Print

HHStAW Fonds 40 No U 615

Description

Identification (charter)

Short regestum

Johann 'Huonno', Vikar im St. Georgenstift zu Limburg, verkauft dem Dekan, Kapitel und den Vikaren desselben Stifts zur Präsenz für 30 schwere Gulden von gutem Gold, die diese ihm bezahlt haben, 17 1/2 Schilling ewigen Grundzinses, die er mit Halm und Mund, wie es in den Gerichten, wo die Güter liegen, rechtsüblich ist, aufgetragen hat, nämlich: 7 Schilling, fällig am 23. April ('uff sente Georgen dag'), von einem Garten zu Kreuch ('Creuche'), der nicht Hofgut ist und den Hermann Maxeyne innehat, neben 'Elen Eckarts' und auf Brußels Garten stoßend; 4 1/2 Schilling, fällig zu Weihnachten, von einem Weingarten, den Hartmann von Tiefenbach ('Dyff-'), Eidam der Wyrichschen, innehat, jenseits der Lahn 'under dem Wacker' neben Wynrich, dem Eidam des Heincze von 'Anre', gelegen; 3 Schilling, fällig am 24. August ('uff sente Bartholomeus dag des heilgen apposteln'), und 1/2 Huhn, fällig am 11. November, von einem Weingarten, den der vorgenannte Hartmann inne hat, jenseits der Lahn zwischen Henne von Kreuch und Contze Mechtolt; 3 Schilling, fällig am 24. August, und 1/2 Huhn am 11. November von einem Weingarten, den Contze Mechtolt innehat und der ein abgeteiltes Stück ('eyn gedeylcz') des oben genannten Weingartens ist, den Hartmann bebaut, neben Dyle Sester von Kreuch. Zur Sicherheit für die Gülte setzt er dem Stift als Unterpfand: 17 Tournosen ewigen Zinses, nämlich 12 Tournosen, fällig am 24. Juni, und 5 Tournosen, fällig zu Weihnachten, von Peters Haus am Markt unten an Pachthemers Haus. Jener Grundzins und die zu Unterpfand gesetzte Gülte sind dem Aussteller aus väterlichem Erbe angestorben und sonst mit keiner Schuld belastet. Würde sich das Gegenteil erweisen oder jener Garten zu Kreuch, von dem die 7 Schilling fallen, doch Hofgut sein, so sollen seine übrigen Güter zum Unterpfand dienen. Bei Leistungsverzug soll der Kämmerer des Stifts den Schultheißen dort, wo die Güter liegen, ihr Gerichtsgeld geben und durch diese dann den Rückstand und etwaigen Schaden, den das Stift hat, von der Gülte und dem Unterpfand pfänden. Das Stift räumt ihm das Recht ein, die Gülte jährlich vor dem 22. Februar ('vor sente Peters dag ad cathedram') mit 30 Gulden zurückzukaufen. - Siegel des Ausstellers sowie des 'Rulchin' Hunne des Alten und 'Rulchin' zu Schönecke, Schöffen zu Limburg und Kreuch, die bekunden, daß jener Garten zu Kreuch, den Hermann Maxeyne inne hat, kein Hofgut ist und niemals zu Hofgut gehört hat, wie ihnen auch von den ältesten Schöffen überliefert ist.

Dating

1400 Februar 23

Original dating

D. 1399 secundum stilum curie Treverensis, in crastino beati Petri ad cathedra

Notes (charter)

Formal description

Ausfertigung, Pergament. Von den drei Siegeln das 1. (des Ausstellers) ab. - Rückvermerk (Anfang 15. Jh.): 'Littera domini Johannis Honnen de 17 1/2 s. den.'

Information / Notes

Additional information

Struck, Chorherrenstift St. Georg Limburg, Nr. 794

Representations

Type Name Access Info
Original Urkunde