HHStAW Bestand 3010/2

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Pfarrei Bad Marienberg

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Nur Mikrofiches!

Geschichte des Bestandsbildners

Die Pfarrei Marienberg gehörte im Mittelalter zum Dekanat Haiger, das in der Diözese Trier lag.
Um 1530 führte der Landesherr Wilhelm (gen. der Reiche) von Nassau in seiner Grafschaft, zu der auch Marienberg gehörte, das lutherische Bekenntnis ein, das sich aber nur langsam durchsetzte. Im Zuge der sog. 'Nachreformation' wurde das lutherische Bekenntnis durch den Calvinismus ersetzt.
Zum Kirchspiel Marienberg gehörten 1563 die Ortschaften Bach, Bölsberg, Eichenstruth, Fehl, Großseifen, Hof, Illfurth, Langenbach, Marienberg (bestehend aus Nieder- und Obermarienberg), Pfuhl, Ritzhausen, Stockhausen, Zinhain ('Oberkirchspiel') und Unnau, Erbach, Hardt, Korb, Stangenrod ('Unterkirchspiel') sowie zahlreiche Orte, die heute Wüstungen sind.
Filialen der Kirche von Marienberg in Form von Kapellen bestanden in Hof, Ritzhausen und Unnau. Bereits seit 1589 taten zwei Pfarrer im Kirchspiel Marienberg Dienst. Zwei getrennte Pfarrbezirke existieren jedoch erst seit 1789. Die erste Pfarrei umfasste Marienberg, Langenbach, Zinhain, Eichenstruth, Großseifen, Unnau, Erbach, Hardt, Stangenrod, Bölsberg, Hahn und Dreisbach, zur zweiten Pfarrei gehörten Hof, Bach, Pfuhl, Fehl, Ritzhausen, Stockhausen, Illfurth und Höhn. Diese Einteilung existierte bis 1926.
Im Zuge der Nassauischen Union wurden 1817 die Lutheraner und Reformierten zusammengeschlossen. Die Pfarrei Marienberg gehörte von da an zum XIX. Dekanat 'Rennerod und Marienberg', welches die Pfarreien Emmerichenhain, Gemünden, Neunkirchen, Westerburg, Willmenrod, Marienberg, Liebenscheid und Neukirch umfasste.
Die bereits 1813 abgebrannte mittelalterliche Kirche von Marienberg wurde in den Jahren 1819-22 durch einen größeren Neubau ersetzt. Im Jahr 1900 wurde der Kirchturm aufgestockt und umgestaltet.

Literatur

Gensicke, Hellmuth; Hans-Joachim Häbel et al.: Bad Marienberg, die Kirchengeschichte. Bad Marienberg 1996.

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

1 bis 280 u. 1 bis 291