HStAD Bestand H 54 Rossdorf

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

Schulen

Identifikation (kurz)

Titel 

Roßdorf: Justin-Wagner-Schule (Kooperative Gesamtschule)

Laufzeit 

1980-1999

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Der Schulunterricht in Roßdorf und damit der Ursprung der JWS ist auf die Zeit der Reformation zurückzuführen (ca. 1550), das Gebäude stand zu dieser Zeit nahe bei der Kirche und wurde bis in das Jahr 1700 für den Schulbetrieb genutzt.
Anfang des 19. Jahrhunderts stieg die Anzahl der Schüler der Knabenschule an, woraufhin 1823 der Umzug in die Wilhelm-Leuschner Straße Ecke Hintergasse erfolgte.
In selbigem Jahr wurde auf Betreiben Wagners - des Namensgebers der heutigen Schule und damaligen Bürgermeisters - eine Industrieschule für Mädchen eröffnet. Derzeit wurden ungefähr 140 Jungen und 149 Mädchen in den Schulen unterrichtet.
In den Jahren 1841, 1848 folgten weitere Schulgebäude in der Schulgasse und an der Best‘schen Hofraithe.
Neun Jahre später wurde erneut ein Schulhaus eröffnet, ein größeres mit vier Klassenräumen und Lehrerwohnung in der Erbacher bzw. Dieburger Straße, es wurde „Ochsenschule“ genannt. Der rasche Bevölkerungsanstieg Ende des 19. Jahrhunderts machte 1906 die Errichtung der „Neuen Schule“ in der Darmstädter Straße (4 Klassen) sowie einer „Gewerbeschule“ (2 Klassen für Landwirte/Tagelöhner und Handwerker) in der Bahnhofstraße nötig.
Ein weiterer enormer Bevölkerungsanstieg fand im Jahr 1945 durch Vertriebene und Flüchtige aus den Städten Ende des 2. Weltkriegs statt, woraufhin zunächst Baracken und 1956 schließlich ein Neubau unter dem Namen „Rehbergschule“ eröffnet wurde.
Vom Kreis Darmstadt-Dieburg wurde 1975 eine Haupt- und Realschule mit Förderstufe im Georg-Löffler-Weg geplant, deren erster Bauabschnitt 1980 für 5,2 Millionen DM eröffnet wurde.
Die Schule erhielt den Namen Justin-Wagner-Schule, nach bereits erwähntem Bürgermeister, Hofrat sowie Verfasser einiger historischer Schriften Georg Wilhelm Justin Wagner (1793-1874). Erster Leiter der neuen Schule war Herr Schwinn.
Zwei Jahre später folgte der zweite Bauabschnitt, welcher unter anderem die Turnhalle beinhaltete und die Schule komplettierte.

Enthält 

Rundschreiben, Dienstbesprechungen, Erweiterungsbau 1996, Anmeldung weiterführende Schulen 1986-1998, Gesellschaftslehre (Fachkonferenzprotokolle, Arbeitsmaterial) etc.

Literatur 

Chronik der Justin-Wagner-Schule

Noch ohne Namen: Erster Spatenstich. Großer Bahnhof für Schulneubau in Roßdorf / Auch Behinderte in Plan einbezogen, in: Darmstädter Tagblatt 11.4.1979.

Der Schule erster Teil: Fünf Millionen. Justin-Wagner-Schule eingeweiht – Zweiter Abschnitt ab November, in: Darmstädter Echo 16.10.1980.

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang 

1,125 m

Referent 

Eva Rödel

Bearbeiter 

verzeichnet