HHStAW Bestand 86

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Thron, Zisterzienserinnen

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Während des Bauernkrieges und in der Phase der Reformation wurden wiederholt Urkunden auf der Burg Friedberg deponiert. Nach 1610 gerieten Teile des Archivs an die Landesherren von Kurtrier und Nassau-Katzenelnbogen. Während der Säkularisation kamen die Archivalien an Nassau. Verluste erlitt das Klosterarchiv während des Streites um die Landeshoheit im 16. Jh., während des Dreißigjährigen Krieges und infolge der wechselnden Pachtverhältnisse.

Geschichte des Bestandsbildners

Das Kloster Thron (Gem. Wehrheim) wurde 1243 von Graf Gerhard von Diez gestiftet. Es unterstand der geistlichen Aufsicht des Klosters Arnsburg. Das Kloster war besonders bei Friedberg und Hanau, dazu in der Gegend von Usingen, Frankfurt, Bad Homburg v.d.H., Limburg und Wetzlar begütert. Nach der Reformation durch die Grafen von Nassau-Katzenelnbogen 1528 und nach dem Tod der letzten Äbtissin 1576 bestellten jene Grafen zusammen mit Kurtrier 1581 eine gemeinsame Kellereiverwaltung. Nassau dotierte mit seinem Anteil 1584 die Hohe Schule in Herborn, während Kurtrier seinen Anteil für das Seminar in Trier verwandte. 1817 gingen die Einkünfte des Klosters im nassauischen Zentralstudienfonds auf.

Enthält

Urkunden 1244-1805 (davon 146 bis 1527)
Akten Mitte 16. Jh. bis 1817: Kellereiverwaltung, Güter und Gerechtsame, Lasten, Religions- und Schulsachen
Heberegister von 1310
Rechnungen der Frucht- und Geldgefälle 1561-1809, der kurtrierischen (1583-1802) und der nassau-oranischen (1675-1757) Gefälle, des Clementinischen Seminars zu Trier 1795-1801, der Schulkommission zu Ehrenbreitstein 1803-1814 und des Doktionsfonds zu Montabaur 1815-1817

Literatur

Karl Jäger: Kloster Thron, in: Nassauische Annalen 64 (1953), S. 70-88.

Ulrich Simon: Das Zisterzienserinnenkloster Thron bei Wehrheim im Taunus. Landes-, orts-, wirtschafts- und sozialgeschichtliche Studien, Wiesbaden 1986 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau 41).

Jost Kloft: Territorialgeschichte des Kreises Usingen. Marburg 1958 (Schriften des Hessischen Landesamtes für Geschichtliche Landeskunde, 32), S. 75-80.

Findmittel

Urkunden: Repertorium von Sauer, um 1878-1896 (hs.)

Akten: Repertorium von Th. Schüler, um 1890 (hs.)

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

8,7 m (216 Urkunden; 6 m Akten)

Deskriptoren

Thron

Wehrheim

Friedberg

Hanau

Usingen

Bad Homburg v.d.H.

Limburg

Wetzlar

Herborn

Frankfurt

Trier

Ehrenbreitstein

Montabaur

Arnsburg, Kloster