HHStAW Bestand 1135

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Familienpapiere Willett

Laufzeit

1750-2012

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Familienkundliche Gesellschaft für Nassau und Frankfurt am Main (HHStAW, Abt. 1198); Familienpapiere Willett (HHStAW, Abt. 1199/027).
Mehrere Mitglieder der Familien Willett, Ibell, Graeser und Lex waren Beamte, sodass sich vor allem in den nassauischen Beständen (z. B. Abt. 210: Herzoglich-Nassauisches Staatsministerium) Akten zu einzelnen Personen befinden.

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die Familienpapiere Willett (Abt. 1135) kamen 2012 (Zugang 76/2012) als Schenkung ins Hessische Hauptstaatsarchiv. Mit einer weiteren Übergabe (Zugang 91/2013) erhielt die Abteilung 1135 Familienpapiere Willett einen Zuwachs von 0,5 m, bei dem es sich vor allem um Briefe und Unterlagen der Familie Lade handelt.
Die übergebenen Unterlagen waren in Kartons nach Familienzweigen und -mitgliedern geordnet. Diese Vorordnung wurde bei der Verzeichnung insofern berücksichtigt, als dass sich die Klassifikation nach den bedeutenden Familienzweigen richtet.
Das Entstehen des Bestands ist Martin Willett zu verdanken. Bei ihm lief die Überlieferung mehrerer Familienzweige und -mitglieder zusammen. Er reicherte diese Überlieferung mit genealogischer Forschung an. Für die Verzeichnung wurde der Mischbestand in die Bereiche Familienüberlieferung und genealogische Forschung geteilt.
Nach dem Tod von Emmy Turner (1884-1971) gelangten Teile ihres Nachlasses in den Besitz von Martin Willett. Ihre Eltern waren der Architekt Michael Albert Turner und Anna Maria Auguste Eleonore Turner, geb. Schellenberg.
Das genealogische Interesse von Familienmitgliedern vor Martin Willett hat ebenfalls Spuren in den Archivalien hinterlassen. So sind z. B. einige Briefe der Familie Willett mit Bleistiftvermerken versehen.
Vor der Verzeichnung wurde der Bestand entmetallisiert und umgebettet. Dubletten wurden kassiert. Die Ordnung folgt einer Einteilung in Korrespondenz und biografische Unterlagen. Die größtenteils nach Empfänger sortierten Briefe und die biografischen Unterlagen wurden chronologisch geordnet.

Geschichte des Bestandsbildners

Martin Willett (1927-2006), der die Familienpapiere gesammelt hat, stammt aus der hugenottischen Familie Willett. Eine dichte Überlieferung besteht zu der Familie seines Ururgroßvaters, dem Staatskassendirektor Gottfried Martin Willett (1765-1830). Er war verheiratet mit Louise Ibell (1776-1857), der Tochter des nassauischen Amtmanns Carl Wilhelm Christian Ibell (1744-1826). Das Ehepaar hatte sechs Kinder. Der älteste Sohn Carl (1802-1851) war Nassauischer Amtmann in Wiesbaden. Die Zweitgeborene Henriette (1804-1817) starb als Jugendliche. Ihr Bruder Gustav (1805-1859) ließ sich als Kaufmann in Batavia nieder. Friedrich (1807-1857) heiratete Caroline Lade und war Medizinalrat in Wiesbaden. Die zweite Tochter Luise (1808-1872) blieb unverheiratet. Der Jüngste, Albert (1816-1899), war Bauinspektor in Wiesbaden.
Als weiteres Mitglied mit verdichteter Überlieferung lässt sich Martin Willetts Urgroßvater Robert Graeser (1813-1893) identifizieren. Er war Oberst im herzoglich-nassauischen Artillerie-Regiment Nr. 27 (Oranien) und heiratete in erster Ehe Elisabeth Schlichter (1822-1859), deren Vater Ludwig Gutsbesitzer, „Alleesaal“-Eigentümer und Mitpächter des Kurhauses Wiesbaden war. In zweiter Ehe war Robert Graeser mit Johanna Lex, genannt Jenny Lex (1833-1915) verheiratet. Robert Graeser hatte sechs Kinder. Aus seiner Ehe mit Elisabeth Schlichter stammen die Kinder Else, Hedwig (1850-1931), Paul (1847-1872) und Marie Graeser (1851-1927), die am 16. Mai 1876 den Architekten Gustav Martin Willett heiratete. Mit Jenny Graeser, geb. Lex, hatte er zwei Töchter: Auguste und Anna.
Der noch unverzeichnete Teil enthält die Überlieferung zur Familie von Martin Willetts Urgroßmutter Caroline Lade (1814-1883).
Zu weiteren Familienzweigen und -mitgliedern gibt es Einzelstücke oder sie finden ihren Niederschlag in der genealogischen Forschung. Immer wieder bekleideten Vorfahren von Martin Willett wichtige staatliche und kommunale Ämter.

Enthältv.a.

Korrespondenzen und biografische Unterlagen der Familien Willett, Ibell, Graeser, Schlichter, Lex und Lade

Literatur

Forst, Caroline: Erinnerungsbilder aus dem Leben meiner Großältern, Aeltern und meines Bruders. Wiesbaden 1854.
Schmidt-von Rhein, Georg (Hg.): 175 Jahre Wiesbadener Casino-Gesellschaft 1816-1991. Taunusstein 1991. Darin die Beiträge von Olaf Willett: Staatskassendirektor Gottfried Martin Willett, S. 94-100; Guntram Müller-Schellenberg: Die Wiesbadener Buchhändler-, Drucker- und Verlegerfamilie Schellenberg, S. 101-111; Peter Wacker: Oberst Robert Gräser. Porträt eines alten nassauischen Soldaten, S. 148-154.
Im Herber-Buch von Werner Seyberth (HHStAW, Abt. 1135 Nr. 48) befinden sich Kurzbeschreibungen zu den Familien Willett, Graeser und Lade.
„Willett, Gottfried Martin“, in: Hessische Biografie Hessische Biographie (Stand: 13.3.2014).

Findmittel

Online-Datenbank (Arcinsys)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

2,75 m

Bearbeiter

Dorothee Kirchgäßner, 2015

Albina Mayer-Hungershausen, 2016

Benutzung

Nutzung nach dem Hessischen Archivgesetz