HStAM Bestand 610

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Bundesgrenzschutzdirektion Mitte

Laufzeit

1952-2000

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die Akten wurden 1995 und 2004 übernommen.
Weitere Akzessionen: 2012/108, 2015/89, 2016/113

Geschichte des Bestandsbildners

Das Bundespolizeipräsidium Mitte untersteht dem Bundesministerium des Innern und nimmt bestimmte polizeiliche Sicherungsaufgaben im Bundesgebiet wahr, die im Gesetz über die Bundespolizei, aber auch in zahlreichen anderen Rechtsvorschriften, wie z.B. im Aufenthaltsgesetz, im Asylverfahrensgesetz und im Luftsicherheitsgesetz geregelt sind.
Die Anfänge des Präsidiums gehen auf den November des Jahres 1952 zurück. Das 'Grenzschutzkommando Mitte' wurde in Kassel in einem Bürogebäude am Graf-Bernadotte-Platz eingerichtet. Bedingt durch die Übernahme vieler Führungskräfte in die Bundeswehr, die sich 1956 neu bildete, mussten die Strukturen des Grenzschutzkommandos Mitte und des gesamten Bundesgrenzschutzes neu überdacht werden. Die seit 1953 im gleichen Gebäude untergebrachten Bundesgerichte reduzierten den Aufgabenbereich des Grenzschutzkommandos Mitte, sodass 1963 der Stab der Grenzschutzabteilung A Mitte und die Grenzschutz-Verwaltungsstelle A Mitte in die neu erbauten Unterkünfte 'Dr. Konrad Adenauer' in Fuldatal/Ihringshausen untergebracht werden konnten. Im Kasseler Hauptgebäude etablierte sich hingegen mit der 'Grenzschutzverwaltung Mitte' eine zweite mittlere Bundesbehörde. Bedingt durch die Wiedervereinigung Deutschlands wurden 1992 im März beide mittlere Bundesbehörden zum 'Grenzschutzpräsidium Mitte' zusammengefasst. Zu den Aufgaben des neu eingerichteten Präsidiums zählte nun nicht nur Vollzugs- und Verwaltungsaufgaben, sondern auch sämtliche Aufgaben des Bundesgrenzschutzes im räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundesländer Hessen, Sachsen-Anhalt, Freistaat Thüringen sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bayern. Zur Erfüllung dieser Aufgaben waren dem Grenzschutzpräsidium Mitte die Bundesgrenzschutzämter Halle, Frankfurt a.M. und Flughafen Frankfurt a.M. sowie die Bundesgrenzschutzabteilungen Duderstadt und Hünfeld, das Aus- und Fortbildungszentrum Eschwege und die Bundespolizei-Fliegerstaffel Mitte in Fuldatal nachgeordnet. Anfang 1999 wurde das Grenzschutzpräsidium Mitte in die BGS-Unterkunft 'Dr. Konrad Adenauer' nach Fuldatal/Ihringshausen verlegt. Am 27. Mai 2005 beschloss der Bundesrat die Umbenennung des Bundesgrenzschutzes in Bundespolizei. Die Aufgaben blieben zunächst diesselben, allerdings änderte sich der Name in 'Bundespolizeipräsidium Mitte'. Mit dem Gesetz über die Neuorganisation der Bundespolizei vom 01. März 2008 änderten sich dann Aufgaben- und Behördenstruktur grundlegend.

Enthält

Luftbilddokumentationen, Grenzkarten, Befragungsberichte, Protokolle, VS-Akten, Verordnungen Dienstorganisation, Organisation und Gliederung, Grenzgängerbehandlung, Interzonenverkehr

Literatur

Winkler, Michael: Von der Grenzpolizei zur multifunktionalen Polizei des Bundes, Aufgaben und Verwendungen des Bundesgrenzschutzes am Maßstab des Grundgesetzes, Frankfurt 2005

50 Jahre BGS: 1951-2001, Mehr als Schutz der Grenzen. Hrsg. vom Bundesministerium des Innern, Melsungen 2001

Richter, Herbert: 40 Jahre Bundesgrenzschutz Hünfeld: 1959-1999

Kessow, Peter-Michael (Hrsg.), Der Bundesgrenzschutz: besondere Aufgaben und Verwendungen, Lübeck 1998

Böckel, Herbert: Grenzerfahrungen, Parzellers Buchverlag, Fulda 2009

Grenzschutzpräsidium Mitte informiert. Hrsg. vom Grenzschutzpräsidium Mitte, SB Öffentlichkeitsarbeit, Fuldatal Februar 2005

Michler, Manfred: Der Bundesgrenzschutz, Köln 1966

Findmittel

Arcinsys-Datenbank

Findbuchausdruck (für internen Gebrauch), 2010

teilweise noch unverzeichnet

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

23,75 MM (davon 17,65 MM unverzeichnet)

Referent

Dr. Reinhardt

Benutzung

Benutzung aus rechtlichen Gründen eingeschränkt.

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen

Letzte Aktualisierung: 6.9.2017