AdJb Bestand N 33

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Stammler, Georg; bürgerlich Ernst Emanuel Krauß (1872-1948)

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Der Nachlass Georg Stammlers gelangte in mehreren Teilen - zuletzt 1986 durch eine Schenkung der Stadt Calw (-Stammheim) - in das Archiv der deutschen Jugendbewegung.

Geschichte des Bestandsbildners

Georg Stammler, mit bürgerlichem Namen Ernst Emanuel Krauß, wurde am 18.2.1872 in Stammheim geboren. Nach einer Buchhändlerlehre in Heilbronn und Eßlingen war er bis 1908 in Stuttgart als freier Schriftsteller, Verlagsbuchhändler und Mitarbeiter bei Zeitungen tätig. Nachdem seine Versuche, an den Landerziehungsheimen Wickersdorf und Bischofsheim als Erzieher zu wirken, gescheitert waren, versuchte er sich wiederum als Verlagsbuchhändler, diesmal in der gerade gegründeten Gartenstadt Hellerau bei Dresden. Hier erschien 1913 sein erstes Werk, 'Worte an eine Schar', unter dem Pseudonym Georg Stammler. Mehrere weitere Spruchdichtungen nationalpädagogischer Ausrichtung folgten. Nach dem Umzug von Hellerau nach Mühlhauesen 1918 widmete sich Stammler fast ausschließlich der publizistischen Arbeit, die im Nationalsozialismus als 'ein bewußter und granitener Baustein zum großen Werk des Führers' ihre Würdigung fand. Bereits 1924 wurde er Mitglied der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung. Seine seit 1925 durchgeführten kultur- und nationalpädagogischen Lehrgänge, die 'Deutschen Richtwochen', brachten ihn in engen Kontakt mit rechtsstehenden bündischen Gruppen, zum Beispiel den 'Adlern und Falken'. Außerdem war er über längere Zeit aktiv mit der Arbeit der 'Deutschen Bauernhochschule' Bruno Tanzmanns und den 'Artamanen' verbunden. Nach 1930 lebte Stammler in Oberdorla und Oppershausen bei Mühlhausen und beschäftigte sich mit nationalistischen Deutungen der Sprache, die jedoch unveröffentlicht blieben. 1945 musste Stammler seine Heimat verlassen und lebte noch drei Jahre in Hohensolms, wo er versuchte, in seinem Sinne an einer 'geistigen Erneuerung' Deutschlands mitzuwirken. 'Unverstanden in den Verfallserscheinungen der Nachkriegszeit' verbrachte er hier 'die schwersten Jahre seines Lebens'.

Enthält

Korrespondenz 1898 bis 1948 (lückenhaft).
Notizen u. Entwürfe zur publizistischen Arbeit.
Materialsammlungen (persönliche Unterlagen sowie zur publizistischen Tätigkeit).

Findmittel

Online-Datenbank ArcInSys

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

16 Archivkartons