HHStAW Bestand 573

  • Zugeordnete Objekte zeigen
  • Drucken
  • Mit Strg+C oder Rechtsklick kopieren.
    Verlinken
  • Versenden
  • Verbessern

Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Hessische Landesfeuerwehrschule

Laufzeit

1938-1992

Siehe

Korrespondierende Archivalien

HHStAW Abt. 559 Auflösung der Landesfeuerwehrschule - Außenstelle Schloss Hansenberg

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Zugänge an das Staatsarchiv Marburg in den Jahren 1984, 1991, 2011 und 2012. Zuständigkeitshalber Übernahme durch das Hessische Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden (Zugang 23/2016)

Geschichte des Bestandsbildners

Die Brandschutzgesetze der Bundesländer verpflichten die Länder zur Einrichtung und Unterhaltung von Landesfeuerwehrschulen. Hier können Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Jugendfeuerwehr sowohl an Laufbahnlehrgängen (Truppenführer, Gruppenführer, Zugführer, Führer von Verbänden) als auch an themengebundenen Lehrgängen (Gerätewart, Sanitäter der Feuerwehren) teilnehmen.
Die Gründungen der Feuerwehrschulen in Deutschland gehen in das Jahr 1933 zurück. Infolge der nationalsozialistischen Machtergreifung wurden spezielle Feuerlöschgesetze geschaffen, um direkten Einfluss auf das Feuerwehrwesen zu nehmen. In der Provinz Hessen-Nassau erfolgte in Kassel am 18.10.1936 die Grundsteinlegung der Feuerwehrschule mit einer Auslastungskapazität für 40 Lehrgangsteilnehmer. Der Provinzialfeuerwehrverband und die Brandversicherung finanzierten dort jährlich zwischen 850 und 1.000 Schulungen für Feuerwehrleute. Der Ausbruch des 2. Weltkriegs 1939 verhinderte einen Vergrößerungsbau, und nach dem schweren Bombenangriff auf Kassel am 23.10.1943 kam der Schulbetrieb völlig zum Erliegen. Kurz vor Kriegsende beschlagnahmten amerikanische Truppen die Feuerwehrschule und richteten bis 1947 eine Kaserne ein. Der erste Lehrgang nach Übergabe der Feuerwehrschule an die deutschen Behörden fand am 6.1.1948 statt.
Seit dem 1.4.1949 untersteht die Landesfeuerwehrschule in Kassel dem Hessischen Ministerium des Innern. Einen deutlichen Schub mit steigenden Teilnehmerzahlen erfuhr die Landesfeuerwehrschule durch die Einführung des Brandschutzgesetzes im Mai 1951 und der damit verbundenen Neuorganisation des Brandschutzes in Hessen. Die Landesfeuerschule wurde am 12.8.1985 von der Sternbergstrasse in die Heinrich-Schütz-Allee verlagert und wegen des weiter wachsenden Raumbedarfs durch die vermehrten Oberbrandmeister- und Brandinspektorenlehrgänge sukzessive ab 1993 weiter ausgebaut. Am 15.1.1999 wurde die neue Landesfeuerwehrschule mit jetzt 240 Teilnehmerplätzen und einer Nutzfläche von 9.000 qm eingeweiht.

Enthält

Personalakten, Beurteilungsbögen, Auswertung der Hessischen Feuerwehrwettkämpfe

Literatur

Die 'neue' HLFS, Sonderheft Florian Hessen, Kassel 1999; 50 Jahre Landesfeuerwehrschule, in: Sonderheft Florian Hessen, Kassel 2004

Findmittel

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

1,25 lfm (42 Nummern)