HHStAW Bestand 20

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Diez, Chorherren

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Das Stiftsarchiv wurde im wesentlichen erst nach 1715 mit dem Archiv des Fürstentums Nassau-Diez vereinigt, das 1742 in das nassau-oranische Archiv in Dillenburg überführt wurde. Nach Auslieferung der Dillenburger Urkunden (1849) und Akten (bis 1868) an das nassauische Zentralarchiv Idstein wurde hier der Stiftsfonds neu gebildet. Die Urkunden des Bestandes im HHStAW wurden im Jahr 2013 mit Fördermitteln der DFG retrokonvertiert.

Geschichte des Bestandsbildners

Das St. Marienstift zu Diez wurde 1289 durch Inkorporation des 1255 bezeugten Stifts Salz sowie der Kirchen auf dem Petersberg bei Diez, zu Allendorf, Freiendiez und Rotenhain durch Graf Gerhard von Diez begründet, bei dem das Patronat jener Kirchen verblieb. 1325 wurden auch die Kirchen zu Wehrheim und Wicker von Graf Gottfried von Diez dem Stift geschenkt. Es besaß zwölf Kanonikate einschließlich dem Dekan, jedoch keinen Propst. Außerdem waren bis zum Ausgang des Mittelalters 13 Vikarien gestiftet worden. Als bei der Teilung der Grafschaft Diez 1564 Diez an die Grafen von Nassau fiel, nahmen diese nach und nach die Stiftsgefälle für reformatorische Zwecke in Anspruch. Das Stift blieb Vermögenssubjekt und wichtiger Zuschußfonds für das reformierte Kirchen- und Schulwesen der Grafschaft Diez (bis in den Dreißigjährigen Krieg auch anteilig für die Hohe Schule Herborn) bestehen. Die gegenreformatorische Inkorporation in das Stift Limburg 1629 war wirkungslos. Aber die zähen Bemühungen des konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar auf Zuweisung eines Anteils der Stiftseinkünfte führten 1650 zum Erfolg. 1817/1818 ging der Diezer Stiftsfonds im nassauischen Zentralstudien- und evangelischen Zentralkirchenfonds auf.

Enthält

Urkunden 1289-1778 (420 Urkunden bis 1564)
Kopiar Ende 16. bis Anfang 17. Jh.
Akten Anfang 16. Jh. bis 1811: hauptsächlich Güter und Gerechtsame, Rechnungswesen
Rechnungen 1588-1817 (Mischprovenienz)

Literatur

Wolf-Heino Struck: Klöster und Stifte der mittleren Lahn. 2. Die Kollegiatstifte Dietkirchen, Diez, Gemünden, Idstein und Weilburg. Regesten vor 841-1500. Wiesbaden 1959 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, 12,2).

Findmittel

Urkunden: Repertorium von Götze, um 1873-1878 (hs.)

Akten: Repertorium von Ausfeld, um 1881-1891 (hs.)

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

11,25 m (485 Urkunden; Kopiar; 9,25 m Akten; Rechnungen)

Deskriptoren

Diez

Salz

Allendorf bei Weilburg

Freiendiez

Rotenhain

Wehrheim

Wicker

Limburg

Herborn