HStAD Bestand F 2

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Oberrheinische Reichsritterschaft

Laufzeit

1330 - 1820

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Siehe auch Bestand R 21 G (Siegelkartei)

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Das Archiv entstand, wie das der Mittelrheinischen Reichsritterschaft, wohl ebenfalls im 17. Jahrhundert, jedoch im Gegensatz zu dieser noch ohne festen Sitz des Ritterkantons. Erste Spuren des Archivs der Oberrheinischen Reichsritterschaft finden sich 1621 bei St. Paul in Worms, wo in einem Gewölbe Ritterschaftsakten verwahrt wurden. Seit Anfang des 18. Jahrhunderts besaß die Oberrheinische Reichsritterschaft Kanzleiräume im Dominikanerkloster zu Mainz und deponierte dort wohl auch die wichtigsten Dokumente. 1762 wurde der Administrationssitz des Ritterkantons Oberrhein in ein Gebäude an der Großen Bleiche zu Mainz verlegt. Wegen des Vordringens der Franzosen lagerte man das Archiv ab 1792 aus der bedrängten Stadt aus, dabei kam es auch zu kriegsbedingten Vernichtungen (Näheres dazu, auch zu weiteren, erheblichen Verlusten, in der bestandsgeschichtlichen Einleitung von Clemm). Nach Auflösung der Oberrheinischen Reichsritterschaft wurde deren Schriftgut dann wohl spätestens ab 1804/05 an die Mittelrheinische Reichsritterschaft in Friedberg abgegeben; bereits 1811 gelangte es zum Präfekturarchiv (Département Donnersberg) zurück nach Mainz. Nach dem Anfall Rheinhessens zum Großherzogtum Hessen kam der Restbestand des Archivs der Oberrheinischen Reichsritterschaft schließlich samt Präfekturarchiv nach Darmstadt. Nach 1851 Neuordnung und Neuverzeichnung des Bestandes, der auch geringe Teile des früheren Archivs der Mittelrheinischen Reichsritterschaft beinhaltet, die wohl zwischen 1805 und 1811 in Friedberg zur Überlieferung der Oberrheinischen Reichsritterschaft gelangten.

Enthält

Akten und Amtsbücher:
I. Allgemeines Nr. 1-34
II. Rezeptionen und Personalien Nr. 35-62
III. Angelegenheiten einzelner Familien Nr. 63-110 (Schwerpunkte: Boos v. Waldeck, v. Botzheim, v. Dalberg, v. Geispitzheim, Ganerbschaft Nieder- Saulheim, v. Haxthausen, La Roche)
IV. Matrikel Nr. 131-141
V. Ingrossaturbücher 1720-1774, Nr. 139-141
VI. Ritterschaftsabschiede 1542-1792, mit Lücken, Nr. 142-165.

Findmittel

(1) Online-Datenbank (HADIS)

(2) Im Rahmen der Reihe 'Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt [4]' entstand nach Bearbeitung durch Ludwig Clemm in den Jahren 1961-1963 ein zweibändiges, mit Matrizen vervielfältigtes Findbuch: Oberrheinische Reichsritterschaft. Albrecht Eckhardt gab das Repertorium in den Jahren 1973/75 mit einer noch von Clemm stammenden bestandsgeschichtlichen Einleitung und Index heraus. - Microfiches vorhanden

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

19,875 m

Referent

Lars Adler, Barbara Tuczek

Filmkopien

Mikrofiches (Kopfzeile enthält Hauptnummer mit ALLEN Unternummern)

Benutzung

Mikrofiches; keine Vorlage der Originale