StadtA KS Bestand A 4 .41

  • Zugeordnete Objekte zeigen
  • Drucken
  • Mit Strg+C oder Rechtsklick kopieren.
    Verlinken
  • Versenden
  • Verbessern

Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Kulturamt und Vorgängerbehörde (Amt für Volksbildung und Kunst)

Laufzeit

(1913-), 1924-1980, (-1986)

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Der Bestand des Kulturamtes gelangte in Form von zwei Abgaben in das Stadtarchiv. Wann die erste Abgabe erfolgte, geht aus den Dienstakten nicht hervor. Dort findet sich lediglich ein Aktenvermerk über die Abgabe von Druckschriften des Kulturamts 1982. Da der weitaus größte Teil der Akten in der Zeit von 1924 bis ca. 1980 entstanden ist, kann man vermuten, dass Mitte der 1980er Jahre eine Anbietung erfolgte. Eine erste Verzeichnung scheint in den 1990er Jahren erfolgt zu sein. Sie musste für die online-stellung intensiv überarbeitet werden, da die Titel- wie Laufzeitangaben oftmals unzutreffend waren. Die zweite Abgabe gelangte 2012 in das Stadtarchiv und wurde in der Zeit von Juni bis Juli 2012 von der Auszubildenden Ayse Bas verzeichnet.

Geschichte des Bestandsbildners

Der Bestand enthält die Akten des heutigen Kulturamts der Stadt Kassel und seiner Vorgängerbehörde, des Amts für Volksbildung und Kultur. Die Akten des Amts gehen bis in die 1920er Jahre zurück und wurden teilweise kontinuierlich fortgeführt. Das Ende des nationalsozialistischen Regimes zeigt sich in der Überlieferung somit nicht als harter Bruch, manche Akten, die in den späten 1930er Jahren begonnen wurden, führte man bis in die 1950er Jahre hinein fort. Aus diesem Grund bot sich eine Trennung in zwei verschiedene Bestände nicht an. Bei den Akten, die im Amt für Volksbildung und Kunst angelegt worden waren, ist dies stets als Vorprovenienz angegeben.
Das Amt für Volksbildung und Kunst wurde 1936 begründet. Als Aufgaben wurden damals die Förderung von Kunst und Wissenschaft und die Koordinierung des kulturellen Lebens in der Stadt festgeschrieben. Angegliedert wurden dem Amt die Städtische Galerie mit Bose- und Werner-Henschel-Museum, das Architektur Museum, der Städtische Musikbeauftragte, das Naturkundemuseum, die Stadtforschung, Volksbüchereien und Lesehallen, die Murhardsche Bibliothek und das Kasseler Zimmer. Im Lauf der Jahre kamen weitere Einrichtungen hinzu, unter anderem das Stadtarchiv. Von 1945 bis 1952 wurden die Aufgabe der Kulturpflege vom Stadtschulamt mit wahrgenommen, 1952 trat die Kulturpflege jedoch wieder als eigenständiger Verwaltungsbereich in Erscheinung. Im Haushaltsplan des Jahres wird ein Angestellter für den Aufgabenbereich der 'Verwaltung der Kulturpflege' erwähnt. Bei der Bezeichnung des Amts ging man allmählich vom 'Amt für Kunst und Volksbildung' zu 'Kulturamt' über, allerdings verwendete man beide Namen in der Verwaltung noch eine Weile parallel: Für das Jahr 1954 ist beispielweise die Bezeichnung als Kulturamt belegt, gleichzeitig nutzte man weiterhin den Stempel des Amts für Kunst und Volksbildung. In den Jahren von 1954-1959 wuchs der Aufgabenbereich weiter, es wurden die Volkshochschule, die Landesbilbiothek, das Brüder-Grimm-Museum, die Jugend- und Volksmusikschule sowie das städtische Kulturhaus dem Kulturamt angegliedert. Am 1. September 1959 trat eine weitere organisatorische Veränderung ein: Das bis dahin zum Hauptamt gehörende Presseamt wurde in das Kulturamt eingegliedert, das man von nun an als 'Kultur- und Presseamt' bezeichnete. Im März 1962 unterstellte man die Presseabteilung allerdings dem Dezernat des Oberbürgermeisters und das Amt erhielt wieder seine noch heute gültige Bezeichnung als Kulturamt.

Enthält

Die Akten des Kulturamts und seiner Vorgängerbehörde bieten umfassende Einblicke in die Kulturpolitik der 1930er bis 1960er Jahre. Sie zeigen die Fördermaßnahmen und Schwerpunkte, die von der Stadtverwaltung im Lauf der Jahrzehnte gesetzt wurden. Zugleich spiegeln die Akten die Entwicklung zahlreicher Institutionen wider. Museen, Bibliotheken, Archive, Theater, Vereine, Verbände - alle diese Bereiche sind in der Überlieferung abgedeckt. Daneben finden sich Aspekte der Einnerungskultur, der Musikförderung sowie zahllose einzelne Projekte. Für die Forschung ist der Bestand von besonderem Interesse, da er auch Unterlagen aus der Zeit vor dem Brand des Stadtarchivs und insbesondere zur NS-Zeit enthält.

Weitere Angaben (Bestand)

Referent

Dr. Alexandra Lutz

Bearbeiter

Dr. Alexandra Lutz