32061/1-53

Identifier

HHStAW, 461, 32061/1-53

Item series


Identification (short)


Title Title
Wahlmann, Adolf u.a. (Hadamar-Prozess) [IN BEARBEITUNG]
Life span Life span
(1939-1945), 1945-1948, (1948-1972)

Provenance


Organisation number and file reference Organisation number and file reference
4a KLs 7/47 (LG Frankfurt am Main)
4a Js 3/46 (StA Frankfurt am Main)
3 Js 1079/45 (StA Limburg an der Lahn)
3 Js 1384/46 (StA Limburg an der Lahn)
5 Gs 25/46 (AG Limburg an der Lahn)
94 Gs 288/46 (AG Frankfurt am Main)
4 Gs 35/46 (AG Herborn)
94 Gs 306/46 (AG Frankfurt am Main)
94 Gs 246/46 (AG Frankfurt am Main)
4a Js 25/46 (StA Frankfurt am Main)
4a Js 30/46 (StA Frankfurt am Main)
4a Js 31/46 (StA Frankfurt am Main)
Ss 160/48 (OLG Frankfurt am Main)
4a/4 KLs 7/47 (LG Frankfurt am Main)
4 KLs 7/47 (LG Frankfurt am Main)
4 KLs 1/47 (LG Frankfurt am Main)
Ss 188/48 (OLG Frankfurt am Main)
4 KLs 9/47 (LG Frankfurt am Main)
4a Js 25/46 (StA Frankfurt am Main)
Ws 54/46 (OLG Frankfurt am Main)
(Previous) provenances (Previous) provenances
LG Frankfurt am Main (4a KLs 7/47)

Notes


Includes Includes
Vorwurf/Delikt: Mord, Beihilfe zum Mord, Anstiftung zum Mord
Verfahrensart: NSG-Verfahren
Verfahrensangaben:
In dem Komplex Hadamar werden nach dem Urteil vom 15.10.1945 im Wiesbadener Prozess vor dem Militärgericht zwei neue Verfahren eröffnet. Eines von der StA Frankfurt am Main in der Sache 4a Js 3/46 und ein weiteres durch die StA Limburg an der Lahn in der Sache 3 Js 1384/46.
Am 15.02.1946 wird das Verfahren 3 Js 1079/45 der StA Limburg an der Lahn gegen Margarete Hermine Borkowski wegen Mordes zuständigkeitshalber durch die StA Frankfurt übernommen und mit diesen Ermittlungen verbunden.
Die Ermittlungen 4a Js 1/46, 4/46, 5/46, 6/46, 9/46, 10/46, 14/46, 15/46, und 16/46 werden mit diesem Verfahren am 25.02.1946 verbunden und weiterhin als Sonderheft geführt (vgl. Bd. 20).
Die Ermittlung 4a Js 23/46 gegen Agnes Schrankel wird am 03.06.1946 mit diesem Verfahren verbunden.
Erstellung der Anklageschrift in diesem Verfahren vom 02.08.1946. Sowie Einstellungsvermerk der Ermittlungen gegen die Beschuldigten Scheurer, Bielatzek, Meurer, Margarete Biemer, Otto Matzat, Lina Flohr und August Simon vom 03.08.1946.
In der Beschwerdesache Ws 54/46 beschließt das OLG Frankfurt am Main am 28.11.1946, dass die Ermittlungen 4a Js 13/46 der StA Frankfurt am Main gegen Adolf Wahlmann u.a., 4a Js 3/46 gegen Scheurer u.a. der StA Frankfurt am Main und 3 Js 1384/46 der StA Limburg an der Lahn zum Zweck der einheitlichen Verhandlung und Entscheidung am LG Frankfurt am Main miteinander verbunden werden. Dieser Entscheidung ist ab dem 26.10.1946 eine intensive Debatte über die Zuständigkeit in dieser Sache zwischen den beiden Staatsanwaltschaften vorangegangen (vgl. Bd. 4).
Das Strafverfahren 4 KLs 17/46 vom LG Frankfurt am Main gegen Erich Moos u.a. wurde am 01.01.1947 zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung mit diesem Verfahren verbunden.
Das Strafverfahren 4 KLs 9/47 (zuvor 4a Js 25/46) der StA Frankfurt am Main gegen Hans Bodo Gorgaß wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt (nach 20.02.1947) mit dieser Sache verbunden.
Nach 13 Verhandlungstagen zwischen dem 24.02. und 21.03.1947 werden in dem Urteil vom 21.03.1947 vom LG Frankfurt am Main in der Strafsache 4a KLs 7/47 die meisten Anklagten verurteilt. Folgende 14 Angeklagte werden freigesprochen: Paul Hild, Isabella Weimer gen Woppmann, Fritz Schirwing, Hubert Gomerski, Maximilian Lindner, Judith Thomas geb. Siegert, Paula Siegert, Johanna Schrettinger geb. Minor, Hildegard Rützel, Elfriede Häfner, Elisabeth Utry, Ingeborg Seidel geb. Wachsenfeld, Margot Schmidt, Lina Gerst geb. Striebel. Gegen die gerichtliche Entscheidung wurde von verschiedenen Strafverteidigern Revision eingelegt.
Die Verfahren 4a Js 25/46, 4a Js 30/46, 4a Js 31/46 der StA Frankfurt am Main werden im April 1948 mit dieser Sache verbunden.
Das Strafverfahren 4 Ks 1/47 gegen Kneissler u.a. ist durch Beschluss des OLG vom 31.07.1948 mit diesem Verfahren zur gleichzeitigen Verhandlung und Entscheidung verbunden worden; das verbundene Verfahren trägt das Aktenzeichen 4 KLs 7/47.
Das Urteil gegen die vierzehn Angeklagten in der Revision Ss 188/48 gegen das Urteil vom 21.03.1947 in der Sache 4 Ks 1/47 (zuvor 4a Js 2/47) gegen Kneissler u.a. und die Revision Ss 160/48 gegen das Urteil vom 28.01.1948 in der Sache 4 KLs 7/47 (zuvor 4a Js 3/46) gegen Wahlmann u.a. wurde am 20.10.1948 gemeinsam entschieden. Die Revision sämtlicher Angeklagten wurden verworfen und die Qualifikation der Delikte wurden geändert.
Bd. 1-10: Hauptakten;
Bd. 11: Schriftverkehr in der Strafsache Adolf Wahlmann u.a.;
Bd. 12-13: Handakten;
Bd. 14-15: Berichtshefte;
Bd. 16: Blattsammlung;
Bd. 17: Verlegungen aus der Heilanstalt Herborn im Jahr 1941;
Bd. 18: Privatakte erstellt von Wilhelm Schramm über Hedwig Schramm;
Bd. 19: Originalakte der Familie zu Josef Günther Heun;
Bd. 20: Sammlung verbundener Verfahren;
Bd. 21: Ermittlungen der Kriminalpolizei Frankfurt am Main gegen Ernst Kretschmer u.a.;
Bd. 22: Ermittlungen in der Sache 4a 3/46 bezüglich einschlägige Standesämter und Kirche im Komplex Hadamar (Sonderband);
Bd. 23: Urteilsammlung;
Bd. 24-37: Vollstreckungshefte;
Bd. 38-40: Gnadenhefte;
Bd. 41: Strafprozessakte 4 KLs 9/47 der StA Frankfurt am Main gegen Hans Bodo Gorgaß;
Bd. 42: Ermittlungsakte 3 Js 90/47 der StA Frankenthal gegen Hans Bodo Gorgaß;
Bd. 43: Personalakte von Hans Bodo Gorgaß aus der Heilerziehungsanstalt Kalmenhof Idstein im Taunus;
Bd. 44: Strafsache 4 KLs 17/46 am LG Frankfurt am Main gegen Erick Moos u.a.;
Bd. 45-49: Strafsache 4 Ks 1/47 vom LG Frankfurt am Main gegen Pauline Kneissler u.a.;
Bd. 50: Urteilsammlung;
Bd. 51: Gnadenheft von Lydia Thomas;
Bd. 52-53: gedruckte Ausfertigung des Urteils im Hadamar-Prozess

Facts of the case


Facts of the case Facts of the case
Ermordung von Patienten der Landesheil- und Pflegeanstalt Hadamar zwischen 1941 bis 1945. Von 1941 bis1942 wurden über 10.000 Personen im sogenannten T4-Programm in Hadamar vergast und verbrannt. Ab August 1942 wurden in Hadamar über 4.000 Menschen in der sogenannten dezentralen Euthanasie durch Einspritzungen getötet. Die Ermittlungen und der Prozess bezogen sich im Allgemeinen auf die Angehörige des Berliner Kommandos der 'Gemeinnützigen Stiftung für Anstaltspflege', die Leitung und das Personal der Anstalt Hadamar.

Information / Notes


Additional information Additional information
verbunden mit 4 Ks 1/47
verbunden mit 4 KLs 9/47
verbunden mit 4 KLs 17/46 (4a Js 30/46)