UniA Marburg Bestand 305 m

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Matrikel

Laufzeit

1527-1982

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die ältesten Bände der Matrikel für die Jahre 1527 bis 1882 gelangten mit der Abgabe des Universitätsarchivs an das Staatsarchiv Marburg 1885/90 in das Archiv, weitere Bände und Karteikästen mit der Matrikel bis 1945 wurden 1954 und 1960 abgegeben. Die Matrikel der Jahre 1945 bis 1970/71 kam 2013 zusammen mit den Studierendenakten aus demselben Zeitraum in das Universitätsarchiv.
Die Belegbögen (bis zum Wintersemester 1953/54) wurden 1963 und 1971 aus der Universitäts-Quästur abgegeben, weitere Abgaben (bis 1982) erfolgten zu einem späteren Zeitpunkt.
Die Personalverzeichnisse kamen 2006 aus der Zentralverwaltung in das Universitätsarchiv.
Nach 2006 wurde die genannten Akten als eigener Bestand aufgestellt.

Geschichte des Bestandsbildners

Siehe Bestände 305a und 305f!

Enthält

Die Matrikel der Marburger Universität ist von der Gründung im Jahr 1527 an bis auf eine kleine Lücke in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs vollständig erhalten. Bis zum Sommersemester 1935 einschließlich wurde sie in Buchform geführt, dann auf eine Kartei umgestellt. Die Eintragungen erfolgten lange Zeit mit dem Namen und dem Herkunftsort der Studenten in der Reihenfolge des Erscheinens bei der Aufnahme des Studiums in Marburg. Im späten 18. Jahrhundert ist das studierte Fach dazu gesetzt, gelegentlich erscheint die vorher besuchte Universität. Im 19. Jahrhundert kamen Geburtsdatum und -ort, das Datum des Reifezeugnisses, der Beruf des Vaters, der letzte Aufenthaltsort, also gegebenenfalls eine vorher besuchte Universität, und die Wohnung in Marburg dazu. In diesem Zeitraum begann man auch, das Datum der Exmatrikulation zu vermerken, so dass erst jetzt Angaben zur Dauer des Studiums in Marburg möglich sind. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts sind dem Verzeichnis der Studenten in der Regel Annalen beigefügt. Ereignisse des Universitätslebens wie Berufungen, Promotionen, wirtschaftliche Fragen oder Todesfälle sind mehr oder weniger ausführlich dargestellt, aber auch politische Ereignisse allgemeineren Interesses, vor allem in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Die Matrikel der Universität liegt bis zum Jahr 1830 einschließlich gedruckt vor, zur schnelleren Orientierung existieren zwei Suchbücher. Die Matrikel von der Wiederaufnahme des Universitätsbetriebs nach 1945 an befindet sich noch im Studierendensekretariat.
Beginnend mit dem Wintersemester 1917/18 sind Belegbögen der Studenten vorhanden. Jeder Studierende füllte in jedem Semester zur Berechnung der Studiengebühren einen Vordruck aus, in dem er die belegten kostenpflichtigen und auch die unentgeltlichen Veranstaltungen, dazu seine Adresse mit eigener Hand eintrug. Alphabetisch geordnet, können hier Studienverläufe nachvollzogen werden, dazu bieten die Bögen Autographen der Studenten.
Die seit 1857 vorhandenen Personalverzeichnisse geben bis zum Wintersemester 1944/45 in alphabetischer Reihenfolge auch die Namen und Adressen aller Studierenden an, dazu einen Verweis auf den Eintrag in der Matrikel. Bis zum Wintersemester 1917/18 regelmäßig gedruckt, fielen in den darauf folgenden Semestern aus Kosten- oder anderen Gründen die Angaben zu den Studierenden weg, gelegentlich sind nur die neu Immatrikulierten aufgeführt. Die Universitätsverwaltung erstellte in diesen Semestern bis zum Winter 1944/45 maschinenschriftliche Verzeichnisse, die ersatzweise in das Exemplar des Universitätsarchivs eingeheftet sind. Die Personalverzeichnisse, die nicht so zuverlässig wie die Matrikel sind, bieten andererseits einen schnelleren Zugriff auf die Studierenden der Universität.

Literatur

Catalogus studiosorum scholae Marpurgensis 1527-1628, hg. von Carolus Iulius Caesar, Marburg 1875-1887

Catalogus studiosorum scholae Marpurgensis 1629-1636, hg. von Wilhelm Falckenhainer, Marburg 1888

Catalogus studiosorum scholae Marpurgensis 1653-1830, hg. von Theodor Birt, Bd. 1-12, Marburg 1903-1914

Catalogus studiosorum scholae Marpurgensis, Nachdruck in 2 Bänden, Nendeln/Liechtenstein 1980

Personen- und Ortsregister zu der Matrikel und den Annalen der Universität Marburg 1527-1652, bearb. von Wilhelm Falckenhainer, Marburg 1904

Suchbuch für die Marburger Universitätsmatrikel von 1653-1830, Darmstadt 1927

Findmittel

Arcinsys. Die Matrikel ab 1935 und die Studierendenakten sind unverzeichnet, aber am Bestand benutzbar.

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

138 MM

Bearbeiter

Schaal 2007/2015