KAS
Complete identifier
StadtA WI, KAS
Fonds
Identification (short)
Title
Title
Gemeinde und Ortsverwaltung Kastel
Life span
Life span
1807 - 1963
Fonds data
Custodial history
Custodial history
10 v.d.Z. als Castellum Mattiacorum gegründet; 991 erwähnt
Gemeindearchiv im Stadtarchiv Mainz, dort Best. VOA 2
Abgabe von 1992
Die Zweitschriften der Zivilstandsregister für 1807 bis 1875 wurden per Depositalvertrag am 30.03.2022 an das Stadtarchiv Mainz zur örtlich getrennten Aufbewahrung zu den Erstregistern abgegeben: Best. KAS Nr. 8-26.
Zugänge:
1. 2016/02, 26.08.2016, Abgabe Nach Archivgesetz: Ortsverwaltung Kastel, Kostheim
Gemeindearchiv im Stadtarchiv Mainz, dort Best. VOA 2
Abgabe von 1992
Die Zweitschriften der Zivilstandsregister für 1807 bis 1875 wurden per Depositalvertrag am 30.03.2022 an das Stadtarchiv Mainz zur örtlich getrennten Aufbewahrung zu den Erstregistern abgegeben: Best. KAS Nr. 8-26.
Zugänge:
1. 2016/02, 26.08.2016, Abgabe Nach Archivgesetz: Ortsverwaltung Kastel, Kostheim
History of creator
History of creator
Kastel
10 v. d. Z. als Castellum Mattiacorum gegründet; 991 erwähnt.
1801-1806 nassauisch, dann wieder hessisch.
Die Gemeinde Kastel wurde zum zum 1. April 1908 nach Mainz eingemeindet.
Durch Anordnung der amerikanischen Militärregierung vom 25.7.1945 in den Stadtkreis Wiesbaden eingegliedert.
Die Flur Amöneburg wurde erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts systematisch erschlossen. 1852 siedelte sich die Rheinische Glasfabrik an. Das erste Wohnhaus errichtete Nicolaus Parthenmüller 1858, danach folgten weitere Wohnhäuser für Fabrikarbeiter und einige Landwirte. 1861 verlegten die Gebrüder Heinrich und Eugen Albert ihre Fabrik für Düngemittel auf der Lohmühle bei Mosbach 1857 nach Amöneburg. Paul Hüot eröffnete 1862 eine Eisengießerei in Amöneburg und 1864 gründete Wilhelm Gustav Dyckerhoff mit seinen Söhnen Gustav und Rudolf die Portland-Cement-Fabrik Dyckerhoff & Söhne.
Die in Amöneburg Verstorbenen wurden auf dem Friedhof Kastel beerdigt; die katholische und evangelische Gemeinde waren den jeweiligen Kasteler Kirchensprengeln zugeordnet.
Zwischen Biebrich und Amöneburg verlief die Grenze zwischen dem Herzogtum Nassau bzw. ab 1866 zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen.
Amöneburg stellte nie eine selbständige Gemeinde dar. Als relativ junger Ortsteil von Kastel war es zwar über Biebrich an die Post und die Bahnstation "Kurve" angebunden, die Wasserversorgung dagegen erfolgte ab 1904 über das Wasserwerk Kastel. Die in Amöneburg Verstorbenen wurden auf dem Friedhof Kastel beerdigt; die katholische und evangelische Gemeinde waren den jeweiligen Kasteler Kirchensprengeln zugeordnet. Das Amöneburger Gasrohrnetz war bis 1911 am Biebricher Gaswerk, danach an einem eigenen Gasbehälter mit Verbindung zum Gaswerk Mainz angeschlossen.
Amöneburg:
1861: 144 Einwohner, 1875: 262 Einwohner, 1885: 802 Einwohner,
1900: 1.361 Einwohner, 1905: 1.837 Einwohner, 1950: 2.300.
Seit 25.7.1945 ist für Amöneburg die Verwaltungsstelle bzw. Ortsverwaltung Biebrich (mit Standesamt) zuständig.
Standorte der Ortsverwaltung:
1980-1989:
1009 Mainz-Kastel, In der Witz 26
1010 Mainz-Kostheim, Hauptstraße 137
1991: 1009 Ortsverwaltung Mainz-Kastel/Kostheim, Waldhofstraße 17
1998 erfolgte auch die Angliederung des Standesamtsbezirkes Mainz-Kastel an das Standesamt Mainz-Kostheim zur Verwaltungsstelle mit Sitz in Kostheim: 100900 Ortsverwaltung Kastel / Kostheim, St. Veiter Platz 1, Mainz-Kostheim.
10 v. d. Z. als Castellum Mattiacorum gegründet; 991 erwähnt.
1801-1806 nassauisch, dann wieder hessisch.
Die Gemeinde Kastel wurde zum zum 1. April 1908 nach Mainz eingemeindet.
Durch Anordnung der amerikanischen Militärregierung vom 25.7.1945 in den Stadtkreis Wiesbaden eingegliedert.
Die Flur Amöneburg wurde erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts systematisch erschlossen. 1852 siedelte sich die Rheinische Glasfabrik an. Das erste Wohnhaus errichtete Nicolaus Parthenmüller 1858, danach folgten weitere Wohnhäuser für Fabrikarbeiter und einige Landwirte. 1861 verlegten die Gebrüder Heinrich und Eugen Albert ihre Fabrik für Düngemittel auf der Lohmühle bei Mosbach 1857 nach Amöneburg. Paul Hüot eröffnete 1862 eine Eisengießerei in Amöneburg und 1864 gründete Wilhelm Gustav Dyckerhoff mit seinen Söhnen Gustav und Rudolf die Portland-Cement-Fabrik Dyckerhoff & Söhne.
Die in Amöneburg Verstorbenen wurden auf dem Friedhof Kastel beerdigt; die katholische und evangelische Gemeinde waren den jeweiligen Kasteler Kirchensprengeln zugeordnet.
Zwischen Biebrich und Amöneburg verlief die Grenze zwischen dem Herzogtum Nassau bzw. ab 1866 zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen.
Amöneburg stellte nie eine selbständige Gemeinde dar. Als relativ junger Ortsteil von Kastel war es zwar über Biebrich an die Post und die Bahnstation "Kurve" angebunden, die Wasserversorgung dagegen erfolgte ab 1904 über das Wasserwerk Kastel. Die in Amöneburg Verstorbenen wurden auf dem Friedhof Kastel beerdigt; die katholische und evangelische Gemeinde waren den jeweiligen Kasteler Kirchensprengeln zugeordnet. Das Amöneburger Gasrohrnetz war bis 1911 am Biebricher Gaswerk, danach an einem eigenen Gasbehälter mit Verbindung zum Gaswerk Mainz angeschlossen.
Amöneburg:
1861: 144 Einwohner, 1875: 262 Einwohner, 1885: 802 Einwohner,
1900: 1.361 Einwohner, 1905: 1.837 Einwohner, 1950: 2.300.
Seit 25.7.1945 ist für Amöneburg die Verwaltungsstelle bzw. Ortsverwaltung Biebrich (mit Standesamt) zuständig.
Standorte der Ortsverwaltung:
1980-1989:
1009 Mainz-Kastel, In der Witz 26
1010 Mainz-Kostheim, Hauptstraße 137
1991: 1009 Ortsverwaltung Mainz-Kastel/Kostheim, Waldhofstraße 17
1998 erfolgte auch die Angliederung des Standesamtsbezirkes Mainz-Kastel an das Standesamt Mainz-Kostheim zur Verwaltungsstelle mit Sitz in Kostheim: 100900 Ortsverwaltung Kastel / Kostheim, St. Veiter Platz 1, Mainz-Kostheim.
Literature
Literature
Kraus, Georg: Aus der Geschichte Amöneburgs. Biebrich 1914.
Finding aids
Finding aids
Findbuch von Jochen Dollwet 1998
Datenbankerschließung in Faust/Arcinsys seit 2020
Datenbankerschließung in Faust/Arcinsys seit 2020
Further information (fonds)
Extent
Extent
29 Akten und Amtsbücher 1807-1963
11 lfd.m, davon 10 lfd.m verzeichnet
11 lfd.m, davon 10 lfd.m verzeichnet
Information / Notes
Additional information
Additional information
Gemeinde und Ortsverwaltung Kastel (1908 nach Mainz, 1945 nach Wiesbaden eingemeindet)