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HHStAW Fonds 40 No U 570

Description

Identification (charter)

Short regestum

Im Jahre 1391, 'indictione quartadecima, pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini nostri, domini Bonifacii divina providencia pape noni anno suo secundo, prima die mensis Septembris, hora nonarum vel quasi' macht Heinrich genannt Rode, Vikar der 2. Messe am Altar der glorreichen Jungfrau Maria im St. Georgenstift zu Limburg, vor Notar und Zeugen, die unten genannt sind, sein Testament. Er vermacht Herrn Johannes genannt Kirchling seine Kurie ('curtem habitacionis sue') auf Lebenszeit gegen einen jährlichen Zins von 2 Mark Limburger Währung an die allgemeinen Präsenzen des Limburger Stifts. Nach dessen Tod soll die Kurie ganz der Präsenz zur Nutzung zufallen. Ferner vermacht er jenem Johannes Kirchling auf Lebenszeit seine Güter in Velden ('Vele') und seinen Weingarten in dem 'Hammen' an dem 'Gyrsnacken', die nach dessen Tod der Vikarei der 2. Messe jenes Marienaltars zufallen sollen. Zu den allgemeinen Präsenzen und Chorausteilungen des Limburger Stifts vermacht er: seinen Weingarten genannt 'der Steynenhuß' jenseits der Brücke. Dessen Herbstertrag soll verkauft und der Erlös daraus den 2 Mark Gülte aus seiner Kurie und aus den nachfolgenden Gütern hinzugefügt werden. Der Betrag soll durch das gesamte Jahr, soweit die Summe reicht, für die Präsenzen an allen Samstagen, sooft Maria besungen wird ('tociens quociens celebrabitur et cantabitur de domina nostra'), verteilt werden. Den allgemeinen Präsenzen vermacht er ferner: 24 Schilling Gülte Grundzins ('sunt census proprietatis'), die Johannes von Villmar, der Metzger, von seinem Haus gibt und mit 20 Gulden zurückgekauft werden können; 34 Schilling und 6 Schilling Gülte Grundzins vom Hause des Werner und des Rorich von Dietkirchen am Fischmarkt ('in foro piscatorum'); 7 Schilling vom Hause Ludwigs, Sohns des Simon, des Böttchers ('doleatoris'), bei der unteren Diezer Pforte; 1/2 Mark, die Johannes Rodermont von seinem Haus in der Milchgasse gibt; 2 Schilling, die Guda von Brechen von ihrem Haus hinter der Mauer beim Haus der Vikarei der 10000 Märtyrer im Stift Limburg gibt; 14 Pfennig Grundzins, die Johannes von Elz ('Else') vor der Diezer Pforte von seinem Garten gibt; 28 Pfennig von Steynharts Garten; 8 Achtel Korn, die Petrus von Nauheim, wohnhaft zu Niederbrechen gibt und für 20 Gulden wiederkäuflich sind; 8 Achtel Korn, die jemand in Camberg ('Kayn-') gibt und die für 20 Gulden wiederkäuflich sind. Auch bekundet er, daß Herr Johannes Wynechin, Kantor des Limburger Stifts, der Lampe, die vor jenem Marienaltar hängt, 1 Malter Korngülte zu geben hat, die mit 15 Gulden zurückzukaufen ist, die wieder zur Beleuchtung der Lampe verwandt werden sollen. - In der Stadt ('opido') Limburg im Wohnhaus des Testators vor den Herren Johannes Wynechin, Kantor, Petrus von Dehrn ('Derna') und Nikolaus genannt Hane, Vikaren des Limburger Stifts. - Heilmann genannt Graels von Driedorf, wohnhaft in Limburg, verheirateter Kleriker Trierer Diözese, kaiserlicher Notar, bekundet seine Anwesenheit, die Niederschrift auf Verlangen des Testators und die Beifügung seines Zeichens.

Dating

Limburg, 1391 September 1

Original dating

Acta et gesta sunt hec anno, indictione, pontificatu, die, mense, hora quibus superius

Notes (charter)

Formal description

Ausfertigung, Pergament mit dem Signet des Notars. - Rückvermerk (um 1400): 'Testamentum domini Henrici Pellificis'

Information / Notes

Additional information

Struck, Chorherrenstift St. Georg Limburg, Nr. 732

Representations

Type Name Access Info
Original Urkunde