302/1-52

Identifier

HStAM, 274 Fulda, 302/1-52

Item series


Identification (short)


Title Title
Schemel, Erich Reinhard u.a.
Life span Life span
(1939-1949), 1950-1988

Provenance


Organisation number and file reference Organisation number and file reference
3 Js 800/63 pol. (Staatsanwaltschaft Fulda)
3 Ks 2 /65 pol. (Landgericht Fulda)
6b Js 88/61 (Staatsanwaltschaft Münster)
6 AR-Z 65/61 (Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen, Ludwigsburg)
2 Js 143/50 (Staatsanwaltschaft Lübeck)
2 Js 69/51 (Staatsanwaltschaft Lübeck)
2 KLs 1/53 (Landgericht Lübeck)
2 StR 226/66 (Bundesgerichtshof)
2 StR 456/67 (Bundesgerichtshof)
3 Js 414/65 pol. (Staatsanwaltschaft Fulda)
3 Js 1/67 pol. (Staatsanwaltschaft Fulda)
6b Js 6/61 (Staatsanwaltschaft Münster)
6b Js 69/61 (Staatsanwaltschaft Münster)
2 Js 6/61 (Staatsanwaltschaft Lübeck)
(Previous) provenances (Previous) provenances
Staatsanwaltschaft Fulda (3 Js 800/63 pol.)

Notes


Includes Includes
Vorwurf/Delikt: Mord (Verbrechen gegen die Menschlichkeit)
Verfahrensart: NSG-Verfahren
Verfahrensangaben: Das Verfahren gegen Schemel hatte seinen Ausgangspunkt im 1950 eingeleiteten Ermittlungsverfahren 2 Js 143/50 der Staatsanwaltschaft Lübeck. Über die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen, Ludwigsburg, kam 1961 außerdem das Ermittlungsverfahren 6b Js 88/61 der Staatsanwaltschaft Münster gegen Schemel hinzu. Die Wiederaufnahme des Verfahrens 2 KLs 1/53 Landgericht Lübeck gegen Kersten wird zuständigkeitshalber 1964 von der Staatsanwaltschaft Lübeck an die Staatsanwaltschaft Fulda abgegeben. In dem Verfahren 3 Js 800/63 pol. gab es keine gerichtliche Voruntersuchung.
Ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Schemel wegen weiterer Morde betrieb die Staatsanwaltschaft Fulda unter dem Aktenzeichen 3 Js 414/65 pol. Dieses Verfahren wurde am 07.03.1966 eingestellt (Bände 24-30).
Ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Schemel wegen weiterer Beihilfe zum Morde betrieb die Staatsanwaltschaft Fulda unter dem Aktenzeichen 3 Js 1/67 pol., das am 06.03.1968 vorläufig eingestellt wird (Bände 41-43).

Facts of the case


Facts of the case Facts of the case
Der Beschuldigte Schemel war als SS-Rottenführer zwischen Oktober 1944 und Anfang 1945 Blockführer im Nebenlager Lieberose des Konzentrationslagers Sachsenhausen. In zahlreichen Fällen soll er Häftlinge misshandelt und erschöpfte Häftlinge erschossen haben. Bei der Evakuierung des Lagers Anfang Februar 1945 soll er ebenfalls mehrfach erschöpfte Häftlinge, die nicht mehr weitergehen konnten, erschossen haben.
Wilhelm Kersten, ehemaliger SS-Hauptscharführer, war u.a. 1944 und 1945 Lagerleiter des KZ-Nebenlagers Lieberose. In dieser Funktion hatte er in mindestens 51 Fällen Misshandlungen von KZ-Häftlingen zugelassen oder selbst ausgeführt (Verbrechen gegen die Menschlichkeit), sowie er den Befehl gegeben haben soll, erschöpfte Häftlinge des Evakuierungsmarsches, die nicht mehr weitergehen könnten, zu erschießen.

Information / Notes


Additional information Additional information
Vgl. Ermittlungsverfahren 6b Js 88/61 der Staatsanwaltschaft Münster gegen Schemel, das mangels Täterermittlung eingestellt wurde. Im 1961 wurde dieses Verfahren mit dem Ermittlungsverfahren 3 Js 800/63 der Staatsanwaltschaft Fulda verbunden.
Vgl. Ermittlungsverfahren 2 Js 67/50 der Staatsanwaltschaft Lübeck gegen Schemel, das mangels Täterermittlung eingestellt wurde. Aufgrund von Zeugenaussagen im Ermittlungsverfahren 2 Js 143/50 der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde das Ermittlungsverfahren gegen Schemel unter dem Aktenzeichen 2 Js 69/51 am 06.01.1951 wieder aufgenommen und am 03.02.1951 erneut eingestellt. Erneut unter dem Aktenzeichen 2 Js 6/61 wieder aufgenommen wurde dieses Verfahren im Dezember 1963 mit dem Ermittlungsverfahren 3 Js 800/63 der Staatsanwaltschaft Fulda verbunden.
Ob es sich bei den Aktenzeichen 6b Js 6/61, 6b Js 69/61 und 6b Js 88/61 der Staatsanwaltschaft Münster um mehrere Ermittlungsverfahren handelt oder ob es sich um in den Akten aufscheinende Schreibfehler handelt, konnte nicht abschließend geklärt werden.