HStAD Bestand C 2

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Salbücher

Laufzeit

1400 - 1821

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Siehe auch die Bestände C 1 (Handschriften), C 3 (Weistümer und Dorfordnungen), C 4 (Gerichtsbücher), C 6 (Brandkataster) sowie die jeweiligen Amtsbuchabteilungen der Bestände D 21 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg), E 5 (Kirchenangelegenheiten), E 12 (Adel), E 14 (Finanzwesen), F 1 (Mittelrheinische Reichsritterschaft), F 3 (Burg Friedberg), F 11 (Abtei Ilbenstadt), F 12 (Deutschordenskastnerei Kloppenheim), F 16 (Amt Babenhausen), F 21 (Grafschaft Erbach-Schönberg), F 23 (Herrschaft Schlitz), F 24 (Grafschaft Solms-Rödelheim) und R 21 G (Siegelkartei)

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Der Salbücherbestand war ursprünglich ein der Abteilung Finanzangelegenheiten (Abt. XIV) angegliederter Pertinenzbestand aller derjenigen Sal- und Zinsbücher, Beforchungen und Renovationen weltlicher und geistlicher Provenienz, die in den älteren Aktenabteilungen des Staatsarchivs aufgefunden werden konnten. Er wurde im 19. Jahrhundert gebildet und nach den drei großherzoglich-hessischen Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen gegliedert. Die in Buchform aufgestellten Bände - darunter auch Einzelakten und Pergamentlibelle, die eigens zu diesem Zweck gebunden wurden -, die ursprünglich etwa 30 lfd. Regalmeter umfassten, wurden ständig aus anderen Beständen ergänzt. 1921 fertigte Friedrich Lang ein handschriftliches Inventar an, das sich auf kursorische Angaben über den Hauptbetreff und die Entstehungszeit der Bände beschränkte (C 21 Nr. 163, C 21 Nr. 239). Die Kriegsereignisse 1944 dezimierten den Bestand um die - beim Bombenangriff auf Darmstadt nicht ausgelagerten - Salbücher betr. Nieder- und Ober-Ingelheim (Rheinhessen Nr. 73a, c, 85 a-e und 90). 1977/1978 fertigte Albrecht Eckhardt eine maschinenschriftliche Abschrift des älteren Repertoriums an (C 21 Nr. 240). Die erst für die Zeit ab 1818 geführten Brandkataster wurden bis 1986 herausgenommen und zu einem separaten Bestand (C 6) formiert. Friedrich Battenberg führte 1985-1987 eine völlige Neuverzeichnung und Neusignierung durch, die in dem 1988 publizierten Findbuch abgeschlossen wurde. Dabei wurden die nicht in den Bestand gehörenden Bände anderen Abteilungen zugewiesen, während weitere Salbücher aus anderen Abteilungen - teilweise unter Beibehaltung der bisherigen Signaturen - eingegliedert bzw. in die Verzeichnung einbezogen wurden. Betroffen waren dabei vor allem die Salbücher des Bestands F 12 (Kloppenheim, Nieder- und Ober-Wöllstadt, Ober-Widdersheim, Ockstadt und Okarben), außerdem diejenigen des Stadtarchivs Darmstadt (Arheilgen, Bessungen, Darmstadt, Eberstadt und Wixhausen), von denen die meisten trotz nichtstädtischer Provenienz in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts an das Stadtarchiv abgegeben worden waren.

Enthält

Außer den eigentlichen Sal- und Zinsbüchern finden sich im Bestand vor allem Renovationen und Beforchungen, Gültregister, Zehntbeschreibungen, Heberegister, Ackerbücher, Flur- und Gewannbücher mit gemeindlichen Vorberichten zur Anlage von Flurbüchern sowie Gebäudeanschläge. Nur wenige Amtsbücher setzen bereits im 15. Jahrhundert ein (das älteste Buch ist ein vom Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg erworbenes, in die Zeit um 1400 zu datierendes Zinsverzeichnis der Pfarrkirche in Friedberg, Nr. 504/1); zahlreiche Bücher entstammen dem 16. Jahrhundert. Die Schwerpunkte der Sammlung gehören jedoch dem 17. und 18. Jahrhundert an. Die wichtigsten Provenienzen sind: Kloster Rupertsberg in Bingen, Sammlung Bodmann- Habel, Abtei Eberbach, Grafschaft Erbach, Grafschaft Falkenstein, Herrschaft Frankenstein, Johanniterkomturei Frankfurt am Main, Deutschordenskastnerei und Reichsburg Friedberg, Familie v. Greiffenclau zu Vollrads, Grafschaft Hanau-Lichtenberg, Großherzogtum Hessen mit den Hofkammern Darmstadt und Gießen sowie der Oberfinanzkammer, Landgrafschaft Hessen, Landgrafschaft Hessen- Darmstadt mit Rentkammer Darmstadt und Amt Nidda, Landgrafschaft Hessen-Marburg, Grafschaft Isenburg-Büdingen, Deutschordenskastnerei Kloppenheim, Kurfürstentum Mainz, Domstift Mainz, die Mainzer Klöster und Stifte St. Agnes, St. Alban, Altenmünster, Augustinereremiten, St. Gangolf, Heiligkreuz, St. Jakobsberg, St. Johann, Mariengreden, Karthause St. Michaelsberg, Maria Dalheim, St. Moritz, St. Peter, St. Stephan, St. Viktor, Weißfrauen, die Deutschordens- und Johanniterkommenden Mainz, die Deutschordenskommende Marburg, Kloster Marienschloß bei Rockenberg, Kurfürstentum Pfalz bei Rhein mit Geistlicher Administration, den Oberämtern Alzey, Lindenfels und Stromberg sowie dem Amt Umstadt, Abtei Seligenstadt, Herrschaft Wallbrunn zu Ernsthofen, Stift St. Peter zu Wimpfen im Tal, Domstift und Hochstift Worms, die Wormser Stifte St. Andreas, St. Andreasberg, St. Marien, St. Martin und St. Paul sowie die Johanniterkomturei Worms.Von den wichtigeren Salbüchern des Bestands sind zu erwähnen: Ein 1438 angelegtes Zinsverzeichnis des Marburger Deutschordenshauses für Stadt und Amt Alsfeld (Nr. 499/1), ein Verzeichnis über die kurpfälzischen Gerechtigkeiten in der Burg Alzey von 1430 (Nr. 303/1), ein 1489 einsetzendes Gefälleregister der Herrschaft Frankenstein (Nr. 35/1), 1558ff. angelegte Salbücher der landgräflichen Gefälle und Gerechtigkeiten in Stadt und Amt Gießen (Nr. 154/1), in Stadt und Amt Grünberg mit Merlau (Nr. 160/4-8), in Stadt und Amt Homberg an der Ohm (Nr. 178/1-4), in der Obergrafschaft Katzenelnbogen (Nr. 61/2), im Eußergericht Kirtorf (Nr. 182/3-4), im Amt Lichtenberg im Odenwald (Nr. 68/3), im Amt Lißberg (Nr. 192/2), in Stadt und Amt Nidda (Nr. 206/1-2), in Stadt und Amt Romrod (Nr. 247/1-2), im Amt Rüsselsheim (Nr. 85/2), im Amt Schotten (Nr. 258/2), im Gericht Schwarz (Nr. 261/1), im Amt Storndorf (Nr. 272/7-8) und im Amt Ulrichstein (Nr. 283/3-4), ein 1489 angelegtes Zinsbuch der Herrschaft Frankenstein (Nr. 35/1), ein Zinsbuch der kurpfälzischen Kellerei Lindenfels von 1488 (Nr. 69/1), ein Heberegister des kurpfälzischen Amts Otzberg von 1454 (Nr. 81/1), ein Zinsverzeichnis des Deutschordenshauses Schiffenberg von 1456 (Nr. 509/1), drei 1490, 1495 und 1499 angelegte Zinsbücher der Abtei Seligenstadt (Nr. 88/3-5), eine Sammlung der kurmainzischen Gerechtigkeiten in der Stadt und in den Dorfschaften des Amtes Steinheim von 1576 (Nr. 93/1) und ein kurpfälzisches Zinsverzeichnis für die Stadt und das Amt Umstadt (Nr. 96/1).

Findmittel

Online-Datenbank (HADIS)

(1) Gedrucktes Findbuch (nach Orten geordnete Buchbeschreibungen, zusammen mit C 3 sowie Salbüchern aus anderen Beständen einschließlich der an das Stadtarchiv Darmstadt abgegebenen Salbücher von Arheilgen, Bessungen, Darmstadt, Eberstadt und Wixhausen) mit Vorbemerkung, Konkordanzen, Provenienzverzeichnis und Indices: Salbücher, Weistümer und Dorfordnungen, Abt. C 2 und C 3, bearb. von Friedrich Battenberg, 2 Bände, Darmstadt 1988 (Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 23/1-2); (2) Spezialrepertorium zu C 2 Nr. 5/2-3 (Herrschaft Hirschhorn): Zwei Karlsruher Salbücher der Herrschaft Hirschhorn aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, zusammengestellt von Friedrich Battenberg, in: Archiv für hessische Geschichte 35, 1977, S. 333-349

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

34,25 m (ca. 1.360 Bände)

Referent

Lars Adler

Filmkopien

Mikofiches vorhanden, alte Signaturen für Fiche-Benutzung Vorwort von C 2