1165/1-4 und 1167/1-6

Identifier

HStAM, 274 Kassel, 1165/1-4 und 1167/1-6

Item series


Identification (short)


Title Title
Marmon, Franz
Life span Life span
(1938-1944) 1946-1967 (1967-1980)

Provenance


Organisation number and file reference Organisation number and file reference
3a Js 211/50 (Staatsanwaltschaft Kassel)
3a Js 208/50 (Staatsanwaltschaft Kassel)
3a Ks 3/51 (Landgericht Kassel)
3 Ks 19/49 (Landgericht Kassel)
3 StR 489/52 (Bundesgerichtshof)
VI 414/420 AR 167/66 (Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen, Ludwigsburg)
3a Js 144/49 (Staatsanwaltschaft Kassel)
3a Js 202/50 (Staatsanwaltschaft Kassel)
4 AR-Z 269/60 (Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen, Ludwigsburg)
(Previous) provenances (Previous) provenances
Staatsanwaltschaft Kassel (3a Ks 3/51)

Notes


Includes Includes
Vorwurf/Delikt: Mord bzw. Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Verfahrensart: NSG-Verfahren
Verfahrensangaben: Die gegen Franz Marmon geführten Ermittlungsverfahren 3a Js 211/50 der Staatsanwaltschaft Kassel wegen der Erschießungen von 20-30 Häftlingen in Breitnau und 3a Js 208/50 der Staatsanwaltschaft Kassel wegen der Erschießungen auf dem Friedhof in Kassel Wehlheiden wurden noch 1950 verbunden. Im dritten hier verbundenen Verfahren - Aktenzeichen 3 Ks 19/49 des Landgerichts Kassel - wird Marmon wegen seines Befehls, 78 Italiener auf dem Gelände des Bahnhofs Kassel-Wilhelmshöhe zu ermorden, strafverfolgt. Angeklagt am 24.08.1951 (3a Js 211/50 der Staatsanwaltschaft Kassel) wurde Marmon wegen Totschlags begangen in Rechtsfahrlässigkeit am 05.02.1952 vom Schwurgericht Kassel zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt (Schw. 9/91 / 3a Ks 3/51).

Facts of the case


Facts of the case Facts of the case
Marmon wird vorgeworfen, am 29.03.1945 in Kassel und Breitenau einen rechtwidrigen Befehl zur Erschießung von mindestens 7 Gestapohäftlingen aus Breitenau gegeben oder ihn in Kenntnis seiner Rechtswidrigkeit weitergegeben zu haben, für die Erschießung von mindestens 12 Gestapo-Häflingen auf dem Friedhof in Kassel-Wehlheiden am 30.03.1945 verantwortlich zu sein und am 31.06.1945 den Befehl zur Erschießung von 78 Italiener auf dem Gelände des Bahnhofs Kassel-Wilhelmshöhe gegeben zu haben. Schließlich wird ihm vorgeworfen, 1945 bis 1950 Falschbeurkundung begangen zu haben und gefälschte Personalpapier gebraucht zu haben.

Information / Notes


Additional information Additional information
Weiteres NSG-Verfahren3a Js 634/49 (Staatsanwaltschaft Kassel) bzw. 3a KMs 6/50 (Landgericht Kassel) bezüglich Misshandlungen in Breitenau gegen Aßmann u.a., vgl. HStAM Bestand 952/1-3.
Das weitere Verfahren 3a Js 387/47 der Staatsanwaltschaft Kassel in gleicher Sache aber gegen Aßmann u.a. ist nicht überliefert.
Weiteres NSG-Verfahren, in dem die Befehlsstruktur der Kasseler Gestapo eine Rolle spielt: Ermittlungsverfahren 3a Js 144/49 Staatsanwaltschaft Kassel gegen Wiegand u.a. vgl. HStAM Bestand 274 Kassel Nr. 2099-2101 .
Zum Verfahren 2 Ks 3/49 des Landgerichts Gießen gegen Hofmann und Schneider, vgl. HStAD Bestand H 13 Giessen Nr. 529/1-4.
Vgl. Hessisches Landeskriminalamt, V/5, Sonderkommission NSG, Ordner Nummer 662/63.
Vgl. Michael Jäger: Gestapomord in Kassel-Wehlheiden Karfreitag 1945. Kassel 1987.