HStAD Bestand F 3

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Burg Friedberg

Laufzeit

1465 - 1821

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Zu den Urkunden siehe Bestände B 5, A 3 (Urkunden Oberhessen)

die Ahnenproben befinden sich in Bestand A 12

vgl. auch C 1

zahlreiche Provenienzen Burg Friedberg in den Beständen der Pertinenzabteilung E

zuletzt etliche Akten aus E 10 entnommen und nach F 3 zurückgeführt

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Mit der Ausbildung einer regelmäßigeren Kanzleitätigkeit der Burg im späten 14. Jahrhundert verband sich wohl auch die Anlage eines Archivs. Erst im späten 18. Jahrhundert aber werden intensivere Bemühungen seitens der adligen Burgmannschaft um das unter schlechten Bedingungen gelagerte und dadurch im Bestand gefährdete Burgarchiv, mittlerweile vermischt mit dem Archiv der Burgkirche, erkennbar. Der kurz zuvor in Dienst genommene Burgregistrator Schatzmann begann ab 1794 mit einer Neuordnung und -verzeichnung des Burgarchivs, auch unterbreitete er diverse Vorschläge zur bestandssichernden Lagerung. Die Auswirkungen der Revolutionskriege auch auf Friedberg unterbrachen die angefangenen Arbeiten, das Archiv musste gar mehrfach ausgelagert werden und erfuhr so Verluste. Noch nach der territorialen Übernahme der Burggrafschaft Friedberg durch das Großherzogtum Hessen im Jahre 1806 wurde das Archiv in der Burg Friedberg verwahrt und stand unter gemeinsamer Verwaltung des letzten Burggrafen von Westphalen und der hessischen Regierung. Nach dem Abtretungsvertrag von 1817 gelangten dann kleinere Teile des Archivs nach Darmstadt, so vor allem die Urkunden von Burg und Burgkirche an das Staatsarchiv, Akten der Burggrafenwahlen und des St. Josephsordens wurden an das Staatsministerium abgegeben. Größere Teile des Archivs kamen zur Provinzialregierung, auch zum Hofgericht nach Gießen für den Gebrauch durch Verwaltung und Justiz. 1838/43 erfolgte die endgültige Abgabe der bereits durch unsachgemäße Lagerung und auch Vernichtung reduzierten Burgüberlieferung nach Darmstadt. Dort fanden weitere Kassationen und Ausgliederungen nach dem Pertinenzprinzip in verschiedene Aktenabteilungen statt. 1944 verbrannten durch Kriegseinwirkung sämtliche Burgrechnungen und auch Akten, so dass der heutige Bestand F 3 nur noch als Rumpfarchiv der Burg Friedberg zu bezeichnen ist.

Enthält

Akten und Amtsbücher, u.a. Grenzstreitigkeiten, Streitigkeiten mit der Stadt Friedberg, Gütersachen, Aufnahme und Tod von Burgmannen, Regimentsburgmannen, Baumeistern und Burggrafen (mit Reversen), Burgbeamte, Burgmannenbücher 1473-1772, Nr. 57-58, Kanzleisachen, Burggerichtsbücher und -protokolle 1396-Anfang 17. Jahrhundert (mit Lücken), Regimentskonvents- sowie Quartal- und Audienzprotokolle 16. Jahrhundert- 1806 (mit Lücken), Landvisitationsprotokolle 1716/17
Reichskammergerichtsprozesse.

Literatur

Zur Archivgeschichte siehe auch die Einleitung in: Die Reichsburg Friedberg im Mittelalter. Regesten der Urkunden 1216-1410, bearbeitet von Thomas Schilp, Marburg 1987 (Urkundenbuch der Stadt Friedberg, Zweiter Band)

Findmittel

(1) Online-Datenbank (HADIS)

(2) Maschinenschriftliches Findbuch mit Vorbemerkung (Akten und Urkunden) von Kammerdirektor a. D. Müller aus dem Jahre 1914, (teilweise) überarbeitet und mit Index versehen durch Albrecht Eckhardt, 1970

(3) Findbuch der Nachträge sowie der Provenienzen 'Burg Friedberg' in anderen Beständen, bearbeitet von Hans Dieter Ebert und Klaus Dieter Rack, 1999

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

13,875 m

Referent

Lars Adler, Barbara Tuczek

Filmkopien

Mikrofiches vorhanden

Benutzung

Mikrofiches; keine Vorlage der Originale