HHStAW Bestand 2056

  • Zugeordnete Objekte zeigen
  • Drucken
  • Mit Strg+C oder Rechtsklick kopieren.
    Verlinken
  • Versenden
  • Verbessern

Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Hessischer Gemeindetag [leer]

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Keine Zugänge!

Geschichte des Bestandsbildners

Zur Förderung ihrer Interessen haben sich die Gemeinden im Hessischen Städte- und Gemeindebund (Mühlheim am Main) und im Hessischen Städtetag (Wiesbaden), die Landkreise im Hessischen Landkreistag (Wiesbaden) zusammengeschlossen. Insbesondere bei der Vorbereitung von Gesetzen und anderen Rechtsvorschriften sorgen die kommunalen Spitzenverbände dafür, dass die Belange der Gemeinden und Gemeindeverbände berücksichtigt werden (§ 147 Abs. 2 HGO i.V.m. dem Gesetz über die Sicherung der kommunalen Selbstverwaltung bei der Gesetzgebung in Hessen - Beteiligungsgesetz).
Der Hessische Städtetag ist der Verband der kreisfreien und kreisangehörigen Städte in Hessen und wird in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins geführt. Er ist im Jahre 1946 gegründet worden. Damals firmierte er noch unter dem Namen 'Hessischer Städtebund' und zählte nur kreisangehörige Städte und Gemeinden zu seinen Mitgliedern. Diesem Verband mit einer kleinen hauptamtlichen Geschäftsstelle in Bad Homburg v. d. Höhe schlossen sich im Jahr 1971 die damals neun kreisfreien Städte in Hessen an, die bis dahin im früheren Hessischen Städtetag zusammengeschlossen waren und von einer nebenamtlich besetzten kleinen Geschäftsstelle im Büro der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt a.M. betreut wurden. Der Verband gab sich den Namen Hessischer Städtetag und gründete eine hauptamtliche Geschäftsstelle in der Landeshauptstadt Wiesbaden. Am 17.5.1946 versammelten sich die Bürgermeister verschiedener kreisangehöriger Städte des Regierungsbezirks Wiesbaden (Bad Schwalbach, Bad Camberg, Dillenburg, Eltville, Geisenheim, Herborn, Hochheim, Idstein, Königstein, Kronberg, Limburg, Lorch, Oberursel, Rüdesheim, Usingen, Weilburg, Wetzlar) im Rathaus zu Idstein. Eingeladen hatte Bürgermeister Dahlhoff, Idstein. Zweck der Zusammenkunft war die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Ziel, einen (Groß-) Hessischen Städtebund als Vertretung der kreisangehörigen Städte in Großhessen zu gründen. Die Tagung zur Vorbereitung der Gründung eines (Groß-) Hessischen Städtebundes fand am 31.5.1946 statt. Eingeladen hatte Bürgermeister Dr. Buch, Wetzlar. Eingeladen waren alle kreisangehörigen Städte sowie alle Landgemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern. Verabschiedet wurde folgende Resolution: 'Die vertretenen kreisangehörigen Städte Großhessens schließen sich zum Großhessischen Städtebund in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins zusammen....'. Als Vorsitzender des Vorstandes wird Dr. Buch, Wetzlar, gewählt; als sein Stellvertreter Bürgermeister Arnoul, Neu-lsenburg. Der vorläufige Vorstand hatte die Satzung für den Großhessischen Städtebund e. V. auszuarbeiten und einer demnächst einzuberufenden Versammlung zur Beschlussfassung vorzulegen.
Am 27.9.1946 fand die konstituierende Hauptversammlung des Hessischen Städtebundes in Bad Homburg v. d. Höhe, Saalbau Luisenstraße 95, statt. Es wurden gewählt: Bürgermeister Dr. Buch, Wetzlar, zum Vorsitzenden, Bürgermeister Käfer, Fritzlar, zum stellvertretenden Vorsitzenden, Bürgermeister Dr. Brühl (Bad Hersfeld), Bürgermeister Dr. Schnitzler (Korbach) zu Mitgliedern, Bürgermeister Fassbender(Königstein) des Vorstandes, Bürgermeister Fick (Dillenburg).
Zu Mitgliedern des Hauptausschusses wurden u. a. gewählt: Oberbürgermeister Dr. Eberlein, Bad Homburg v. d. Höhe.
Auf der Mitgliederversammlung des Hessischen Städtebundes am 28.1.1971 in Wetzlar wurde beschlossen:
a) Zum 1.4.1971 eine Fusion mit dem früheren Hessischen Städtetag (Verband der früher neun kreisfreien Städte in Hessen; Darmstadt, Fulda, Frankfurt am Main, Gießen, Hanau, Kassel, Marburg, Offenbach am Main, Wiesbaden).
b) Die Satzung des Verbandes wurde geändert, damit den kreisfreien Städten der Beitritt ermöglicht wurde.
c) Der Name 'Hessischer Städtebund' wurde in 'Hessischer Städtetag' geändert.
Kurz darauf, am 1.4.1971 kam es zur Einrichtung der hauptamtlich besetzten Geschäftsstelle in Wiesbaden, Frankfurter Straße 10, und am 22.4.1971 fanden Neuwahlen statt (Präsident: Oberbürgermeister Walter Möller (verst. 16.11.1971), Frankfurt am Main; Erster Vizepräsident: Bürgermeister Werner Hessemer (verst. 14.3.1989), Bad Hersfeld).
Dem Verband gehören zurzeit 71 Mitgliedstädte und -gemeinden an, die mehr als 3,1 Mio. Einwohner des Landes Hessen repräsentieren. Unter den Mitgliedstädten des Verbandes sind vertreten alle kreisfreien Städte, alle sog. Sonderstatus-Städte (das sind die kreisangehörigen Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern) und weitere kreisangehörige Städte und Gemeinden. Damit ist der Verband nicht nur Vertreter der größten und großen Städte, sondern es sind auch kleinere und kleine Städte und Gemeinden. Die Aufgabenstellung des Hessischen Städtetages ergibt sich aus § 1 der Verbandssatzung. Danach hat der Verband die Aufgabe, die Belange seiner Mitglieder auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens wahrzunehmen. Dazu gehören insbesondere die Wahrnehmung der Interessen gegenüber gesetzgebenden Körperschaften und Verwaltungsbehörden sowie die Vermittlung des Erfahrungsaustausches.
Der HST gliedert sich in 10 Ausschüsse mit fachlichen Arbeitsgemeinschaften und -kreisen. Zur Bewältigung der Aufgaben verfügt der Verband über eine mit insgesamt zwölf hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzte Geschäftsstelle in Wiesbaden. Hier werden die Interessen der Mitglieder ermittelt, gebündelt und gegenüber Landesregierung, Landtag und anderen gesellschaftlichen Organisationen und Gruppierungen artikuliert. In der Geschäftsstelle wird auch die zur Meinungsbildung des Verbandes notwendige Gremienarbeit in Präsidium, Hauptausschuss, Fachausschüssen und fachlichen Arbeitsgemeinschaften organisiert. Die Geschäftsstelle berät die Mitglieder in Rechtsangelegenheiten ebenso wie in allgemeinen Fragen zur Verwaltung und Organisation. Hier wird über Umfragen im Mitgliederbereich und über Erörterungen in den Verbandsgremien der Erfahrungsaustausch gepflegt und hier wird die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes geleistet.
Der Hessische Städtetag gibt zwei regelmäßige Publikationen die 'Informationen Hessischer Städtetag' und den 'Nachrichtendienst' heraus.
Präsidenten des Hessischen Städtetages:
1971 Oberbürgermeister Walter Möller (verst.16.11.1971), Frankfurt a.M.
1972 Bürgermeister Werner Hessemer (verst. 14.3.1989), Bad Hersfeld
1973 bis 1977 Oberbürgermeister a. D. Rudi Arndt, Frankfurt a.M.
1977 Oberbürgermeister a. D. Dr. Wolfgang Hamberger, Fulda
1977 bis 1985 Oberbürgermeister a. D. Dr. Walter Wallmann, Frankfurt a.M.
1985 bis 1987 Oberbürgermeister a. D. Hans Eichel, Kassel
1987 bis 1989 Oberbürgermeister a. D. Wolfram Brück, Frankfurt a.M.
1989 bis 1991 Oberbürgermeister a. D. Hans Eichel, Kassel
1991 bis 1993 Oberbürgermeister a. D. Dr. Wolfgang Hamberger, Fulda
1993 bis 1995 Oberbürgermeister a. D. Andreas von Schoeler, Frankfurt a.M.
1995 bis 1997 Oberbürgermeister a. D. Wolfgang Reimer Assmann, Bad Homburg v.d. Höhe
1997 bis 1999 Oberbürgermeister Peter Benz, Darmstadt
1999 bis 2001 Oberbürgermeister Georg Lewandowski, Kassel
2001 bis 2003 Oberbürgermeister Peter Benz, Darmstadt
2003 bis 2005 Oberbürgermeister Georg Lewandowski, Kassel
2005 bis 2005 Oberbürgermeister Hildebrand Diehl, Wiesbaden
seit 6.10.2005 Oberbürgermeister Stefan Gieltowski, Rüsselsheim
Vorsitzende des Hauptausschusses des Hessischen Städtetages:
1971 bis 1973 Bürgermeister a. D. Bernhard Mihm, Hünfeld
1973 bis 1976 Bürgermeister a. D. Dr. Dr. Horst Böckemeier, Korbach
1976 bis 1977 Bürgermeister a. D. Antonius Weber, Königstein
1977 bis 1987 Bürgermeister a. D. Ulrich Lipphardt, Alsfeld
1987 bis 1993 Bürgermeister a. D. Dr. Ehrhard Appell, Melsungen
1993 bis 1997 Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel, Hünfeld
1997 bis 2001 Bürgermeister Jürgen Zick, Eschwege
2001 bis 2003 Bürgermeister Siegbert Damaschke, Grünberg
2003 bis 2005 Bürgermeister Herbert Diestelmann, Alsfeld
seit 2005 Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann, Gießen
Geschäftsführer:
1971 bis 1980 Geschäftsführender Direktor Horst Winterstein, später Hessischer Minister des Innern
1980 bis 1983 Geschäftsführender Direktor Hans-Erich Frey
1983 bis 1988 Geschäftsführender Direktor Claus Demke, später Staatssekretär im Hessischen Finanzministerium
1989 bis 1997 Geschäftsführender Direktor Hans-Erich Frey sowie als weiterer Direktor Dieter Schlemppseit
Juni 1997 Geschäftsführender Direktor Dieter Schlempp sowie als weiterer Direktor Dr. Jürgen Dieter (seit Sept. 1997)
Frankfurter Straße 2, 65189 Wiesbaden, Telefon: 06 11/17 02-0, Telefax: 06 11/17 02-17, email: posteingang@hess-staedtetag.de

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

0 lfm