UniA Marburg Bestand 308/12

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Anatomisches Institut

Laufzeit

1810-1976

Siehe

Korrespondierende Archivalien

305a Rektor und Senat, 307c Medizinische Fakultät, 310 Kurator/Verwaltungsdirektor

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Die Anfänge der wissenschaftlichen Anatomie erfuhr die Universität Marburg mit dem Universalgelehrten Johannes Dryander, der während seiner Lehrtätigkeit 1535-1558 die ersten öffentlichen Sektionen an menschlichen Leichen durchführte. Durch die 1616 veröffentlichte erste hessische Medizinalordnung unter Landgraf Moritz wurde die Anatomie fester Bestandteil des Lehrplans. Durch ein eigenes Gebäude, welches ursprünglich zum Collegium Carolinum in Kassel gehörte und in Marburg in der Ketzerbach wieder aufgebaut wurde, erlangte die Anatomie 1788 die Voraussetzung zum eigenständigen Institut. Unter Christian Heinrich Bünger (1782-1842) erhielt das Institut nicht nur eine anatomische Sammlung, sondern auch ein neues Gebäude. 1901 zog das Anatomische Institut in die Robert-Koch-Straße, in der es sich noch heute befindet und wurde am Ende des 20. Jahrhunderts um einen eigenen Lehrstuhl für Zellbiologie erweitert.

Enthält

Der Bestand enthält Unterlagen zur Verwaltung, den Räumlichkeiten und der Instandhaltung des Instituts, sowie zur Rechnungsführung, zum Etat und zur materiellen Ausstattung. Ein großer Teil der vorhandenen Archivalien ist dem Institutspersonal und der Beschaffung von Leichen als Lehrmaterial zuzuordnen. Die Teilnehmerlisten für Vorlesungen, Seminare und Übungen sind von 1907 bis 1941 vorhanden. Außerdem beinhaltet der Bestand Forschungsunterlagen und Korrespondenzen der Professoren Bünger, Fick, Gasser, Göppert, Benninghoff und Niessing, sowie verschiedene Dissertationen und Abhandlungen in gedruckter und handschriftlicher Form. Ebenfalls liegen Unterlagen zur Anatomischen Sammlung vor.

Literatur

Kornelia Grundmann, Gerhard Aumüller, Das Marburger Medizinhistorische Museum. Museum Anatomicum. Geschichte und Ausstellungsgegenstände, Marburg 2012.

Findmittel

Archivdatenbank HADIS

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

1,5 m

Bearbeiter

Katrin Mielsch 2013