Vollständige Signatur

HStAM, Urk. 34, 71

Urkunde


Identifikation (Urkunde)


Datierung Datierung
1432 Oktober 08
Originaldatierung Originaldatierung
Acta sunt hec anno 1432, ind. 10., pontificatus Eugenii pape IV. anno 2., die octava mensis octobris, in der Freiheit Kassel, im Hause des Herrn Werner Morung, Plebans daselbst.
Alte Archivsignatur Alte Archivsignatur
A II, Kassel Martinsstift

Vermerke (Urkunde)


(Voll-) Regest (Voll-) Regest
Vor dem Notare macht Frau Emelud Lenen ihr Testament. Sie wählt als Begräbnisplatz den Kreuzgang der St. Martinskirche und verfügt über 40 Gulden, die sie einst aus dem Verkauf ihres Hauses an Herrn Matthias von Treysa eingenommen hat, und die nach dem letzten Wunsche ihrer † Tochter Barbara nach dem Tode des Johannes, Sohnes der Barbara, und der Erblasserin zu frommen Zwecken gestiftet werden sollten, für die Zeit nach ihrem Tode wie folgt: Sie bestimmt 16 Gulden für den Bau der Martinskirche, 16 Gulden für Dechant und Kapitel der Martinskirche zur Abhaltung einer Gedächtnisfeier, 8 Gulden für die Stadt Kassel zur Ausbesserung der Brücken und Wege, wo es am nötigsten ist. Von diesen 40 Gulden sind angelegt: 12 bei Herrn Wernher Morung gegen einen jährlichen Zins von 1 Gulden, 10 Gulden bei Frau Else Bodekers, Bürgerin in Kassel, gegen einen Zins von 1 Gulden gemäß den bei Herrn Johannes von Germerode (Germerade) aufbewahrten Urkunden, die übrigen 18 Gulden, für die Tilemann Haldungen einen Zins von 1 ½ Gulden wiedergekauft hat, befinden sich in den Händen des gen. Johannes. Die Empfänger sollen die Briefe sogleich von Johann von Germerode einfordern, damit der letzte Wille noch zu Lebzeiten der Erblasserin ausgeführt wird. Sie bestimmt ferner, wenn sie die Frau Guda Phaffen vor ihrem Tode nicht für die 3 Jahre lang gehabten Ausgaben entschädigen und von Johannes von Germerode 12 ihr geschuldete Gulden nicht erlangen könnte, so soll diese Schuld zunächst von den 40 Gulden getilgt werden, indem die einzelnen Empfänger entsprechend gekürzt werden. Ihre Nichte (neptis) Fye erhält ihr Schlafbett, einen Mantel (mantellum), Kannen (cantr[os]), Töpfe (ollas), Tücher [?] (pepula), ein Bett, auf dem sie nicht zu schlafen pflegt, Kleinodien und Hausgeräte. Ihre Forderung an Kunna Jacobs erhält die gen. Guda Phaffen. Als Testamentsvollstrecker wählt sie: Herrn Werner Morung, Priester, und Petrus Hartinberg, Bürger in Kassel.
Zeugen Zeugen
Johannes Cleman, Schulmeister der Martinskirche, Johannes Nicker und Heinrich Tipel von Weimar (Wymar), Kleriker der Mainzer Diözese.
Formalbeschreibung Formalbeschreibung
Not.-Instr. des kaiserl. Notars und Klerikers Johannes Wynrich von Kassel, Pergt. mit dem Signete des Notars. - Rückw. gleichzeit. Rubrum: Testamentum Lehenichens.
Druckangaben Druckangaben
Regest: Schultze Nr. 940.

Repräsentationen

Typ Bezeichnung Zugang Information Aktion
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