AdJb Bestand F 1 Serie ...

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Studienfahrt nach Westfalen und Osnabrück

Laufzeit 

1914

Vermerke

Enthält 

6 Fotografien

Sachverhalt

Sachverhalt 

Ende Juli 1914 begleitete Julius Groß eine studentische Wandergruppe auf ihrer Studienfahrt nach Westfalen und Osnabrück. Mit Beginn eines Studiums blieben Wandervögel vielfach in ihren Heimatgruppierungen aktiv oder aber gründeten an den Universitätsstandorten neue akademische Gruppen. Über diese Betätigungen gelangten gerade in der Frühzeit korpsstudentische Bezeichnungen und Verhaltensmuster in die sich entwickelnde Bewegung. Bezeichnungen wie die Untergliederung der 'Horde' (Gruppe) in 'Wanderburschen' (Führer) und 'Füchse' (Geführte), welche 'gekeilt' (angeworben) werden, zeigen dies deutlich.

Studierende - von den Eltern größtenteils anerkannt, den Jugendlichen altersmäßig noch nahe stehend - galten als geeignete Gruppenführer, wie Hans Lißner 1908 in einem Aufruf an "wanderfrohe deutsche Schüler, deren Eltern und Freunde" bekanntgab: "Die Führer, meist Studenten, sind sämtlich auf vielen Reisen geschulte, gewissenhafte und alterprobte ‚Pachanten'. Sie verstehen die Kunst, ohne alle Schulmeisterlichkeit ihre jungen Wanderfreunde mit denen sie nach Wandervogelsitte sich vertraulich ‚Du' nennen, auf all die Schönheiten und wissenswerten Eigenheiten des bereisten Landes aufmerksam zu machen und das Schulwissen nach der naturwissenschaftlichen, technischen und künstlerischen Seite hin lebendig zu erweitern."

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen 

Originaltitel: [Studienfahrt nach Westfalen]

Quellen u. Literatur: Herbert Schmidt-Zittel: Vom Leben der Wandervogel-Ortsgruppen in Heidelberg, der einstigen Hochburg des Wandervogel in Süddeutschland. Ein Dokumentarbericht, o.J.; Sigrid Bias-Engels: Zwischen Wandervogel und Wissenschaft. Zur Geschichte von Jugendbewegung und Studentenschaft 1896-1920, Köln 1988.