HStAM Bestand Kat. I

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Kataster der landgräflichen und kurhessischen Zeit

Laufzeit

überwiegend 18.-19. Jhdt. [(1475)-1700-1866(-1891]

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Bestand 49 a Steuerkollegium
Bestand 49 d Steuerrektifikationskommission

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

9.10.1699
Errichtung einer ständigen kontrollierenden Steuerstube in Kassel

1. Rektifikationsperiode (1735-1797):

15.4.1736 (vgl. Ältere Sammlung fürstlich Hessischer Landesordnungen und Ausschreiben IV, S. 365)
Errichtung einer Kommission zur Generalrektifikation des landschaftlichen Steuerstocks. Sie hatte die Aufgabe, alle steuerbaren Objekte in "besondere Tabellen" zu bringen. Vorher mussten aber die herrschaftlichen Beamten und adeligen Gerichtsverweser nach vorgeschriebenem Formular Aufzeichnungen über alle "in Stadt und Amt befindlichen mit bürgerlichen oder Bauern-Güthern angesessenen Untertanen, Vermögen, Einkommen und Abgiften" anfertigen und einreichen (vgl. die Steuertballen von 1737).

bis 1750
Publizierung der Steuerstöcke von11 Städten und 351 Dörfern

1750-1764
Stillstand der Rektifikation druch ein Verbot weiterer Katasterpublikationen vom 13.9.1750, dann durch den 7-jährigen Krieg

seit 1760
Steuerkollegium statt Steurstube

ab 1764
Fortsetzung der landschaftlichen Steuerrektifikation undn Publikation weitere Kataster von 18 Städten und 359 Dörfern, sodass damals nur noch (außer Katzenelnbogen und Schaumburg) 15 Städte und 156 Dörfer übrig waren (Bericht des Steuerkollegiums vom 24.12.1778, s.Best. 5 Nr. 3405 Bd. IV).

1791
Auflösung der Generalrektifikationskommission

1807-1833
Katastrierung der ehemals mainzischen Gebietsteile (Fritzlar, Amöneburg, Naumburg, Neustadt)

2. Rektifikationsperiode (seit 1830):
Zunächst war nur eine Ergänzung des Katasters vorgesehen, die dann aber in einen Neuvermessung des gesamten Kurfürstentum mündete (bis 1847: 140 Gemarkungen; 1866: 9/10 des Gesamtgebietes).

Enthältu.a.

Verzeichnisse der steuerbaren Gegenstände, v.a. der liegenden Güter; die Gesamtheit der Register bildete in Hessen-Kassel den "Steuerstock" (später Catastrum" genannt), der sich in einen ritterschaftlichen und einen landschaftlichen Steuerstock teilte.

Folgende Exemplar wurde angefertigt:
1. Originalkataster: bei der Steuerstube/dem Steuerkollegioum in Kassel aufbewahrt
2. Duplikatkataster: in den Landgemeinden bei den landgräflich (Renterei-)Beamten/ ab 1821 bei den Steuerkommissaren/Steuerinspektionen (in den Städten beimMagistrat)
3. Triplikatkataster: auf Verlangen und Kosten der Gemeinden angefertigtes Exemplar, bei den Greben und Vorstehenr der Gemeinden aufbewahrt.

Das für die Eintragung von Veränderungen maßgebliche Exemplar war das Duplikatkataster bei den Steuerinspektionen. Das Originalkataster wurde beim Steuerkollegium in Kassel durch regelmäßige Berichte, später durch Übersendung der Ab- und Zuschreibeprotokolle konkordant gehalten.

Literatur

Wenz-Haubfleisch, Annegret: ' ... damit die Landes-Bürden hinfüro mit gleichen Schultern getragen werden'. Ziele und Durchführung der Rektifikation des landgräflichen Steuerstocks in der Landgrafschaft Hessen-Kassel im 18. Jahrhundert, in: Hess. Jahrbuch für Landesgeschichte, Band 39, 1989

Findmittel

Arcinsys-Datenbank (Retrokonversion des Findbuches nach HADIS, 2003)

Maschinenschr. Findbuch, 2001

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

882,00 MM

Referent

Frau Dietzsch-Uhde

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen

Letzte Aktualisierung: 10.10.2016