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UniA GI Fonds Dep. Liebig-Gesellschaft No 96

Description

Identification (charter)

Short regestum

Justus Liebig an Karl Thiersch, München, 15.06.1867

Dating

15.06.1867

Notes (charter)

(Long) regestum

L. war mit seiner Frau acht Tage in Reichenhall; Oldenburg war bei ihm und berichtete von Karls Wohnung in Leipzig (klein, eng, aber hübsch); L. möchte Karls Eindrücke von Leipzig erfahren, er möchte auch wissen, in welchen Kreisen Karl verkehrt; Vorträge mach in Leipzig vermutlich mehr Mühe als in Erlangen; Für die Krebsversuche schlägt L., statt metalischer Stoffe und Pepsin, stark verdünnte Blausäure vor;L. ist durch Versuch von Schrötein [evt. Schrötter] darauf gekommen; Dieser hatte Fleisch mit Blausäure konserviert, L. vollzog diese Experimente erfolgreich nach; Die Frage ist ob "die Umbildung der Säfte" oder die Krebszellenbildung durch Blausäure unterdrückt werden kann - "Du weißt, daß theoretische Betrachtungen in solchen Dingen nicht maßgebend sind und daß das Probieren über das Verstehen hinausreicht."; L. meint, Blausäure sei ungefährlich, er selbst habe sie bei Zahnschmerz äußerlich angewendet; Vorheriger Tierversuch aber nötig. An Nanny: Dem Millionär Brockhaus für seine Norwegenreise Fleischextrakt zu schenken, war Verschwendung, "zum Probiren kannst du jedem geben denn das heißt Propaganda machen,..." aber nicht als Reiseproviant; L. hofft, daß das Bett der Pleiße [Fluß in Leipzig] gereinigt wurde, damit sie nicht mehr unter dem Gestank leidet; L. fürchtet solche Einflüsse besonders wegen der Kinder; Kinder oft in die frische Luft schicken.

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