UBA Ffm Bestand F 3

  • Zugeordnete Objekte zeigen
  • Drucken
  • Mit Strg+C oder Rechtsklick kopieren.
    Verlinken
  • Versenden
  • Verbessern

Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Oslo-Studie

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Das vorliegende Findbuch erschließt die Unterlagen zu der sogenannten 'Oslo-Studie' des Instituts für Sozialforschung (IfS).
Bestandsbildner ist das IfS mit seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und der Verwaltung. An der Durchführung der Oslo-Studie waren sieben europäische Länder beteiligt, deren Arbeit von Stanley Schachter von der 'Organization for Comparative Social Research' koordiniert wurde. Neben einem Gesamtbericht wurde durch jedes Land ein 'Länderbericht' erstellt.
Initiiert wurde die Studie durch das 'Institute of Social Research' in Oslo; finanziert wurde sie durch die US-amerikanische Stiftung 'Ford Foundation'.
Das übergreifende Thema der Studie wurde so formuliert: 'Das Verhalten von Nationen, sozialen Gruppen und konfessionellen Gruppen unter Druck und Bedrohung'. Diese allgemeine Fragestellung war Grundlage der Untersuchungen bei Gruppen von männlichen Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren, die eine gemeinsame Aufgabe zu bewältigen hatten.
Das Institut für Sozialforschung führte die Studie als deutsche Sektion vom Oktober 1952 bis Dezember 1953 durch. Die Leitung hatte Diedrich Osmer, Mitarbeiter waren: Volker von Hagen, Werner Mangold, Christoph Oehler, Ingeborg Ptasnik-Rauter und Peter Schönbach. Es wurde untersucht, wie sich Prozesse des Gruppendrucks unter verschiedenen 'Bedrohungs'-Situationen der Gruppe auswirken. Als methodische Instrumentarien wurden kontrollierte, gruppendynamische Experimente und Gruppendiskussionen angewendet. Der Forschungsbericht befindet sich im Bestand.
Dr. Christa Sonnenfeld (Archiv des Instituts für Sozialforschung) und Oliver Kleppel (Archivzentrum der Universitätsbibliothek Frankfurt) bearbeiteten die Unterlagen von Januar 2013 bis März 2013. Der Bestand ist in einem guten Zustand. Die Akten wurden nach Aktenzeichen und Betreffen gebildet. Das Schriftgut wurde von den Sekretärinnen chronologisch nach folgenden Kategorien geordnet: Vorarbeiten, Vorversuche, Erhebungsmaterial, quantitative und qualitative Auswertung, Ergebnisse, 'Responses' (Reaktionen auf die Studie und weitere Arbeiten mit der Studie). Über die vorherige Ordnung ist nichts bekannt.
Insgesamt wurden 38 Einheiten verzeichnet, die sich über 2,5 Meter erstrecken. Die Vorordnung, in die die Sekretärinnen des IfS das Schriftgut gebracht haben, wurde beibehalten. Vor der Erschließung in 'HADIS' (Hessisches Archiv-, Dokumentations- und Informationssystem) wurden die Unterlagen durch die Bearbeiterin in einer Übersicht aufgelistet und die einzelnen Studien wurden auf Karteikarten aufgeschlüsselt. Auf diesen Karteikarten befinden sich - neben den Angaben zu den Inhalten der einzelnen Ordner -Informationen zum Titel, zur Laufzeit, zu den beteiligten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, zu den Auftraggebern und zu den jeweiligen Publikationen. Die Übersicht und die Karteikarten befinden sich im Archiv. Bei der Verzeichnung wurden diese Findhilfsmittel berücksichtigt.
Die Einheiten wurden folgenden Klassifikationspunkten zugeteilt:
Organisation der Studie
Untersuchungsplanung
Erhebung
Auswertung
Material zum Endbericht
Die Bestandssignatur lautet 'F 3'. Grundlage für die Verzeichnung in 'HADIS' waren die Verzeichnungsrichtlinien der Hessischen Staatsarchive. Es wurden keine Restaurierungsarbeiten vorgenommen.
Vor der Bearbeitung war das Schriftgut in Archivboxen verpackt. Während der Bearbeitung wurden die Unterlagen enteist, in säurefreie Mappen eingeschlagen und in säurefreie Kartons umgepackt.
In der Regel unterliegt das Schriftgut keinen archivischen Schutzfristen mehr. Einzelfälle, so etwa Schriftstücke von Theodor Wiesengrund Adorno, können eine Prüfung aber erforderlich machen. Für die Bestellung der Archivalien und die Zitierweise in Veröffentlichungen gilt die Quellenangabe: F 3, Signatur X, Archiv des Instituts für Sozialforschung.
Ergänzende oder parallele Bestände können sich auch im Schriftgut einzelner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen befinden, aber auch im Archivzentrum der Universitätsbibliothek (in den Vor- und Nachlässen von Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen) sowie im Archiv der Universität Frankfurt (Verwaltungsschriftgut).
Literatur zu den Ergebnissen:
Institut für Sozialforschung, Gruppenexperimente über Integrationsphänomene in Zwangssituationen, hektographierter Forschungsbericht 1953
Organization for Comparative Social Research (Hrsg.), Cross Cultural Experiments on Threat and Rejection, in: Human relations, Vol. VII, NO 4, 1954, S. 403-439

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen

auch: 'Oslo-Projekt'