HStAD Bestand B 17

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Urkunden der Familie Groschlag v. Dieburg

Laufzeit

1291 - 1792

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Siehe auch Bestand E 12 Nr. 113-115 (Akten Familie Groschlag v. Dieburg) sowie R 21 G (Siegelkartei)

Bestandsdaten

Bestandsgeschichte

Die Urkunden sind Teil des Aktenarchivs der Familie Groschlag v. Dieburg. Sie gelangten teilweise schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, einige dann 1880, zum größten Teil aber 1912 ins Staatsarchiv. Während die Ablieferungen des 19. Jahrhunderts auf den Bestand 'Urkunden der Provinz Starkenburg' verteilt wurden (besonders zu Hergershausen und Sickenhofen), sind die späteren Ablieferungen zu einem besonderen Bestand vereinigt und der Abt. XII (heute Bestand E 12, Adel) angeschlossen worden. Im Zuge der Neuverzeichnung 1953/54 hat Gensicke die Groschlagschen Provenienzen wieder zu einem neuen Bestand vereinigt. Ein Teil der Urkunden aus der Ablieferung von 1912, die man verloren geglaubt hatte, wurde erst 1962 in E 12 wiedergefunden. Sie sind nur kursorisch aufgrund der Regesten des Zugangsverzeichnisses 1912/60 verzeichnet.

Enthält

Es handelt sich überwiegend um Lehns-, Kauf- und Gültbriefe, vor allem betr. Arheilgen, Hergershausen, Klein-Zimmern, Messel, Münster, Nieder- und Ober-Ramstadt, Sickenhofen. Die älteste Urkunde von 1291 betrifft eine Schenkung Rudolfs Groschlag v. Dieburg für das Kloster Höchst (Odenwald) (Nr. 1). Erwähnenswert sind eine Urkunde Kurfürst Dietrichs von Mainz von 1437 über eine Aschaffenburger Manngerichtsverhandlung zwischen Heinrich Groschlag und Gebr. Heinrich und Wigand v. Büches (Nr. 26 ), ein Kundschaftsbrief des Schöffengerichts Sankt Goar über Frondienstleistungen zugunsten derer v. Hanau und v. Groschlag von 1470 (Nr. 39), ein Ablassbrief des Mainzer Generalvikars über das Kirchweihfest der Kirche St. Petrus und Marcellinus zu Sickenhofen von 1496 (Nr. 48), ein Schiedsbrief Kurfürst Jakobs von Mainz um eine Groschlagische Erbteilung von 1506 (Nr. 50), eine Urkunde Kaiser Karls V. von 1521 über die Ernennung des Dr. Bernhard Scholl zum Hofpfalzgrafen (Nr. 53), ein Schiedsspruch Graf Philipps v. Hanau-Lichtenberg im Streit zwischen den Grafen v. Isenburg-Büdingen und Heinrich Groschlag von 1534 um einen Hof zu Münster im Odenwald (Nr. 58), eine notarielle Protestation Graf Philipps v. Hanau-Lichtenberg über lehnswidrige Gewalttätigkeiten des Philipp Groschlag von 1561 (Nr. 69), eine Urkunde Kaiser Leopolds I. von 1664 über die Erhebung des Philipp Kaspar v. Bicken in den Freiherrnstand (Nr. 97), eine Vormundschaftsbestätigung des Reichskammergerichts von 1669 (Nr. 103) und ein Vertrag zwischen Graf Philipp Reinhard v. Hanau- Lichtenberg mit Johann Philipp Ernst v. Groschlag über Zentangelegenheiten, über Juden und Beutelschneider, Grenzen, Jagden, Untertanen und die Pfarrkirche zu Sickenhofen von 1688 (Nr. 111).

Findmittel

Online-Datenbank (HADIS)

Maschinenschriftliches Findbuch mit Vorbemerkung (chronologische Urkundenregesten, mit Indices), erstellt 1954 von Hellmuth Gensicke.

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang

2,5 m, 154 Stück

Referent

Lars Adler

Benutzung

Der Bestand ist vollständig digitalisiert und kann in HADIS über verknüpfte Digitalisate benutzt werden. Aufruf der Digitalisate: In der Listenansicht der Titelaufnahmen durch Anklicken des roten Pfeils 'Details' (ganz rechts) zur Detailansicht wechseln. Dort in der obersten grauen Leiste ganz rechts auf den Button 'Media' klicken. HINWEIS: Da ein großer Teil der Urkunden von Sicherungsfilmen mit häufig unbefriedigender Aufnahmequalität digitalisiert wurde und außerdem die Auflösung für das Internet auf ein Standardmaß reduziert wird, sind viele der hier abrufbaren Digitalisate für eine vollständige Auswertung der Urkunden nicht ausreichend. Hausintern stehen jedoch Digitalisate in besserer Qualität zur Verfügung. Die Scans vom Mikrofilm werden sukzessive durch Aufnahmen vom Original ersetzt.