StadtA KS Bestand C 22

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Goethe, Willi

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Der Nachlass Willi Goethe besteht aus 20 Verzeichnungseinheiten und wurde dem Stadtarchiv Kassel im Jahr 2004 übergeben. Die erste Verzeichnung erfolgte im selben Jahr durch den damaligen Stadtarchivar Frank-Roland Klaube. Die Eingabe der Daten in HADIS leistete 2012 der studentische Mitarbeiter Philipp Steinhoff.

Geschichte des Bestandsbildners

Willi Goethe wurde am 12. Februar 1895 in Hannoversch-Münden geboren. Nach Abschluss der Schulzeit absolvierte er bei Henschel von 1909 bis 1912 eine Schlosserlehre. Im selben Jahr wurde er Mitglied des Deutschen Metallarbeiterverbandes. Von 1915 bis 1918 war er Soldat des Ersten Weltkriegs. Im Jahr 1920 trat Goethe in die SPD ein, welche er von 1928 bis 1933 in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung vertrat. Im Jahr 1932 wurde er im Zuge der Hindenburgwahl von der SA überfallen und auf offener Straße niedergestochen. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten war Goethe schweren Misshandlungen ausgesetzt, wurde in 'Schutzhaft' genommen und war längere Zeit arbeitslos. In den Jahren 1939 bis 1942 war er im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Nach dem 20. Juli 1944 entzog er sich durch Flucht der Verhaftung. 1945 gehörte er dem überparteilichen Ausschuss in Kassel an. Im selben Jahr wurde er Leiter der Bezirksstelle für Bauwirtschaft und später der Wiedergutmachungsabteilung beim Regierungspräsidenten in Kassel. Von 1946 bis 1952 war Goethe SPD-Stadtverordneter und wurde 1949 zu ehrenamtlichen Stadtrat und 1950 zum Dezernenten für Feuerlöschwesen berufen. Er wurde mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette ausgezeichnet und erhielt die Ehrenbezeichnung 'Stadtältester'. Am 22.11.1967 bekam er die Wilhelm-Leuschner-Medaille verliehen. Willi Goethe starb am 22.10.1969.

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

20 Verzeichnungseinheiten

Referent

Dr. Alexandra Lutz