2841
Vollständige Signatur
HStAM, 3, 2841
Sachakte
Identifikation
Titel
Titel
Akten des Landgrafen Philipp und des hessischen Kanzlers Johann Feige: Briefwechsel mit Herzogin Elisabeth. - Dabei: Schreiben der Herzogin an ihre Mutter, Landgräfin Anna geborene Herzogin von Mecklenburg (1520, beglaubigte Abschrift). Ein Schreiben Ottos v. Pack an die Herzogin und deren Antwort an diesen (Abschriften). Eigenhändiges Schreiben des Landgrafen an einen ungenannten Fürsten vom 14. April 1533
Laufzeit
Laufzeit
1519-1533
Vermerke
Enthält
Enthält
1519. Die Herzogin fragt nach dem Grunde für das lange Schweigen des Bruders, wünscht seine Verständigung mit der Mutter, mahnt ihn zum kindlichen Gehorsam, lädt ihn zum Besuch ein und bittet um Auskunft über seinen Plan, die Tochter des Herzogs von Kleve zu heiraten
1520 Juli. Einverständnis der Herzogin mit dem Testament der Mutter und Dank an diese für die Vermachung von Kleinodien und Silbergeschirr; Freude über die Geburt des ersten Kindes der Mutter aus zweiter Ehe, Maria (Gräfin von Sohns); sie will der Mutter ein goldenes Band schicken
Ohne Datum (1524?). Gespanntes Verhältnis zwischen dem herzoglich sächsischen und dem hessischen Hofe; die Herzogin schlägt dem Bruder eine Zusammenkunft vor
1526 November. Der Landgraf möge verhindern, daß der Sohn des Grafen von Emden an den kursächsischen Hof komme, da das die Spannung zwischen den beiden sächsischen Häusern noch vermehren werde; Herzog Georg von Sachsen zürne schon Graf Albrecht von Mansfeld, der den jungen Grafen aufgenommen habe
1527 April. Herzog Johann, der Gemahl der Elisabeth, ist der evangelischen Lehre geneigt, steht aber unter dem verhängnisvollen Einfluß des Vaters und des Karlowitz, denen er sich fügen muß. Unterredung zwischen Herzog Georg von Sachsen und Herzog Heinrich von Braunschweig
Juni. Die Herzogin bittet den Bruder, auch ihre Schwiegereltern, Herzog Georg und Herzogin Barbara, zur Taufe seines ersten Kindes, der Landgräfin Agnes, einzuladen. Die Herzogin setzt sich für einen in Sachsen auftretenden evangelischen Prediger ein
1528 Juli. Die Herzogin entschuldigt sich wegen ihres im Auftrage Ottos v. Pack gutgläubig an den Landgrafen geschriebenen Briefes; Pack habe sie und ihn betrogen. Sie sendet Ernst v. Schönburg und den sächsischen Kanzler zum Bruder; Packs Brief und die Antwort der Herzogin darauf als Beilagen (Abschriften). Sie bittet den Landgrafen, bezüglich Packs Herzog Georg entgegen zu kommen; er könne dann auch hoffen, vom Herzog keine Schwierigkeiten bei der Durchführung der Reformation zu erleiden
Ohne Datum (etwa 1529). Die Herzogin warnt vor Christian Schmalstieg (Cresten Smalsteck) und bittet, nicht zu sehr auf Herzog Georg zu schelten. Sie bittet, ihr einen Zelter für den gestorbenen zu schicken. Schwangerschaft der Gemahlin des Landgrafen; die Herzogin hofft, auch bald ein Kind zu erwarten
1530 Februar. In den Streitfragen zwischen Zwingli und Luther neigt der Landgraf zu der Auffassung von Zwingli und Oecolampadius. Er bittet die Schwester, die Lehre zu prüfen und sich gegebenenfalls auch für Zwingli zu entscheiden. Die Herzogin hofft, daß der Landgraf an den 'seltsamen Mären' aus Kursachsen nicht beteiligt sei. Sie warnt, Truppen anzusammeln, damit diese sich bei der allgemeinen Erbitterung des gemeinen Mannes gegen die Fürsten nicht gegen ihn selbst erheben. Die Wiedertäufer solle er unterdrücken. Sie bittet, ihr den Zelter zuzuschicken
1532 August. Bündnisverhandlung zwischen dem Landgrafen und dem Kurfürsten von Sachsen. Hilfegesuch des Bischofs von Münster. Stellung des Königs Ferdinand in der Leibgutfrage der Herzogin von Württemberg
1533 Februar - Dezember. Vollmacht der Herzogin für ihren Bruder zu gütlichen Verhandlungen wegen der ihr von Herzog Georg und anderen zugefügten Beleidigungen. (Abschrift im Kopialbuch L 1 Bl. 269.) Herzog Georg hat im Rate die Herzogin seinen Feind im Hause genannt. Die Herzogin setzt die Hoffnung einer Besserung ihrer Stellung am sächsischen Hofe auf den Tod Herzog Georgs und die Nachfolge ihres Gemahls. Der Landgraf beabsichtigt, gegen den Herzog wegen Beleidigung seiner Schwester vorzugehen. Die Herzogin verweist Heinrich v. Schleinitz in seine Grenzen. Sie wünscht nicht, daß die hessische Landschaft ihretwegen in Anspruch genommen werde. Absichtliche Kränkungen der Herzogin am Dresdener Hofe; trotzdem bittet sie erneut, sich freundlich gegen Herzog Georg zu erweisen, da sie es sonst noch mehr entgelten müsse. Sie mahnt, die nassauische Sache (Katzenelnbogischer Erbfolgestreit.) tatkräftig zu verfolgen und sich mit dem Kurfürsten (Von Sachsen.) gut zu stellen, der es gut mit ihr meine. Zusammenkunft in Leipzig zwischen Herzog Georg und den Kurfürsten von Sachsen und Mainz; die Herzogin vertraut ihrem Bruder, daß er sie nicht verlassen wird, wenn alle anderen sie verlassen. - Der Landgraf bittet einen Ungenannten, ihn in seiner Vermittlung zwischen Herzog Wilhelm von Bayern und Herzog Ulrich von Württemberg zu unterstützen
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