UBA Ffm Bestand F 13

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Ehestudie

Laufzeit

1953-1955

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Das vorliegende Findbuch erschließt die unter dem Kennwort „Ehestudie“ versammelten Materialien. Es sind Materialien einer Studie, die unter dem Titel „Untersuchungen über die Ansichten der Einwohner Frankfurts zur Scheidungsgesetzgebung und ihre Auswirkung auf den Zusammenhalt der Familie“ in den Jahren 1953 bis 1955 im Rahmen eines Praktikums der von der „Chicago-Gruppe“ geleiteten Arbeitsgemeinschaft über Familiensoziologie durchgeführt wurde.
Das von Diedrich Osmer geleitete Praktikum war Teil der Methodenausbildung von Studenten und Mitarbeitern. Es diente sowohl dazu, die Praktikanten mit der Technik des Gruppenexperiments vertraut zu machen als auch die Entwicklung der Methode selbst und die Untersuchung bekannter methodologischer Probleme, etwa des sogenannten „Schweiger und Verweigererproblems“, voranzutreiben (vgl. das Memorandum vom 28.08.1953, in: SAM 3, 1). Ein Bericht über die methodischen Probleme der Untersuchung, wie er im Tätigkeitsbericht vom Februar 1955 erwähnt wird, ist jedoch nicht auffindbar.
Unter der Mitarbeit von Walter Dirks, Erwin Kohl, Christoph Oehler und Werner Mangold untersuchte man einesteils, welches Wissen und welche Meinungen über Scheidungsrecht im Sample der ca. 690 befragten Einwohner der Frankfurter Stadtteile Bockenheim und Westend vorhanden waren; andernteils sollten methodisch angeleitete Gruppendiskussionen zum Thema „gute und schlechte Ehen“ die Auswirkungen reformierter Ehegesetze auf den Zusammenhalt von Familien in Erfahrung bringen. Hierfür wurde eigens ein Grundreiz entwickelt, der den Gruppen als Tonbandaufnahme vorgespielt wurde.
Weiterhin scheinen die darin erwähnte Auswertung der Gesamtergebnisse und insbesondere die beabsichtigte Untersuchung des Verhältnisses zwischen Gruppengesprächen und Interviews nicht durchgeführt worden zu sein (vgl. Brief von D. Osmer vom 20.01.1955, in Aa 1, 2). Dementsprechend ist kein Endbericht vorhanden, auch wenn hierzu offenbar, wie der Tätigkeitsbericht es angibt, Vorarbeiten unternommen worden sind. Im Archiv findet sich kein Material, das auf eine Fortsetzung der Studie hinweisen könnte. Der Bestand umfasst daher vor allem die anhand der Fragebögen erhobenen Daten sowie Protokolle der Gruppendiskussionen. Die Materialien zur Auswertung der Studie enthalten lediglich die statistische Auszählung und eine Zitatensammlung, nicht aber eine inhaltliche oder methodische Reflexion.
Bestandsbildner ist das Institut für Sozialforschung mit seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und der Verwaltung.
Nils Lehnhäuser bearbeitete die Unterlagen im November 2015.
Der Bestand ist in einem guten Zustand. Vor der Bearbeitung befand sich der Bestand in neun Archivboxen, darin in 29 Mappen, deren Vorordnung dem System der Akten entsprach. Jene wurden als 29 Einheiten in neun Archivboxen übernommen. Die Akten wurden nach Betreffen gebildet. Insgesamt wurden 29 Einheiten verzeichnet, die sich über eineinhalb Regalmeter erstrecken. Die chronologische Vorordnung, in die die SekretärInnen des IfS das Schriftgut gebracht haben, wurde beibehalten. Den Einheiten wurden in „Arcinsys“ entsprechende Klassifikationspunkte zugeteilt.

Es wurden keine Restaurierungsarbeiten vorgenommen. Vor Bearbeitung war das Schriftgut in säurefreie Mappen, diese in säurefreie Archivboxen verpackt. Nach Bearbeitung wurde es in ebendiese abgelegt.
Die Bestandssignatur lautet „F 13“. Grundlage für die Verzeichnung in „Arcinsys“ waren die Verzeichnungsrichtlinien der Hessischen Staatsarchive.
Die Nutzung richtet sich nach dem Hessischen Archivgesetz.
Für die Bestellung der Archivalien und die Zitierweise in Veröffentlichungen gilt die Quellenangabe: F 13, (Signatur der Einheit), Archiv des Instituts für Sozialforschung.

November 2015
Nils Lehnhäuser