HHStAW Bestand 13

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Beselich, Prämonstratenserinnen

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Das Archiv kam 1591 an die Grafen von Wied-Runkel, die 1615 einen Teil davon an die Grafen von Nassau-Hadamar übergaben. Diese lieferten 1629 diesen Teilbestand weitgehend an das Kloster Arnstein aus, das ihn mit dem eigenen Archiv im Steinfelder Hof zu Köln deponierte. Soweit noch vorhanden, wurden diese Archivalien in den 40er Jahren des 19. Jhs. von Preußen an Nassau abgegeben. Der größte Teil des Bestandes ist über die Jesuitenresidenz Hadamar und anschließend das nassau-oranische Archiv in Dillenburg überliefert.
Die Verzeichnungen zu den Urkunden des Bestandes im HHStAW wurden in den Jahren 2011 bis 2014 im Rahmen eines DFG-Förderprojekts aus Eigenmitteln retrokonvertiert.

Geschichte des Bestandsbildners

Den Anstoß zur Stiftung von Kloster Beselich (Gem. Obertiefenbach) gab der Priester Gottfried von Beselich, der 1138-1143 eine von ihm dort errichtete Kapelle nebst Hof dem Kloster Arnstein schenkte. Arnstein ließ sich die Schenkung 1163 durch den Erzbischof von Trier bestätigen und errichtete mit Unterstützung seines Stifters, des Grafen Ludwig von Arnstein (gest.1185), das Nonnenkloster, das durch seinen Prior in Abhängigkeit von Arnstein blieb. Die Besitzungen lagen außer einem Hof in Oberlahnstein und in Sassenroth meist in dessen Umkreis. In weltlicher Beziehung stand es unter der Doppelherrschaft der Grafen von Nassau-Diez und Wied-Runkel. Seit 1568 wurde das Kloster in eine Erziehungsanstalt für Adels- und Beamtentöchter und ein Pfründnerheim umgewandelt. 1615 wurde es gemeinsames Landeshospital von Wied-Runkel und Nassau-Hadamar. 1628 wieder von den Prämonstratensern in Besitz genommen, wurde Beselich 1631 dem Jesuitenkollegium in Hadamar übertragen, das aber 1656 den Klosterhof an den Grafen von Nassau-Hadamar veräußerte.

Enthält

Urkunden 1163-1656
Akten und Rechnungen (84 Nummern): Kloster, Hospital, Klostergüter, Jesuitenresidenz Hadamar 1516-1747

Literatur

Wolf-Heino Struck (Bearb.): Die Klöster Bärbach, Beselich, Dirstein und Gnadenthal, das Johanniterhaus Eschenau und die Klause Fachingen. Regesten vor 1153-1634. Wiesbaden 1961 (Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn bis zum Ausgang des Mittelalters, 3. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, 12).

Findmittel

Repertorium von Götze, um 1873-1878 (hs.); mit Nachträgen von Sauer

Repertorium für die Akten (masch.)

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

3,25 m (200 Urkunden; 0,75 m Akten und Rechnungen)

Deskriptoren

Arnstein

Beselich

Obertiefenbach b. Runkel

Oberlahnstein

Sassenroth

Hadamar