Vollständige Signatur

LWV-Archiv, N 16

Bestand


Identifikation (kurz)


Titel Titel
Roth, Hans (1912-1998): Nachlass
Laufzeit Laufzeit
1927-1994

Siehe


Korrespondierende Archivalien Korrespondierende Archivalien
Bundesarchiv: Signatur R 9361-III/167785
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden: HHStAW Bestand 520/38 Nr. 9992 (Spruchkammerverfahren)
LWV-Archiv, P 13, Nr. 136 (Personalakte aus dem Landeshospital Haina)
LWV-Archiv, P 100-11, Nr. 1483 (Personalakte aus der Hauptverwaltung Kassel)

Bestandsdaten


Bestandsgeschichte Bestandsgeschichte
Die Unterlagen aus dem Besitz Hans Roths wurden dem LWV-Archiv 2024 von dessen Enkel Carsten Roth übergeben.
Geschichte des Bestandsbildners Geschichte des Bestandsbildners
Karl Johann "Hans" Roth wurde am 11.11.1912 in Wiesbaden geboren. Nach Besuch der Volksschule folgte eine Malerausbildung in Wiesbaden, die im November 1930 mit der Gesellenprüfung erfolgreich abgeschlossen wurde. 1931 bis 1936 war er beim Malermeister Breidert ebenda angestellt. Er war persönlich bekannt mit dem Landeshauptmann des Bezirksverbandes Hessen Wilhelm Traupel, da seine Verlobte Erna Jakobaschk in dessen Haushalt angestellt war. Auch mit Traupels Adjutanten, dem Landesrat Fritz Bernotat, war Hans Roth persönlich bekannt. Am 02.12.1936 begann er als Lernpfleger in der Landesheilanstalt Haina zu arbeiten. Aufgrund guter Leistungen und seiner erfolgreichen Teilnahme beim Reichsberufswettkampf 1937 wurde seine Lehrzeit um ein Jahr verkürzt, so dass er bereits ab Dezember 1938 am selben Ort als Hilfspfleger geführt wird. Vom Oktober 1934 bis März 1935 leistete er freiwilligen Arbeitsdienst. Im Oktober 1935 wurde er Mitglied der Schutzstaffel (SS). Die SS hatte Einwände gegen die Hochzeit mit seiner Verlobten Erna Jakobaschk, da sie “zu dick” für die Frau eines SS-Angehörigen sei. Als er weiterhin zu ihr stand, wurde er aus der SS ausgeschlossen. Sie heirateten am 21.01.1939. Am 01.05.1937 trat Roth in die NSDAP ein und verließ die Partei am 02.05.1941. Von 1941 bis 1945 gehörte er der Wehrmacht an, wo er als Sanitäter eingesetzt war und 1941 verwundet wurde. Während des Krieges war er u.a. in Finnland, Rumänien und Polen als Sanitätssoldat eingesetzt. Im August 1945 wurde er aufgrund seiner zeitweiligen SS-Mitgliedschaft aus der Landesheilanstalt entlassen. Daraufhin arbeitete er wieder als Maler, machte 1952 die Meisterprüfung und eröffnete einen eigenen Betrieb.
Hans Roth starb am 01.01.1998 in Wiesbaden, seine Frau Erna ein halbes Jahr später. Der gemeinsame Sohn Hans-Dieter setzte sich zusammen mit seiner Frau ab den 1980er Jahren über den Verein JNF-KKL (Jüdischer Nationalfonds) für den Staat Israel ein.
Enthält u.a. Enthält u.a.
ein Foto von Wilhelm Traupel mit Fritz Bernotat
Findmittel Findmittel
Arcinsys-Datenbank

Weitere Angaben (Bestand)


Umfang Umfang
8 Mappen, vollständig erschlossen
Bearbeiter Bearbeiter
Johannes Christof, 2024