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HHStAW Fonds 20 No U 41 b

Description

Identification (charter)

Short regestum

Konrad von Allendorf ('Aldin-'), Kanoniker im Stift Diez und Pfarrer zu St. Petersberg, stiftet - da nichts sicherer als der Tod und nichts unsicherer als die Zeit des Todes ist - gesunden Leibes zu seinem Seelenheil und dem seiner Vorfahren ('vor alle miner alderin') und aller derjenigen, denen es billig zustatten kommen soll, einen Altar und eine ewige Messe im Stift Diez zu Ehren der heiligen Apostel St. Petrus und St. Paulus und der heiligen Jungfrau St. Petronella und bewidmet ihn mit folgendem Eigengut: seinem Gut zu 'Kaldinbach', das er von Heynmann von Montabaur kaufte und das ihm jährlich 11 Malter Korn Diezer Maß zwischen dem 15. August und 8. September, lieferbar nach Diez, zinst und das außerdem 4 Gänse und 2 Hühner am 11. November, 1 Schilling Pfennig zu Anerkenntnis ('wisuonge') und ein Fastnachtshuhn gibt; 4 Morgen eigenen Landes, die er zu 'Kaldinbach' besonders gekauft hat; 2 Morgen eigenen Weingartens zu Hahnstätten ('Hoynstaden') sowie einem Huhn und einer Gans, die Wolfram Sottinbecher von einem Weingarten bei diesen 2 Morgen zu Hahnstätten gibt; 12 Mark bar, womit man den Altar mit einem Haus und anderem Gut, das ewig bei dem Altar bleiben soll, bessern soll. Auch hat seine + Schwester Liese, Frau des Herrn Markolf Rödel, mit dessen Rat und Einwilligung den Altar mit 2 Malter Korngülte gebessert, die von dem Hof zu Heringen ('Hei-') fallen. Der Inhaber des Altars soll für die Schwester des Ausstellers, deren vorgenannten zweiten Mann und deren ersten Mann, Herrn Hermann, fleißig beten. Der Aussteller behält sich die Vergebung ('di gift') des Altars auf Lebenszeit vor. Nach seinem Tode soll der Kantor ('sengir') des Stifts den Altar binnen drei Tagen vergeben. Ist kein Kantor vorhanden, so soll dies dem nach seinem Eintritt ins Kapitel ältesten Kanoniker, der zu Diez ansässig ist, zustehen. Traten aber zwei zugleich ins Kapitel ('in den cappittel'), so soll der an Jahren älteste den Altar verleihen. Vergibt einer den Altar zu Unrecht, so sollen Dekan und Kapitel ihn rechtmäßig verleihen. - Siegel des Ausstellers und seines vorgenannten Schwagers Markolf Rödel ('Ruodele').

Dating

1336 Januar 13

Original dating

Geg. 1336, an deme eychzinden dage

Notes (charter)

Formal description

Ausfertigung, Pergament W 20,41 mit zwei versehrten Siegeln: I. Spitzoval; 2,2 : 3,6 cm, im Siegelfeld oben Maria wachsend mit dem Jesukind auf dem linken Arm, darunter in einem Torbogen eine männliche Gestalt betend, auf einem Schild (unkenntlich) kniend, Umschrift: 'S(IGILLVM) CON(...)CI DE ALDENDRO(.)'. 2. Versehrt, Durchmesser 3 cm, im Siegelfeld ein Dreiecksschild mit zwei herschauenden schreitenden Löwen, Umschrift: 'S(IGILLVM) MA(..)OLF(..) RODLE'. - Kopie, Papier (15. Jh.) W 20,41a mit dem Zusatz (und ähnlichem Rückvermerk) gleicher Hand: 'Hec est copia fundacionis altaris sancte Petronelle'. - Kopie, Papier (15. Jh.) W 20,41b. - - Kopie, Papier (18. Jh., von Kopie) W 20, Kopiar III

Information / Notes

Additional information

Struck, Chorherrenstift Diez, Nr. 377

Representations

Type Name Access Info
Original Urkunde
Sicherungsfilm konvertierter Rollfilm (1993)