HStAM Bestand Urk. 109

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

von Boineburg-Lengsfeld [ehemals X 5 von Boineburg-Lengsfeld]

Laufzeit

1227-1869

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Urk. 13 Generalrepertorium [ehemals Urk. A I t]; Urk. 14 Landgräfliche Aktiv- und Passivlehen [ehemals Urk. A I u]; Urk. 49 Hessische Adels- und Bürgerfamilien [ehemals Urk. A VI];. 72 Hanau, Adel [ehemals Urk. O II e]; Urk. 76 Fulda, Lehnreverse [ehemals Urk. R I b]; Urk. 80 Fulda, Adelsarchive [ehemals Urk. R IX]; Urk. 108 von Boyneburgk-Stedtfeld [ehemals Urk. X 5]; Urk. 148 von Boineburg-Lengsfeld [ehemals Urk. X 5]; Best. 17 c Regierung Kassel Lehnhof; Best. 17d Regierung Kassel Familienrepositur; Best. 95 Adel und Lehnhof; Best. 340 von Boineburg gen. Hohenstein; Best. 340 von Boineburg-Lengsfeld; Best. 340 von Boyneburgk-Stedtfeld; M 56 von Boyneburg.

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Das Archiv der Familie von Boineburg-Lengsfeld wurde seit dem Jahr 1896 gemäß den Verträgen von 1894 mit den Freiherren von Boineburg-Lengsfeld auf Weilar und von 1911 mit den Grafen und Freiherren zu und von Boineburg-Lengsfeld auf Gehaus und Weilar in insgesamt 4 Akzessionen als Depositum in das Staatsarchiv Marburg überführt, wo es geordnet und verzeichnet wurde. Die erste Akzession von 1896 beinhaltete die Urkunden des Archivs.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.

Geschichte des Bestandsbildners

Die Familie von Boineburg/Boyneburgk ist ein altes deutsches Adelsgeschlecht und Mitglied der Althessischen Ritterschaft. 1460 erhielten sie vom Landgrafen von Hessen die gleichnamige Burg zwischen Eschwege und Sontra als Erblehen. Im 13. Jahrhundert teilte sich die Familie in mehrere Zweige auf. Zwei von ihnen sind nach der Farbfolge ihrer Schildquadrierungen benannt. Der Stamm „Bischhausen” und der von „Laudenbach“ waren die von der „schwarzen Fahne“, der Stamm „Stedtfeld“ und der Stamm „Wichmannshausen“ wurde von der „weißen Fahne“ genannt. Die von der „weißen Fahne“ blieben bis in die heutige Zeit im Besitz der Burg bzw. der Ruine Boyneburg. Die Linie „Weilar“ von der „schwarzen Fahne“ wurde auch in Thüringen begütert und mit dem Namen von „Boineburg-Lengsfeld“ 1911 als Freiherren anerkannt. Ein anderer Zweig derselben Linie wurde auf Grund einer hessischen Genehmigung zur Aufnahme des 1697 an Seitenverwandte verliehenen, aber 1717 wieder erloschenen Grafenstandes im Jahre 1859 zu den „Grafen zu Boineburg und Lengsfeld“ erhoben.

Enthält

Güter- und Geldgeschäfte, Lehenbriefe und -reverse, Gerichtsurkunden, Burgfrieden, Eheberedungen, Verzichtsurkunden, Verträge

Literatur

T. Diehl, Adelsherrschaft im Werraraum. Das Gericht Boyneburg im Prozess der Grundlegung frühmoderner Staatlichkeit (Ende des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts), Darmstadt/Marburg 2010; P. Moraw, Die Boyneburg und die Landgrafschaft Hessen, in: Hessen. Geschichte und Politik, hg. v. B. Heidenreich und K. Böhme, Stuttgart 2000, S. 150-161; E.H. Kneschke, Neues allgemeines Adels-Lexikon, Leipzig 1859, Bd. 1, S. 537ff.; U. Fiedler, Die Boyneburg bei Sontra-Wichmannshausen, Wiesbaden 1992; S. Frhr. von Dörnberg, Stammtafeln der Althessischen Ritterschaft [...], Bad Hersfeld 1958; H. Nicolai, Waldeckische Wappen. Beiträge zur Familiengeschichte, Teil1, Arolsen 1985, S. 175f.; A. v. Boineburg-Lengsfeld, Die ehemaligen Besitzungen der Grafen und Freiherrn von Boineburg im Großherzogthum Hessen und in den früher dazu gehörigen Landen, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde 8 (1854), S. 31-64.

Findmittel

Arcinsys-Datenbank

Zettelrepertorium von Boyneburg-Lengsfeld, angelegt um 1894, handschriftlich, 1 Faszikel Zettel (Signatur: R 1973).

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

627 Urkunden

Filmkopien

Die Urkunden sind als Mikrofiches verfügbar.

Benutzung

Die Urkunden werden im Original vorgelegt.