HHStAW Bestand 1197

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen

Siehe

Korrespondierende Archivalien

HHStAW Abt. 1199/95

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Zugang 67/1992 und andere Zugänge
Ablieferung durch den Erben von Ilse Stern

Geschichte des Bestandsbildners

Die 'Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen' wurde 1963 unter Mitwirkung des damaligen Hessischen Kultusminister Ernst Schütte ins Leben gerufen. Sie ist in dieser Form einzigartig unter den Bundesländern. Derzeit gehören der Kommission rund 60 Wissenschaftler an, Vorsitzende ist Staatsministerin a.D. Ruth Wagner. Die Kommission hat ihre Geschäftsstelle im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden. Finanziell unterstützt wird sie vom Land Hessen. Aufgabe der Kommission ist es, die Erforschung der Geschichte der jüdischen Bevölkerung im Bundesland Hessen, insbesondere auch in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, auf wissenschaftlicher Grundlage zu fördern. In einer Schriftenreihe werden jährlich ein bis zwei neue Publikationen aus diesem Themenbereich veröffentlicht. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Erforschung der jüdischen Friedhöfe in Hessen. Seit über zwanzig Jahren werden ausgewählte ältere und historisch bedeutende Friedhöfe bearbeitet und ihre Grabsteine fotografiert, die Inschriften abgeschrieben und übersetzt. Dazu wird ein Lageplan erstellt. Bis heute wurden 70 Friedhöfe, unter ihnen die größten Landfriedhöfe in Hessen, mit zusammen 17.000 Grabsteinen von Verstorbenen aus 300 Gemeinden aufgenommen. Das Material wird schrittweise im landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen (LAGIS) zugänglich gemacht. Dieses Projekt wurde bis 2006 aus Sondermitteln des Landes Hessen bestritten.

Enthält

Forschungsunterlagen, Friedhofsbearbeitungen, Verwaltungsschriftgut.

Literatur

Aktuelle Publikationen der Kommission können online bestellt werden auf der Internetseite des Hessischen Hauptstaatsarchivs unter der Auswahl 'Veröffentlichungen'.

Landesgeschichtliche Informationssysteme Hessen (LAGIS), Modul 'Jüdische Friedhöfe in Hessen': Es werden die untersuchten Grabsteine mit einer Beschreibung, ihren hebräischen und deutschen Inschriften und Angaben zu den Verstorbenen einzeln dargestellt. Zu allen hebräischen Inschriften wird zusätzlich eine Übersetzung geboten. In einem Bildmodul werden zu jedem Grabstein Aufnahmen der Vorderseite und (soweit beschriftet) der Rückseite, der Inschrift und gegebenenfalls weiterer Details in zwei Darstellungsgrößen bereitgehalten. Internetadresse: www.lagis-hessen.de

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

40 lfm

Benutzung

Nutzung nach dem Hessischen Archivgesetz