HStAD Bestand H 18 Giessen

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

Justizvollzugsanstalten

Identifikation (kurz)

Titel

Justizvollzugsanstalt Gießen

Laufzeit

1945-1971

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Bestand G 30 Gießen mit seinen wenigen Gefangenenpersonalakten der Jahre 1945/46;

Bestand H 18 Butzbach mit General- und Sammelakten, die auch die JVA Gießen betreffen;

www.jva-giessen.justiz.hessen.de

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Eine erste Aussonderung von Schriftgut aus der Nachkriegszeit bei der JVA Gießen fand im Juni 2005 statt (AZB 78/2005). Dabei konnte die im Rahmen des Projektes 'NS-Justiz in Hessen' von Dipl.-Pol. Wolfgang Form und Friedhelm Krause, M.A., im Jahre 1997 angefertigte Auflistung der noch vorhandenen Akten der JVA überprüft und zu Rate gezogen werden. Der noch vorhandene Bestand setzte sich vor allem zusammen aus Gefangenenpersonalakten der 50er-70er Jahre des 20. Jahrhunderts und war mit Vorprovenienzen angereichert (Akten der Mitte der 1960er Jahre aufgelösten Gerichtsgefängnisse Marburg und Wetzlar).
Um einen Bestand H 18 Gießen aufzubauen und die Geschichte der JVA in der Nachkriegszeit zumindest in Ansätzen zu dokumentieren, wurden einige ausgewählte Gefangenenpersonalakten aus dem Zeitraum von 1945 bis etwa 1970 ebenso übernommen wie eine Serie Arztbögen der 1960er Jahre, einige Amtsbücher sowie die wenigen noch vorhandenen Verwaltungsunterlagen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Geschichte des Bestandsbildners

Das Gefängnisgebäude wurde im Dezember 1944 fast vollständig zerstört. 1946 war es zu 2/3 wieder hergestellt.
Bis Mitte 1969 unterstand die JVA dem Leiter der Staatsanwaltschaft Gießen und diente als Gerichtsgefängnis. Ab dem 1. Juli 1969 erfolgte der Anschluss an die JVA Butzbach als Zweiganstalt. Am 1. Januar 1995 wurde die JVA Gießen zur selbständigen Anstalt erklärt.
Der Verbleib der General- und Sammelakten aus der Zeit bis zum Anschluss an die JVA Butzbach ist bislang ungeklärt. Sie sind bei der JVA nicht mehr vorhanden. Eigene General- und Sammelakten wurden bei der JVA erst ab 1995 geführt; vorher erfolgte deren Führung in Butzbach, wo auch der Posteingang für Gießen mit bewältigt wurde; von Butzbach wurden nur Kopien wichtiger Schriftstücke nach Gießen weiter geleitet.
Seit Oktober 2004 arbeitet die JVA mit dem Dokumentenmanagementsystem DOMEA, so dass ab diesem Zeitpunkt die General- und Sammelaktenregistratur nicht mehr weiter geführt wurde.
Personalakten der Beschäftigten werden seit Anfang 2005 beim Verwaltungscompetenzcenter (VCC) Mittelhessen in Butzbach geführt.
Leitung:
Claudia Fritz (November 2005 - 30.6.2006)
Martin Lesser (kommissarische Leitung ab 1.7.2006, offizielle Ernennung 25.1.2007)

Enthält

Ausgewählte Gefangenenpersonalakten der Nachkriegszeit, Arztbögen der 1960er Jahre, einige wenige Amtsbücher und Akten über die Verwaltung der Justizvollzugsanstalt

Findmittel

Online-Datenbank (HADIS)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

2,125 m

Referent

Rainer Maaß; Eva Haberkorn

Filmkopien

Der Bestand ist unverfilmt