7/40
Vollständige Signatur
StadtA GI, 7/40
Bestand
Identifikation (kurz)
Titel
Titel
Projektgruppe Margaretenhütte e.V.
Laufzeit
Laufzeit
1974 - 2019
Bestandsdaten
Bestandsgeschichte
Bestandsgeschichte
Die Unterlagen des Bestandes wurden 2021 als Schenkung der Projektgruppe Margaretenhütte e.V. übernommen und im November 2023 verzeichnet.
Geschichte des Bestandsbildners
Geschichte des Bestandsbildners
Die Siedlung Margaretenhütte zwischen der Lahn und dem Güterbahnhof wurde 1926 als Maßnahme zur Behebung der Wohnungsnot in Gießen errichtet. Sie bestand zunächst aus 20 ausrangierten Eisenbahnwagen, die zu einfachen Behausungen umgebaut wurden. In der Nachkriegszeit wurden die Waggons durch neue Schlichtbauten ersetzt. Die Siedlung blieb durch ihre Lage zwischen Industriegebiet, Umgehungsstraße, Mülldeponie und Kläranlage isoliert und galt als sozialer Brennpunkt. 1969 fand sich eine erste Initiative aus Bewohnerinnen und Studierenden zusammen, die durch eine Hausaufgabenhilfe und Spielangebote die Bildungschancen der Kinder in der Siedlung verbessern wollten. Anfang der 1970er Jahre begann die Projektgruppe, zunehmend auch die prekären Wohnverhältnisse in den Blick zu nehmen, und es wurde ein Mieterrat und eine Ortsteilgruppe der „Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken“ geschaffen. 1973 gründete die Initiative den Verein „Projektgruppe Margaretenhütte e.V.“, womit eine schrittweise Ausweitung und Professionalisierung ihrer „bewohnerorientierten Gemeinwesenarbeit“ einsetzte.
Der Bestand der „Projektgruppe Margaretenhütte e.V.“ umfasst eine umfangreiche Pressesammlung (1974-1998), die auch zahlreiche Pressemitteilungen, Ankündigungen, offene Briefe und Broschüren beinhaltet. Zwei Aktenbände dokumentieren Verhandlungen mit der Stadt Gießen über die Trägerschaft der Sozialarbeit in der Margaretenhütte (1980-1986). Der Bestand enthält außerdem Jahresberichte der „Projektgruppe Margaretenhütte e.V.“ (1979-2003) und einige weitere Druckschriften zu Obdachlosigkeit und der Sanierung sozialer Brennpunkte in Gießen. Die Jahresberichte von 2003 bis 2019 liegen in digitaler Form vor.
Der Bestand der „Projektgruppe Margaretenhütte e.V.“ umfasst eine umfangreiche Pressesammlung (1974-1998), die auch zahlreiche Pressemitteilungen, Ankündigungen, offene Briefe und Broschüren beinhaltet. Zwei Aktenbände dokumentieren Verhandlungen mit der Stadt Gießen über die Trägerschaft der Sozialarbeit in der Margaretenhütte (1980-1986). Der Bestand enthält außerdem Jahresberichte der „Projektgruppe Margaretenhütte e.V.“ (1979-2003) und einige weitere Druckschriften zu Obdachlosigkeit und der Sanierung sozialer Brennpunkte in Gießen. Die Jahresberichte von 2003 bis 2019 liegen in digitaler Form vor.
Literatur
Literatur
Hans Günther Lerch: „Tschü löwi…“. Das Manische in Gießen. Die Geheimsprache einer gesellschaftlichen Randgruppe, ihre Geschichte und ihre soziologischen Hintergründe, Gießen 1992, S. 81-86.
Projektgruppe Margaretenhütte e.V.: Die Siedlung am Rande der Stadt: Margaretenhütte Gießen, Gießen 1985.
Lothar Schüler: Geschichte der Sanierung der Wohnungen in den Gießener Stadtgebieten Eulenkopf, Gummiinsel und Margaretenhütte. Entwicklung der sozialen Brennpunkte in Gießen, in: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 91 (2006), S. 339-370.
Projektgruppe Margaretenhütte e.V.: Die Siedlung am Rande der Stadt: Margaretenhütte Gießen, Gießen 1985.
Lothar Schüler: Geschichte der Sanierung der Wohnungen in den Gießener Stadtgebieten Eulenkopf, Gummiinsel und Margaretenhütte. Entwicklung der sozialen Brennpunkte in Gießen, in: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 91 (2006), S. 339-370.
Weitere Angaben (Bestand)
Bearbeiter
Bearbeiter
Dr. Lisa Eiling