KreisA HG Bestand A 3

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Kreis Usingen

Laufzeit

(1919-1932) 1932-1972

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Der Bestand kam vermutlich im Rahmen des Umzugs des Landratsamtes 1999 in das Kreisarchiv. Etliche Akten gelangten bereits vor der Gründung des Kreisarchivs 1991 in das Hessische Hauptstaatsarchiv Wiesbaden und bilden dort die Bestände 420 (Preußisches Landratsamt Usingen, 9 Meter) und 662 (Hessisches Landratsamt Usingen, 2,25 Meter). Insgesamt zählt der Kreis Usingen zu den hessischen Altkreisen mit nur noch spärlicher Überlieferung, was hier weniger durch Verluste als durch eine Vernachlässigung der Archivpflege und ein geringes Forschungsinteresse bedingt gewesen sein dürfte. Den größten Teilbestand bilden sicher die in den Gesamtbestand des Hochtaunuskreises übergegangenen Bauaufsichtsakten im Zwischenarchiv Usingen. Zusätzlich gibt es wenige Akten im Kreisarchiv selbst. Im Stadtarchiv Usingen liegen eine wenige Kreisakten (< 1 Meter).

Geschichte des Bestandsbildners

Durch die Kreisordnung vom 7. Juni 1885 entstand am 1. April 1886 aus Teilen des Obertaunuskreises, der Kreis Usingen. Er wurde aus dem ehemaligen Amt Usingen, den Gemeinden Nieder- und Oberreifenberg des Amtes Königstein sowie den Emstal-Gemeinden (Niederems mit Reinborn, Oberems, Reichenbach, Steinfischbach und Wüstems) des Amtes Idstein gebildet. Der Obertaunuskreis verkleinerte sich dadurch um mehr als die Hälfte seines ursprünglichen Gebietes. Am Ende des Erstenn Weltkrieges besetzten französische Truppen Königstein und Kronberg. Diese bildeten zusammen mit 20 weiteren Gemeinden aus dem Obertaunuskreis und den Gemeinden Oberreifenberg, Niederreifenberg, Oberems, Wüstems, Niederems-Reinborn und Seelenberg aus dem Landkreis Usingen den Kreis Königstein. Bereits im Jahre 1928 fand eine weitere Umgliederung der Kreise statt. Dem neugebildeten Main-Taunus-Kreis wurden vom Kreis Königstein die Gemeinden Oberreifenberg, Niederreifenberg und Oberems zugewiesen. Des Weiteren erhielt der Kreis Usingen die Gemeinden Wüstems, Niederems-Reinborn und Seelenberg wieder zurück. Am 1. Oktober 1932 wurde der Kreis Usingen aufgrund von preußischen Sparmaßnahmen aufgelöst und sein Gebiet dem Obertaunuskreis eingefügt. Im Juli 1933 wurde der Kreis aus politischen Gründen wieder installiert.
Aufgrund des 'Gesetzes zur Neugliederung des Obertaunuskreises und des Landkreises Usingen vom 11. Juli 1972' wurde der Kreis Usingen im Rahmen der Gebietsreform in Hessen mit dem Obertaunuskreis zum Hochtaunuskreis verschmolzen. Dabei wurden die Orte Niederems, Reichenbach, Steinfischbach und Wüstems dem Untertaunuskreis abgetreten. Hasselborn kam zum Lahn-Dill-Kreis.
Landräte des Landkreises Usingen:
1886-1914 Dr. jur. August Paul Friedrich Beckmann
1911-1915 Georg Albert Lucas Wilhelm Bacmeister
1915-1921 Oskar Anton Karl von Bezold (1915 kommissarisch)
1921-1929 Siegfried von Campe (erst kommissarisch, dann endgültig)
1929-1932 Hans Otto Glahn (vertretungsweise)
1932 Regierungsassessor Dr. Wonschik (vertretungsweise)
1932-1933 Egon van Erckelens
1933-1939 Dr. med Johannes Lommel
1939-1941 Prinz Wolfgang von Hessen
1941-1945 Walter Heyse
1945-1946 Heinrich Schneider
1946-1948 Heinrich Müller
1948-1952 Dr. August Roesener
1952-1966 Heinrich Müller
1966-1972 Dr. Rudolph Thierbach

Enthält

Besoldungslisten (1932-1947), Protokolle der Kreisausschusssitzungen (1952-1972), Personalakten, Vormundschaftsakten, wenige Sachakten (u.a. zur Kreisgebietsreform).

Literatur

Jost Kloft, Territorialgeschichte des Kreises Usingen, Marburg 1971 (Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde 32)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

ca. 6 lfd.m

Bearbeiter

kreisarchiv@hochtaunuskreis.de