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HHStAW Fonds 40 No U 580

Description

Identification (charter)

Short regestum

Johann Hartlieb von Nauheim, Vikar im Stift Limburg, verkauft dem Dekan, Kapitel und den Vikaren desselben Stifts zur Präsenz für eine Geldsumme, die diese ihm bezahlt haben, 4 Malter ewiger Korngülte Limburger Maß, die er mit Halm und Mund, wie zu Limburg rechtsüblich, aufgetragen hat, und die er auf folgende Güter, die er zu Unterpfand setzt, anweist: auf 1 Stück Weingarten, das am 11. November 6 Pfennig der Herrschaft von Limburg zinst, an dem Hamme zwischen den Weingärten des Henne Lyne und des Dile Pletsch gelegen; auf 1 Stück Weingarten, das auch der Herrschaft von Limburg 6 Heller am 11. November zinst, zwischen dem Spital und dem Berg der Stiftsherren ('der herren'); auf 8 Schilling Pfennig Grundzins ('eygentoms'), fällig am heiligen Pfingsttag, von dem Hause, das Else 'Doitschaffez' bewohnt; auf 8 Schilling Gülte Grundzins, auch zu Pfingsten fällig, von Emmerich Scherers Haus am Schuhmarkt. Er verspricht, die Gülte jährlich zwischen dem 15. August und 8. September dürr und gut nach Limburg auf das vom Stift oder dessen Präsenzmeister angewiesene Haus auf eigene Kosten und Gefahr zu liefern. Andernfalls soll das Stift oder dessen Präsenzmeister dem Schultheißen zu Limburg 7 Pfennig auf das Unterpfand geben und dieser die rückständige Gülte und den Schaden, als ob dies ausgeklagt sei, wie zu Limburg rechtsüblich, an dem Gut pfänden. Der Aussteller gelobt, Jahr und Tag, wie in Limburg rechtsüblich, gute Währschaft zu tun. Sein Bruder Hartlieb von Nauheim und dessen Frau 'Gutechin' erklären ihre Zustimmung zu dem Vertrag. - Siegel des Heinrich 'Wieße' und Cune Schultheiß, Schöffen zu Limburg.

Dating

1392 September 18

Original dating

D. 1392, feria quarta post festum exaltacionis sancte crucis

Notes (charter)

Formal description

Ausfertigung, Pergament in moderner Zeit rückseitig mit Papier ausgebessert, mit zwei Siegeln: 2. Durchmesser 1,7 cm, im Siegelfeld ein Dreiecksschild mit zwei gekreuzten gestürzten Schwertern, oben zwischen ihnen ein unkenntliches Beizeichen, Umschrift: '(s(igillum) c)ono scholtis'. - Rückvermerk (1. Hälfte 15. Jh.): 'Hec est littera domini Johannis Hartlieb de Nuoheim et constat 72 fl.'

Information / Notes

Additional information

Struck, Chorherrenstift St. Georg Limburg, Nr. 742

Representations

Type Name Access Info
Original Urkunde