HHStAW Bestand 451

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

Domänenrentämter

Identifikation (kurz)

Titel

Wiesbaden

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Zugänge 1/1947, 21/1951, 45/1966, 94/1993 und 107/1993
Schriftgutverwaltung der Behörde
In den Zugänge 94/1993 und 107/1993 lagen drei Arten der Registrierung vor. Zum einen befanden sich im Zugang 94/1993 noch einige mit den üblichen Kennzeichnungen beschriftete preußisch fadengeheftete Akten mit einem voran gestellten, die grobe Obergruppe ausweisenden Buchstaben, einer auf die Untergruppe hinweisenden römischen Zahl und gegebenenfalls einer Bandzählung (vol.). Es sind die Akten in Form von Betreffserien gebildet, am Aktentitel orientiert wurden die Betreffe chronologisch eingeordnet. Einzelne dieser Akten enthielten auch modernes Schriftgut aus der Zeit nach 1945. Dieser Registraturschicht sind die blau eingebundenen Grundbuchtabellen und zum guten Teil auch die einzelnen Grundbuchauszüge und Katasterunterlagen zuzuordnen. Während die preußisch fadengehefteten Akten und die Ordner doch weitestgehenden Zusammenhalt hatten, ließ die ordnende Hand bei den Heftern und Umschlägen teilweise nach, einzelne Stapel bestanden aus Ansammlungen einzelner Blätter oder waren nur minimal abgeheftet.
Archivische Übernahme
Die Überlieferung des Domänenrentamts Wiesbaden gelangte in mehreren Zugängen in das Hessische Hauptstaatsarchiv Wiesbaden. Im Jahr 1959 legte der Archivangestellte Nikolaus Runge ein von ihm gefertigtes Repertorium mit Orts-, Personen- und Sachindex vor, welches zum damaligen Zeitpunkt den Abschluss der Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten an den Aktenbeständen der preußischen Domänenrentämter bedeutete. Am 6.6.1966 (Zugang 45/1966) folgte eine weitere Abgabe gleicher Akten über das Regierungspräsidium Wiesbaden, die eine Erweiterung und Überarbeitung des besagten Findbuchs mit sich brachte. Schließlich gelangten zwei weitere Zugänge vom 21.10. und vom 3.11.1993 an das Hauptstaatsarchiv (Zugänge 94/1993 u. 107/1993). Es handelte sich dabei um Akten zum Domänenrentamt Wiesbaden, die vom Forstamt Chausseehaus abgegeben wurden. Diese blieben bis dato unbearbeitet.
Bearbeitung des Bestandes
Eine grobe Überprüfung ergab, dass der vorliegende Teilbestand nicht in das übliche Klassifikationsschema zur Verzeichnung der Akten der Domänenrentämter Eingang finden konnte. Die Grundsubstanz der Überlieferung des hiesigen Domänenrentamtes war bereits in den vorangegangenen Zugängen enthalten. Eine überarbeitete, in Gemeinschaftsarbeit von Lothar Anton, Dr. Wolf-Heino Struck, Walter Haubrich und Marianne Fellhauer angefertigte Version des von Nikolaus Runge erstellten Repertoriums lag im Jahr 1973 vor und stellte mit den fortlaufenden Nummern 244 bis 525 den Anschluss her. Gemeinsam bilden sämtliche Zugänge einen Aktenbestand von 27,5 laufenden Metern. Bezüglich der Verzeichnung ergab sich mit den nachträglich bearbeiteten Nummern 525 bis 529, den noch unverzeichneten Nummern 529 bis 534 und den nun erarbeiteten Nummern 535 bis 735 der aktuelle Stand. Der zeitliche Rahmen des Gesamtbestandes umfasst Akten von 1868 (z.T. ab 18. Jh.). In den umgebetteten und entmetallisierten Heftern und offenen Mappen fanden sich fast ausschließlich Geschäftsunterlagen, d.h. vor allem Veräußerung und Tausch von Grundbesitz der Domänenverwaltung und des Nassauischen Zentralstudienfonds sowie insbesondere domänenfiskalischer Pachtangelegenheiten. . Die Akten der preußischen Zeit haben vornehmlich die Verwaltung des Domänengrundbesitzes in einzelnen Gemarkungen zum Thema. Aus dem Zugang 107/93 wurde nur ein Aktenordner (Nr.3) zur Verzeichnung entnommen. Wie schon angedeutet, wurde für den vorliegenden Teilbestand aufgrund der inhaltlichen Abweichungen gegenüber seinen Vorgängern eine unabhängige Klassifikation erarbeitet.

Geschichte des Bestandsbildners

Der Geschäftskreis des zum 1.11.1955 aufgelösten Domänenrentamts Wiesbaden umfasste die Stadt Wiesbaden und die Gemeinden des Amts Wiesbaden. Vorbehörde war die gleichnamige Rezeptur (Abt. 250/27). 1910 kam der Bezirk des Domänenrentamts Kaub (Abt. 436) und zum 1.4.1914 vom Domänenrentamt Langenschwalbach (Abt. 444) der Untertaunuskreis hinzu. Gleichzeitig verlor das Domänenrentamt Wiesbaden seinen 1910 von Kaub erhaltenen Teil des Kreises St. Goarshausen an das Domänenrentamt Diez (Abt. 438).
Leitende Beamte des Domänenrentamts Wiesbaden:
1868-1876: Domänenrentmeister Josef Reichmann; seit 1864 Rezepturbeamter zu Wiesbaden, 1868 Ernennung zum Domänenrentmeister, 15.11.1869 Ernennung zum Domänenrat, + 11.12.1876
1877-1880: Domänenrentmeister Anton Müller; seit 1863 Rezepturbeamter zu Hachenburg, 2.1.1866 Versetzung nach Oberlahnstein, 1868 Ernennung zum Domänenrentmeister zu Hadamar, 1.6.1877 Versetzung nach Wiesbaden, + 1.7.1880
1880-1891: Domänenrentmeister Heinrich Clos, 1868 Rezepturbeamter zu Montabaur, Ernennung zum Domänenrentmeister, 1.9.1880 Versetzung nach Wiesbaden, 23.12.1882 Ernennung zum Domänenrat, 1.10.1891 Versetzung in den Ruhestand
1891-1910: Domänenrentmeister Rudolf Hess, 2.5.1878-30.4.1883 Zivil-Supernumerar bei der Regierung Wiesbaden, 1.5.1883-31.7.1888 Kreiskassen-Assistent bei der Königlichen Kreiskasse in Frankfurt/M., 1.8.1888-30.9.1891 Domänenrentmeister zu Dillenburg, 1.10.1891 Versetzung nach Wiesbaden, +19.9.1910 verstorben
1911-1931: Domänenoberrentmeister Wilhelm Münnich, 1889 Zivil-Supernumerar bei der Regierung zu Aurich, 1.4.1895 Sekretariats-Assistent bei der Regierung zu Aurich, 1.4.1896 Beförderung zum Regierungs-Sekretär, 1.4.1903 Ernennung zum Domänenrentmeister zu Kaub, 1.4.1911 Ernennung zum Domänenrentmeister zu Wiesbaden, 15.12.1915 Ernennung zum Domänenrat, 31.3.1931 Versetzung in den Ruhestand
1931-1947 (?): Domänenoberrentmeister Georg Klein, 1906 Bürodiätar und Sekretär bei der Regierung zu Wiesbaden, bis 31.3.1931 Domänenrentmeister zu Weilburg, 1.4.1931 Übernahme der Verwaltung des Domänenrentamts Wiesbaden nach der Auflösung des Domänenrentamts Weilburg
1947 (?)-1955: Domänenoberrentmeister Anton Göttert
Siehe auch Serientitel.

Enthält

Akten, (z.T. ab 18. Jh.) 1868-1955
Gliederung:
I. Organisation der Behörde: A. Allgemeines, B. Personalsachen,
II. Domänenverwaltung: A. Allgemeines, B. Domanialgüter, C. Einzelgrundstücke, D. Mühlen und Wasserlaufzinsen, E. Gebäude, F. Schäferei- und Pferchgerechtigkeit,
III. Fondsverwaltung,
IV. Stock- und Grundbücher,
V. Konsolidation,
VI. Steuern,
VII. Rechnungswesen

Findmittel

Repertorium von Nicolaus Runge, 1959

Repertorium von Janto Kleinschnittger, 2003

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

27,5 m

Bearbeiter

Nicolaus Runge, 1959

Janto Kleinschnittger, 2003 (Teilbestand)

Deskriptoren

Wiesbaden

Kaub

Bad Schwalbach

St. Goarshausen

Diez

Informationen / Notizen

Zusatzinformationen

Die mit "Dep." (Deperditum) bezeichnete Verzeichnung fehlt im Bestand und kann nicht vorgelegt werden.