HStAD Bestand H 18 Reinheim

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Beschreibung

Serie

Bezeichnung

Justizvollzugsanstalten

Identifikation (kurz)

Titel

Jugendarrestanstalt Reinheim

Laufzeit

1946-1950

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Zur Geschichte der Jugendarrestanstalt vgl. auch die Generalakten im Bestand H 14 Reinheim [Amtsgericht Reinheim] Nrn. G 1-6, G 14, G 15, G 17.

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Das Gerichtsgefängnis wurde 1847 eingerichtet. Bis 1938 wurde die Anstalt als Amtsgerichtsgefängnis benutzt. Polizei-, Straf- und Untersuchungsgefangene, zuletzt auch 'Militärarrestanten' waren darin untergebracht. Jugendarrest wurde nicht vollstreckt, vielmehr wurden nur Männer und Frauen über 18 Jahren aufgenommen. Seit Herbst 1946 wurde die Anstalt gemäß ministerieller Anordnung als Jugendarrestanstalt eingerichtet zur Vollstreckung von Arreststrafen an männlichen Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren aus den Bezirken der Landgerichte Darmstadt, des Amtsgerichts Frankfurt sowie des Amtsgerichts Bad Homburg. Der Vollstreckungsplan für das Land Hessen vom 29. August 1952 sah als Zuständigkeit für die Jugendarrestanstalt Reinheim nur noch den Landgerichtsbezirk Darmstadt vor, während für die Landgerichtsbezirke Frankfurt, Gießen und Wiesbaden die Jugendarrestanstalt Hochheim vorgesehen war. Am 9. Mai 1954 wurde die Jugendarrestanstalt wegen Beurlaubung des Aufsichtsbeamten geschlossen und nach Langen verlegt. Der Vollstreckungsplan für das Land Hessen vom 2. Oktober 1958 weist dem zu folge dem Landgerichtsbezirk Darmstadt die Jugendarrestanstalt Langen als Strafvollstreckungsbehörde für Jungen und Langenselbold als diejenige für Mädchen zu.

Enthält

Aufnahmeersuchen, meist bestehend aus kurzen Korrespondenzen der Arrestanstalt mit der jeweiligen Strafvollstreckungsbehörde [Amtsgerichte]. Nur wenige Arrestanten haben ihre Strafe tatsächlich in Reinheim verbüsst - häufig wurden die Strafen durch Geldbußen abgegolten bzw. im Gnadenwege erlassen oder in einem anderen Gefängnis verbüßt.

Findmittel

(1) Online-Datenbank (HADIS)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

0,25 m

Referent

Rainer Maaß; Eva Haberkorn