UniA Marburg Bestand 308/13

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Mathematisch-Physikalisches Institut/Physikalisches Institut

Laufzeit

1790-1978

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Weitere Überlieferung zum Mathematisch-Physikalischen Institut findet sich in den Institutenrechnungen (Bestand 305 r 7) und im Bestand Administrationskommission der Universität (Bestand 306). Die Überlieferung etwa ab 1971 liegt in Bestand 307/13 Fachbereich Physik.

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Der Bestand wurde im August 2007 an das Universitätsarchiv abgegeben.

Geschichte des Bestandsbildners

Von einem Physikalischen Institut respektive von physikalischer Lehre und Forschung im heutigen Sinne kann erst seit der Berufung des Physikers und Astronomen Christian Ludwig Gerling gesprochen werden. Ihm wurden im Jahre 1817 Räumlichkeiten im alten Franziskanerkloster zur Unterbringung des 'Mathematisch-Physikalischen Apparats' bewilligt. Von dieser Instrumentensammlung, deren Ursprünge bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgt werden können, wurden im Jahre 1812 die zur praktischen Geometrie gehörigen Instrumente abgesondert und daraus ein eigenständiges Mathematisches Institut errichtet. Bereits 1819 wurde beides wieder vereinigt. Von diesem Zeitpunkt datiert die offizielle, bis 1901 gültige Bezeichnung 'Mathematisch-Physikalisches Institut'. Seit 1901 spricht man vom 'Physikalischen Institut'. Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete die Universität Marburg zwei neue Lehrstühle für Struktur der Materie (1946) und für Angewandte Physik (1955) ein, so dass die Marburger Physik Mitte der 1950er Jahre aus drei Instituten bestand. Anfang der 1960er Jahre erhöhte sich die Zahl der Lehrstühle nochmals, ehe die Marburger Physik mit der Errichtung der Fachbereiche im Jahr 1971 auf eine neue organisatorische Grundlage gestellt wurde.

Enthält

Der Bestand enthält Unterlagen zu Verwaltung und Rechnungsführung des Instituts, den Räumlichkeiten sowie der materiellen und personellen Ausstattung. Dazu kommen Unterlagen zur Statistik der Studierenden, zur Lehrtätigkeit der Dozenten - darunter zahlreiche Vorlesungsbücher und -hefte, aus denen sich die während der Vorlesungen durchgeführten Versuche samt der dafür benötigten Instrumente ersehen lassen - sowie zu den wissenschaftlichen Interessen und Aktivitäten der Institutsmitglieder. So befinden sich Laborbücher über Messungen, Berechnungen und Ergebnisse von physikalischen Versuchen in der Überlieferung. Darüber hinaus enthält der Bestand im Institut verbliebene Handakten der Professoren Eduard Grüneisen, Erich Hückel, Günther Ludwig und Wilhelm Walcher sowie einige Fotografien und eine große Anzahl physikalischer Pläne und Zeichnungen.

Literatur

O. F. A. Schulze, Zur Geschichte des Physikalischen Instituts, in: H. Hermelink / S. A. Kaehler (Hg.), Die Philipps-Universität zu Marburg 1527-1927. Fünf Kapitel aus ihrer Geschichte (1527-1866), Marburg 1927, S. 756-763

R. Schmitz, Physik, in: ders. (Hg.), Die Naturwissenschaften an der Philipps-Universität Marburg 1527-1927, Marburg 1978, S. 1-74

Das mathematisch-physikalische Institut der Universität Marburg 1800 bis 1920. Auswertung alter Institutsakten und Publikationen. Zusammengestellt und kommentiert von Otfried Madelung, Marburg 1996 (Selbstverlag des Fachbereichs Physik)

Geschichte und Gegenwart der Physik an der Philipps-Universität Marburg, in: http://www.physik.uni-marburg.de/index.php.

Findmittel

Archivdatenbank HADIS

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

3 lfd. m sowie Karten und Pläne

Bearbeiter

Stephen Schröder 2008