HStAM Bestand 330 Gladenbach

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

Stadtarchive

Identifikation (kurz)

Titel

Stadt Gladenbach (Krs. Marburg-Biedenkopf)

Laufzeit

(17.-18. Jh.) 19.-20. Jh.

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Die zum Bestand gehörenden Karten und Pläne (180 Blatt) werden in der Kartenabteilung verwahrt.

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Gladenbach hatte ursprünglich kein festes Gemeindehaus. Die Akten der Gemeindeverwaltung wurden daher beim jeweiligen Bürgermeister verwahrt und beim Amtswechsel mehr oder weniger vollständig an den Nachfolger übergeben, was die starke Lückenhaftigkeit vor allem der älteren Überlieferung erklärte. Erst Bürgermeister Ferd. Köhler bemühte sich nach der Jahrhundertwende um eine systematische Erfassung der von seinen Vorgängern hinterlassenen Akten. Ein Altaktendepot wurde auf dem Boden des Schlachthauses eingerichtet. In den Jahren 1935 und 1938 wurden dann auf Veranlassung des Landratsamts Biedenkopf zwei Sendungen mit Rechnungen, Rechnungsbelegen, Katastern und älteren Akten der Gemeindeverwaltung als Depositum an das zuständige Staatsarchiv in Marburg angegeben (Acc. 1935/51 und 1938/16); gleichzeitig erfolgte eine entsprechende Abgabe von der eingemeindeten Gemeinde Ammenhausen (ebenfalls Acc. 1935/51). 1947 wurde durch den Kreisarchivpfleger eine Inventarisierung der noch auf dem Schlachthausboden verwahrten Reste der Altablage durchgeführt. Leider konnte von dem damals verzeichneten Material 1966 nur noch ein Teil ermittelt werden. Im Frühjahr 1966 wurden die Reste dieser Altablage und die inzwischen auf dem Boden des alten Spritzenhauses am Museum (sog. Bäuchen) reponierte Registratur von 1926 ff. nach Sichtung und Ausscheidung wertlosen Materials zu den bereits hier vorhandenen Archivalien ins Hess. Staatsarchiv Marburg übernommen.
Die endgültige Ordnung und Verzeichnung des als Bestand 330 Stadt Gladenbach aufgestellten Depositalbestandes erfolgte in der Zeit von Januar bis Juli 1967. Sämtliche Amtsbücher wurden der Beständegliederung des Staatsarchivs entsprechend gesondert verzeichnet. Für die Akten wurden die alten Registraturgliederungen von 1837 und 1926 wieder hergestellt , wobei die relativ groben Betreffserien der älteren Registraturschicht nach Sachbetreffen weiter unterteilt wurden. Der geringe Umfang der Registraturen empfahl jedoch für das Repertorium eine Zusammenziehung in einer systematischen Gliederung, die beiden Plänen gerecht wird. Die Signierung erfolgte in einer durchlaufenden Nummernfolge. Die vorhandenen Karten sind lagerungstechnisch der Kartenabteilung des Staatsarchivs eingegliedert, werden jedoch dort als Karten Depos. Gladenbach geführt. Die Erschließung von Nachträgen und späteren Ablieferungen erfolgt direkt in der Archivdatenbank HADIS.
Im Rahmen eines Projektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde das Findbuch aus dem Jahr 1967 in die Archivdatenbank HADIS retrokonvertiert.
[vgl. Einleitung zum veröffentl. Findbuch Dr. Eckhart G. Franz, 1967]

Geschichte des Bestandsbildners

Historische Kreiszugehörigkeit: 20.8.1832: Krs. Biedenkopf (Großherzogtum Hessen); 31.7.1848: Reg. Bez. Biedenkopf; 12.5.1852: Krs. Biedenkopf; 24.12.1866: Eingliederung in Land Preußen: ab 22.2.1867 Hinterlandkreis, wenige Monate später: Krs. Biedenkopf; 1.10.1932: Krs. Dillenburg; 1.10.1933: Krs. Biedenkopf
Gemeindeteile: Ammenhausen (Eingemeindung mit Wirkung vom 1.1.1929), Bellnhausen, Diedenshausen, Endbach, Erdhausen, Friebertshausen, Frohnhausen, Kehlnbach, Mornshausen, Rachelshausen, Römershausen, Rüchenbach, Runzhausen, Weidenhausen, Weitershausen

Enthält

Amtsbücher (A): Protokolle und Register; Kataster; Rechnungen
Akten (B): Allgemeine Verwaltung und Gerichtsbarkeit; Finanz- und Steuerverwaltung; Polizei; Kirche und Schule; Fürsorge und Gesundheitswesen; Bauwesen; Landwirtschaft und Forsten; Handel, Gewerbe und Verkehr; Militär und Kriegswesen
Der Bestand enthält auch Restschriftgut einiger Nachbargemeinden, die partiell mitverwaltet wurden, u.a.: Ammenhausen, Bellnhausen, Endbach, Erdhausen, Friebertshausen, Günterod, Hartenrod, Kehlnbach, Rachelshausen, Römershausen, Weidenbach.
Die Überlieferung der Gemeinde Mornshausen (mit eigenem Findmittel) wurde dem Bestand angegliedert.

Findmittel

Arcinsys-Datenbank

Veröffentl. Findbuch von E.G. Franz, 1967 (retrokonvertiert in HADIS mit Fördermitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG), überarbeitetes Vorwort von 2008

masch. Findbuch von Dr. E. Jacobi (Archivberatungsstelle beim Hessischen Landkreistag) für die Archivalien der Gemeinde Mornshausen, 1967 (retrokonvertiert nach HADIS, 2011)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

42,08 MM Akten und Amtsbücher: A. Amtsbücher 7,91 MM, B. Akten 6,25 MM; Ortsteil Mornshausen 15,41 MM; 12,5 MM Akten und Amtsbücher (v.a. der ehemals selbständigen Stadtteile Mornshausen, Rachelshausen und Sinkershausen) unverzeichnet

Referent

Herr Brendel

Bearbeiter

Frau Enke für Karten- und Planüberlieferung

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen

Letzte Aktualisierung: 20.04.2017