. Von 1728-1816 gehörte die Herrschaft Idstein zum Fürstentum Nassau-Usingen.

Enthält

Urkunden 1178-1806
Akten 16.-19. Jh.:
u.a. Untertanen- und Einwohnerverzeichnisse (16.-18. Jh.), Militär- und Kriegssachen (17. und 18. Jh.) mit französischen Revolutionskriegen (1792-1801), Rechnungswesen über herrschaftliche Güter, Zehnte, Accise, Gülten und Schuldforderungen an Nassau, Kirchensachen (16.-18. Jh.) mit Idsteiner Präsenz, Juden, Medizinalsachen (17.-18. Jh.), Postwesen (ab 1614), Gewerbe und Zünfte (ab 1554), Fischerei in der Aar (ab 1537), Berg- und Hüttenverwaltung (16.-18. Jh.)
Ortsakten: Idstein (16.-19. Jh.), Adolfseck, Bechtheim, Bermbach, Beuerbach, Breithardt, Dasbach, Ehrenbach, Engenhahn, Esch, Eschenhahn, Görsroth, Hambach, Heftrich, Hennethal, Hof Gassenbach, Hof Henriettenthal, Hof Neuenhausen, Hof Ranstadt, Kesselbach, Ketternschwalbach, Königshofen, Kröftel, Lenzhahn, Limbach mit der Hühnerkirche, Michelbach, Neuhof, Niederauroff, Niederems, Niederlibbach, Niedernhausen, Niederrod, Niederseelbach, Oberauroff, Oberems, Oberlibbach, Oberrod, Oberseelbach, Reichenbach, Reinborn, Steckenroth, Strinz-Margarethä, Strinz-Trinitatis, Wallbach, Wallrabenstein, Walsdorf, Watzhahn, Wörsdorf und Wüstems

Findmittel

Urkunden: Repertorium von Hellmuth Gensicke, 1969

Akten: Repertorium von Schüler, 1878-1879, 2 Bde. (hs.)

Rechnungen: Repertorium von Christiane Heinemann (mit Abt. 131 und 132), 1981

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

241,25 m (669 Urkunden; 232,875 m Akten)

Bearbeiter

Hellmuth Gensicke, 1969

Christiane Heinemann, 1981

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen

Die mit "Dep." (Deperditum) bezeichneten Verzeichnungen fehlen im Bestand und können nicht vorgelegt werden (6 Verzeichnungen).